Posts Tagged ‘Macht

06
Mai
12

Schattendasein

In dieser einen Nacht am Chiemsee
fiel vor langer Zeit wie Pulverschnee
nach einem Knall ein Ascheregen
um grünend Boden zu belegen

Er sickerte dann wie Dünger tief ein
und ließ die Erde dort fruchtbar sein
so konnten diese Wurzeln schlagen
die erst mit in ihrer Umwelt lagen

Es begannen jedoch Triebe zu sprießen
die bis heute Richtung Himmel schießen
dort genießen sie mit großer Wonne
ihren Platz hoch oben an der Sonne

Man sieht kaum ihre prachtvoll‘ Kronen
die königlich am Himmel thronen
doch darunter längst in ihrem Schatten
begann´s blühend Leben zu ermatten

Es muss in bitterlicher Kälte frieren
was um sie herum droht sich zu verlieren
die ohne Wärme dort durch´s Leben irren
mit jedem Schritt noch mehr zu verwirren

So hat die Sonne wohl schon ausgelacht
wenn man am Boden nicht mit aller Macht
gemeinsam versucht diesen Ort zu erhellen
beginnt aufzustehen und Bäume zu fällen!

03
Apr
11

The Beast (2)

Mir hilft auch keiner
flüstert es
wenn Hände nach dir greifen

mach dich nicht lächerlich
lacht es
wenn dein Herz weint

wen interessiert es
schreit es
wenn man dich ruft

auf das Schlachtfeld
der Isolation
führt es
schafft dort in Seelenruhe
einen nach dem anderen
verloren
auf einsamem Posten
einfach vergessen
aus Angst
vor Demonstrationen
einer Macht
die im eigenen Kampf
hoffnungslos macht

25
Okt
10

Tweet 12 (#CDU – Tweet)

In dunkler Nacht
eine schwarze Macht
wurde zur Axt im Wald
erkannte keinen
Halt!
die CDU
unser Rechtsstaat
schlägt nun also
doch endgültig
zu

03
Okt
10

Das Leben ist kein Ponyhof…?

Das Leben, ist es kein Ponyhof
die Tiere scheinen etwas doof
etwas zu fett, sind etwas klein
hier wie dort, trittst du nur ein

Nimmst einfach deinen Sitz ein
lässt dich führen, so ist es fein
geht langsam, immer im Kreis
der Reiter, der sich sicher weiß

Jeder wirkt wie ein Rädchen
Elternjungenundauchmädchen
wird so lange einfach gedreht
bis alles schließlich still steht

Sanfte Schläge, so geht es weiter
für den Reiter, der immer heiter
langsam dreht sich im Trotte
hier lockt Geld, dort die Karotte

Kreislauf schläfert langsam ein
musst nur lange genug Teil sein
macht er dich zum Rädchen, klein
lässt dich führen, so ist es fein

So steckt man in den Kopf uns Stroh
die im Kreise einschlafen sowieso
ist nie wieder zu verlassen gemacht
werden dumm, haben nie selber gedacht

Die letzten, die macht man fett
der Kreis, erscheint so gar nett
bis man so sehr nach Futter giert
den Willen auch im Kreis verliert

Fühlt der Mensch sich mal unwohl
tritt er aus. Um sich, meist wie hohl
das Leben, es ist kein Ponyhof
macht nur kleinfettverfressenundoof

Scheinen etwas klein, fett oder doof
das Leben macht uns. Zu Ponys am Hof.

18
Jun
10

An jedem, verdammten Morgen

Es ist wieder wie jeden Morgen
die Sonne geht auf, sie wärmt.
Das Leben erwacht, es lärmt.
Ein Teil von mir bleibt verborgen.

Es ist wieder wie jeden Morgen
kaum spür ich die ersten Strahlen.
Ich dreh mich zurück. Zu den Qualen
die Nacht hält mich. Tief verborgen.

Es ist wieder wie jeden Morgen
das Leben spielt, es lächelt, lacht.
Ich sehn´ mich lächelnd. Nur zur Nacht
um nach mir zu suchen. Was sie hält verborgen.

Wie jeden Morgen, am Ende einer jeden Nacht
wo die Vögel zwitschern, da hör´ ich sie nur krähen
kann Sonne nicht spüren, kann sie in mir noch sehen
halt in mir das Leben gefangen. Was hat das Dunkel gemacht?

Wie jeden Morgen, am Ende einer jeden Nacht
seh´ ich nur zu. Erholt vom Frieden, wie Menschen sich lieben
frage mich weinend. Wo ist nur mein eig´ner Frieden geblieben?
Sehe im Spiegel. Das Lachen der Nacht. Die Spuren ihrer Macht.

Jeden Morgen. Schickt mir die verdammte Nacht ihre Raben
die von den Dächern, als meine letzte Hoffnung noch krächzen
vom Frieden, so verführerisch. Lassen nach Ruhe mich lechzen
zur Nacht mich hetzen, um den Frieden zu suchen. Den sie selbst hat begraben.

10
Jun
10

Deutschland, du bist in Not!

Oh weh, 1.700.000.000.000 Euro Schulden –
na klar, für Chefin Angela kaum zu dulden.
Also ran. Den Guido hat sie auch im Boot –
„Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger. Alles im Lot.“

Es wird geschwitzt, es wird geackert, voller Elan –
und man verkündet. Bis 2014 80 Milliarden zu spar´n.
Voller Stolz. Ja, man muss schon sagen, echte Spitze
hört mir zu: Es ist die falsche Zeit für schlechte Witze.

