Archiv für November 2014

28
Nov
14

Phantombild

Ich kann mich dort im Spiegel sehen,
greife den, vor dem ich steh.
Ich finde Tränen. Und muss gehen.
Der vor mir sagt: Es ist ok.

So schließ ich meine müden Augen,
seh mein Herz lächeln, es spürt:
Ja, ich kann an meinen Weg glauben,
es ist ok, wohin er führt.

28
Nov
14

Mein voller Ernst

 

So viel mehr gäb dieses Leben her,
wenn nicht bis zum Schluss,
jedes einzeln eine Rechnung wär,
die sich selber lösen muss.

Was gefällig ist, wird schon gehen
der Rest wird ausgeklammert,
um sich im Ergebnis selbst zu sehen,
hier und da was reingejammert.

Was man nicht glaubt, ist verkehrt,
so lange, bis es endlich passt,
verliert unser Lachen seinen Wert,
bis sie aufgeht. Und sie fast.

Ich will mich nicht fragend plagen!
Nur bis es seine Antwort kennt,
mein Herz durch das Dunkel jagen,
das uns vom „hab dich“ trennt!

Ich will mein Herz in Stücke reißen
und es soll vor mir fliegen –
will Konfetti um mich schmeißen,
das hinter mir bleibt liegen.

Ich will dein Herz im Spiegel sehen,
wo geflogne Fetzen hängen,
soll Farbe bleiben, nicht rausgehen,
beim vergessen und verdrängen.

Ich will am Ende einfach lachen
und dann einen dicken Strich
durch die eigne Rechnung machen!
Worunter steht: Ich liebe dich.

27
Nov
14

Warum kühen ohne KAT bald die Zulassung entzogen wird

Während wir diese Natur zerstören,
die Wirtschaft ökonomisch gast,
als würde alles uns gehören –
während uns Zeit bedeutet: Rast!
Derweil sitzen da nun kluge Köpfe,
grübeln über Löcher im Ozon
und kratzen sich die weisen Schöpfe –
die Antwort? Blanker Hohn!
Sie kann einem den Atem rauben,
als flöge es ihnen einfach zu,
es gibt Gelehrte, die da glauben:
Schuld an der Scheiße ist die Kuh!

Während sie das aller Welt berichten,
steht die Lösung wohl schon fest –
sie wird wohl lauten: Feind Vernichten!
Und unter’n Ölteppich den Rest.
Und sie wären nicht die ganz Großen,
vergäßen sie Hüngerchen und Bauch –
auf die Lösung ist Rewe gestoßen:
Pferdefleisch tut’s zur Not auch!
Ich glaub, die Kuh, sie wollt’s nicht wissen,
wenn sie da steht und kaut
und am Ende denkt: Drauf geschissen!
Das man so die ganze Welt erbaut.

Ich sehe sie schon heute schwitzen,
wenn wieder nur noch Eines zählt:
Problem erkannt! Zusammen sitzen!
Weil beim Kaba da was fehlt.
Auch ihre Antwort kann ich hören,
wenn in der Hitze letzte Blumen welken
und keine Kühe mehr uns stören –
lautet sie: Zum Mäuse melken!

*Nur falls es jemandem fremd sein sollte (was man im Prinzip keinem verübeln kann): Es gibt Wissenschaftler, die der Meinung sind (zumindest hörte ich es im Fernsehen einen sagen) Schuld an der Ozonproblematik seien die „Auspuffgase“ der Kühe, da in ihrem Atemzyklus Methan entsteht, welches sie ausstoßen. Und im Zusammenhang mit den Wäldern, die man für ihre Züchtung und Haltung rodet (spätestens da hätte er was merken müssen), würde das ein echtes Problem für die Umwelt ergeben, früher oder später.
Mal abgesehen davon, das es abstrus ist: Ich persönlich dachte immer, die Treibhausgase bzw. Feinstaubpartikel (bei Verbrennung), die das CO2 in die Atmosphäre jagen seien das Problem. Nicht das CO2 an sich (so wie man es scheinbar annimmt, vielerorts) – welches bei der Reaktion von Methan mit Sauerstoff zwar in hohem Maße entsteht – aber: CO2 gab es (dringend benötigterweise!) bereits vor den Menschen, das Ozonloch eher nicht.

Ich bin gerade dabei, mich ein bisschen durch die Thematik zu googeln, gibt wohl wirklich Wissenschaftler, die an den entsprechenden Gasmasken (für die Kühe!!!) arbeiten, um das Problem in den Griff zu kriegen! Keine Bange also!

Die Menschen, die zu der Thematik diskutieren sind sich jedenfalls einig: SCHULD IST DIE KUH!!!
Außer einer, der sagt, es sei eine Verschwörungslüge der Inder, um uns aufzuschwätzen, das die Kühe die wahren Götter sind hier auf Erden und eigentlich die Kontrolle haben.

Dem sollte man wohl besser nachgehen. Die Kuhliminati könnten verwickelt sein – wer weiß.

