Posts Tagged ‘dämlich

05
Mrz
12

Der Wulff im Holzpelz

MG´s und Mauern, hohe Zäune
beschützen die Bürolampenbräune
jeden Zug von Menschenunkenntnis
Dreistigkeit und Selbstverständnis
Menschen aus dem echten Leben
darf´s politisch wohl nicht geben
von Dunstkreisen ummachtet
von Dummheit so umnachtet
wer hat dann schon, bei höherem Streben
Zeit noch etwas vorzuleben
dabei kann jeder doch mal Scheiße bauen
doch für schlagen, treten, hauen
ich musst´s für Mama schon einsehen
gilt Charakter zeigen, gerade stehen!
Oft kam ich so, auf off´nem Wege
noch rum um Schreie, Strafe, Schläge
jeder Schritt nach vorn im Leben
kann auch mal ´nen Fehltritt geben
und wenn du menschlich wirklich bist
irre, weil irren eben menschlich ist
nur in den höheren der Kreise
denkt man selbst ja nicht mal leise
daran einen Versuch zu wagen
Reue zu zeigen, „Verzeihung“ zu sagen
nein, nicht um´s Verrecken
nur verschleppen, vertuschen, verdecken
unaufrichtig, dass sähe ich fast noch ein
doch obendrauf noch dumm zu sein
noch tausend Leichen mehr im Keller
so wird der Heiligenschein zum Präsentierteller
wie der Herr Wulff, ach-so-wichtig
verlogen, verschlagen, uneinsichtig
hält´s wohl heute noch für richtig
sich selber halt für viel zu wichtig
so tobte er auf Band, wie wild
ganz unauffälig, bei der Bild
armes Deutschland, ist das bitter
von Kriegsauftakt und Stahlgewitter
darf ich vorstell´n, wer´s noch nicht kennt
Wulffsches Präsidentschaftsunderstatement

Herr Wulff, glauben sie ihr Angesichte
steht schon fest hier in Geschichte?
Auf dem Weg zu Ruhm und Ehren?
Sieht man sie sich gegen Ehre wehren
ihren Job, den machten sie beschissen
ohne Verstand, ohne Gewissen
am Anfang noch die Riesenfresse
am Ende Schiss vor schlechter Presse
gut Leben und bloß Vorbild sein
das war doch nur ihr Job allein
klare Worte, keine Lügen
nicht mal Taten, bloß kein betrügen
selbst dafür war´n sie noch zu dämlich
heute schämen wir uns nämlich
was soll das für ein Rechtsstaat sein
in dem die Macher ganz allein
möglichst hoch die Scheiße bauen
und sich dann dazu noch trauen
die Erbärmlichkeit zu wagen
mit Anwälten zu droh´n und Klagen
erst jeden Fehler zu begehen
wie selbstverständlich dann drüber zu stehen
und wird man doch nicht Herr der Fehden
„wird bald keiner mehr drüber reden“
und am Schluss, der blanke Hohn
gibt’s noch Zapfenstreich und Ehrenlohn!
So bilden sie sich richtig ein
wie kann man nur so ärmlich sein?
Würdiges Ex-Oberhaupt politischer Untalente
Bravo! Chapeau! Byebye! El-ex-Presidente!

07
Dez
11

Ach Mensch, was bist du dämlich (3)

Ist er denn wirklich klug, der Satte
sagt er: „Mach´s wie ich!“, nur weil er’s hat
ist es gekonnt, kriecht er in Watte
gut eingepackt voran als Nimmersatt?

Ach, könnte er es selbst erkennen
der alles schon hat, nur Nichts nie hatte
und die eine Wahrheit mehr so nennen
dann hinterließ sein Eindruck Platte!

Ohne Seidenstrump und Goldpantoffeln
doch um eine Einsicht schlauer:
es erntet zu Recht die dicksten Kartoffeln
nur der allerdümmste Bauer!

08
Jul
11

Mensch, was bist du dämlich! (2)

Ach Mensch, was bist du dämlich
regiert für dich das Geld doch deine Welt
glaubst ihm scheinbar wirklich nämlich
jedes dieser Versprechen, dass es auch hält

Wenn es dir sagt, es mache dich satt
verschweigend den Bettler der leidet
der nichts als  bloße Angst noch hat
verhungerrnd ewig um den Fleischtopf neidet

Wenn es dir sagt, es mache dich reich
verschweigend den, der in Armut gefangen
alle Auswege sieht in Dubai beim Scheich
sich dann aus Angst vor Morgen aufgehangen

Wenn es dir sagt, es könne glücklich machen
lässt du dir die Märchen gerne erzählen
doch hast du bloß dann nichts mehr zu lachen
verlierst all deinen Glauben, wird’s dir je fehlen

Ach Mensch, hast du denn einfach vergessen
siehst du wirklich hinweg über unfassbares Leid
es gab schon Reichtum, Glück und satt zu essen
diese Not brachte Geld, von der es angeblich befreit

Doch geblendet siehst du stolz im Spiegel dich dann
Brust raus, Arsch rein und hoch die Pfoten
bedauerlich, „das arme Schwein“, dass wie du so nicht kann
in strammer Haltung feierlich; ein „Hoch!“ auf den  Despoten!

30
Apr
11

Ach Mensch, was bist du dämlich! (1)

Wir können
von Null
bis unendlich
haben wir zu berechnen gelernt

Wir glauben
DEN Wert zu finden

der uns wissen lässt

wir bedeuteten

durch Zählbares
sind wir die
die aufzählen können

Mensch, weißt du noch
du könntest auch

leben

zwischen all den Nummern
bleibt wirklich Unzählbares
von unschätzbarem Wert

20
Jun
10

Hinzchen-Klein

Das folgende Gedicht ist eine Antwort auf Slov ant Gali´s Gedicht „Der Star„, es funktioniert aber, so  denke ich, ganz gut ohne sein Gedicht als Background.

Schon erstaunlich, dieser Hinz.
Gerade, da lach´ ich ihn noch aus
klingelt er. Grinst dämlich, „ich bin´s!“
unbeliebt-unbeirrt. „Vor meinem Haus…?“

„Du Idiot“, ein lauter Schlag und im Nu
weg ist er wieder. Schmiss´ die Türe wieder zu
geh zur Ruh und „endlich!“, ich sitze wieder
lausche wohligem Klang. Komponierte selber die Lieder.

So sitz ich da. Sehr bequem, natürlich. Hab lange gesessen
ein Blick nach unten. „Oh Gott, ich? Mich fett gefressen?“
„Kein Problem“, fehlt Bewegung. „Ab, raus in die Welt!“
schnell zum Fenster und gucken. „Ob´s Wetter auch hält?“

Schrecke zurück. Denn die Welt, wie ich sie kannte
verloren. Kalte Einsicht, die mich nun übermannte
sinke wieder nieder. Seh´ im Fenster, wie ich noch grins´
unbeliebt-unbeirrt. Dämlich. Seh ich grinsen den Hinz.




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