„Ein Sparpaket muss her, episch, dass größte der Geschichte“ –
raus kommt dieser schlechte Scherz, über den ich euch nun dichte.
Habt schon Recht, die Armen, haben genug, schon so viel bekommen –
„enden eh in Armut. Wozu ein Übergang? ALG1?“. Zack und genommen.

Was wollt ihr erzählen? Ihr wollt Hoffnungen wecken –
80 Milliarden? Sie werden bis 2014 die Zinsen nicht decken!
Dieses ewige Spiel. Um die Wiederwahl, dieses Spiel auf Zeit –
tolle Hoffnungen, die ihr weckt. Zu erwarten ist nur noch mehr vom Leid.

Was wollt ihr erzählen? Braucht nur Vertrauen, braucht nur die Zeit –
dann seid ihr diejenigen? Welchen? Die können verhindern das Leid?
Verbiegen. Verdrehen. Vertuschen. Vergehen. Zur Not auch mal lügen –
nehmt euch zu wichtig. Um euch am Ende, ein ganzes Volk zu betrügen.

Kann mich erinnern. Schule. Geschichte. Ein kalter Schauer, leichtes schwitzen –
Hitler befahl. Aufzustehen. Vor der Tür die SA. Die SPD? Sie blieb sitzen.
Wo ist es hin, das Ideelle? Solche Helden? Sind heute gar schon so besessen –
Frau Ypsilanti befiehlt zu lügen. Eine wollte ehrlich sein. Man nannte es vermessen.

Der dicke Helmut. Hat Geld verpulvert. Hat einmal Geld gerochen –
was soll´s? Einfach als Kanzler mal eben die Verfassung gebrochen.
Der schicke Gerhard. Hat Vertrauen verpulvert. Die Letzte Chance gerochen –
was soll´s? Neuwahlen her, einfach als Kanzler mal eben Verfassung gebrochen.

Hat er nicht? Nein, hat er nie. Stimmt, der Lügner, er steht hier –
so verlogen. Höre noch, wie Münte brüllt: „Gerhard, wir vertrauen dir!“.
kurz vor Gerhard´s Frage nach Vertrauen. Ich hoffe, Münte du weißt –
bist einzigartig. So zu lügen, Münte. Ist weit mehr als einfach dreist.

Denn für Neuwahlen musste man, hat man das Vertrauen ihm entzogen –
sich der Ehrlichen entledigt. Dann Verfassungsrecht noch kurz gebogen.
Die Wahl verloren, CDU zog vorbei. „Nein Fr. Merkel, nicht mit meiner Partei“ –
was eine tolle Demokratie. Die Zeiten der Mehrheitswahl, sie scheinen vorbei.

Was tut ihr nur, seht ihr´s nicht? Erwartet am Ende noch tatsächlich Vertrauen –
niemand  widerspricht. Was längst nicht bedeutet, dass sie noch auf euch bauen.
Was tut ihr nur, seht ihr´s nicht? Vertrauen setzt zumindest eines voraus –
den Respekt. Könnt ihn euch tatsächlich einreden, klatscht euch selber noch Applaus.

Zurück zu dem, was mich führt, worum es eigentlich geht –
euer aktuelles, geschichtsträchtig-nutzloses Sparpaket.
Alleine die Idee. Die Frechheit. Bei den ärmsten nur zu holen –
macht nur weiter so. Bald habt ihr jedem hier den Glauben gestohlen.

Und die Reichen? Die für Luxus, viel eher die Dekadenz gar prassen?
richtig. Denen geht´s schlecht genug, besser das Geld ihnen gelassen.
Kugelschreiber für Tausende, zehn Autos am Start, ja, da lieber passen –
natürlich verdient. Muss auch das zwölfte noch sein. Wozu bezahlen? Soziale Kassen?

Was hier polemisch klingt, wie die bitterste Häme –
es ist nur wahr. Es ist so traurig, dass ich mich schäme.
Zu Leben, in einem Land, dem Geschichte und Wohlstand Verantwortung gaben –
die wir nicht mehr erfüllen. Und Minderheiten weiter an Macht oder Geld sich laben.

In einem Land zu leben, wo es reicht Angst um den Wohlstand zu haben –
um an sich selbst nur zu denken. Nur noch zu nehmen. Zeiten vorbei, zu denen wir gaben.
Bevor man, seine Stimme zu nutzen, anpackt, kämpft. Belügt man sich, lässt sich belügen –
wer nur an sich denkt. Er sägt am eigenen Ast, wird am Ende nur sich selber betrügen.

Ich weiß, es lässt andere lachen, es lässt sie auch stutzen –
doch mein bisschen Einfluss, will kämpfen, will ihn auch tatsächlich nutzen.
Na und, vielleicht ist mein Ende traurig, dann sterb´ ich halt arm –
nie zu werden wie ihr. Der Gedanke hält warm. Geh lieber jung, mit einem letzten Alarm:

Oh weh, 1700000000000 Euro Schulden –
na klar, für Chefin Angela kaum zu dulden.
Also ran. Den Guido hat sie auch im Boot –
„Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger. WIR SIND IN NOT.“

30
Apr
10

Trauriges Ende?

Ich bin
traurig
eure Hoffnungen, so schaurig
Mensch aus Glas
Macht
Tränen
zum Spaß
zerbrechlich
zart
zerbrechend hart.

Mensch aus Glas
Macht
Tränen
aus Spaß
gute Mine
sprengt Kinder
zum bösen Spiel.
Zu wenig Hoffnung.
Davon zu viel.

Mensch aus Glas
undurchschaubar
offen
von Erleuchtung durchleuchtet
vom Wissen besoffen
rät mir zu hoffen.
Erzählt böse Geschichte
guten Endes?
Offen.




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
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