26
Nov
14

Auf der Suche nach Verständnis

Manchmal fühle ich mich verloren,
zwischen Tagen, die wir zählen,
wie ein Kind, das aus der Not geboren,
zwischen Worten, die uns fehlen
und summierten Einsamkeiten.
Zwischen Sorgen, die mich quälen

und Mengen an vertanen Zeiten
versuch ich meinen Weg zu wählen,
durch unbeweinte Traurigkeiten.
Nur mit Kräften, die mir schwinden
such ich in den dunklen Weiten,
im Glauben, einen Weg zu finden,

geh ich raus. Zu dir! Zu euch! Zu allen!
Im Glauben, ich könnt angelangen,
bin ich hier und jetzt gefallen
und suche Halt! Wer wird mich fangen?

23
Nov
14

Schloofy* kommt nicht mehr.

Herz, das brauchst du nicht denken!
Es hört den Namen. Hüpft.
Herz, das kannst du dir schenken!
Doch das Gefühl entschlüpft.

Herz, das sollst du nicht fühlen!
Da steht es auf und geht
und beginnt mich aufzuwühlen,
bis es vor’m Finster steht.

Doch sie brummt nicht um die Ecke,
mein Herz blickt hinterher.
Wenn ich am Fenster neu entdecke:
Schloofy kommt nicht mehr.

*gesprochen wie Goofy mit „schl“. Bitte fragt mich nicht, warum 🙂 

22
Nov
14

Tweet 38

Mit der Wahrheit lebt es sich gefährlich,
wenn man nie ein Lügner war,
war man vielleicht auch nie ganz ehrlich
und diese Wahrheit stellte sich nie dar.

22
Nov
14

Vom Königskinderphänomen (und anerzogenen Verhaltenswaisen)

Wie oft nannten sie mich vermessen,
wie oft versuchte ich schon
mich zu ändern. Mich zu vergessen.
Eigentlich der blanke Hohn.

Heute weiß ich, wie sie das schaffen:
Ich bin frei und ungezügelt.
Der Rest im Stall dressierter Affen
ist gescheitelt und gebügelt.

Wahr ist: Sie woll’n wie Könige leben.
Ich will nur meinen Thron!
Die andren arrangierten sich eben,
ich war ein Notlügenbaron.

22
Nov
14

Unangebunden

Das Erdenhaus ist
eine brennende Ruine
die Menschen in ihr
eingeigelt
in der Angst
vor den Flammen
auf der herunter
kommenen Decke
all die Löcher
in der Fassade
die Narben
versprengter Tage
sind bis
an den Rand
vollgestopft mit
Sprengstoff

Die Uhren ticken
und sie sehen
auf ihren Arm
und fragen sich
ist es bei euch
auch fünf vor zwölf
so wie bei mir
bis das letzte
Stündlein schlägt
und die Zeit
in ihren Augen
explodiert

Widerstand ist
kein Zeitvergleich
komm wir legen
die Uhren
ab
komm wir zeigen
der Zeit
die Zähne
komm wir beißen
uns endlich
durch

22
Nov
14

Ihr seid schon echte Masken

Im Land hinter diesen sieben Bergen
steht ein deutscher Fahnenmast
und Ratten vor den sieben Zwergen
salutier’n beim „Aufgepasst!“

Sie in den dunklen Wald zu locken?
Kein Problem, mit ohne stolz
und als sie vor dem Computer hocken,
teilen Äxte morsches Holz.

Wie toll sie den Verstand verlieren!
Ebenso deutsch, wie damals die,
weil sie das Gleiche nicht kapieren –
was sie zeitig bisher merkten nie.

Ihr seid schon echte Weltenretter –
erbaut euch eure Todesgruft!
Klar, Putin ist wie Sonnenwetter
und Schuld der Judenschuft!

Seht ihr da vorne was verbrennen?
Dieses bisschen Restverstand –
am Horizont, zu dem sie rennen,
bei gehobner rechter Hand?

Stolze Ritter zu den toten Pferden!
Zieht los! Und ihr verpasst:
bis zum letzten Krieg auf Erden,
wisst ihr alles nur ganz fast.

Wenn der Teufel kommt? Klar! Bücken!
Sie leugnen Krebs und Holocaust,
und ist seine Gabel kurz vor’m Rücken
wird der deutsche Arsch zur Faust.

20
Nov
14

Manchmal!

manchmal wenn ich
besser sein will
blickt mein
fettes egp kurz
auf und fragt:
echt?
und dreht sich um
und schläft weiter

manchmal wenn ich
dabei sein will
blickt mein
fettes ego kurz
auf und lacht
laut
und dreht sich um
und schläft weiter

manchmal wenn ich
frage warum
blickt mein
fettes egp kurz
auf und fragt
mich
wieso und
es dreht sich um
und schläft weiter

aber manchmal
wenn ich mich
herausgefordert fühle
durch worte
die sich ihrer selbst
so gewiss sind
das man weiß
man wird die hürden
nehmen über die man
grade noch stolpert

und dazu noch
ein hauch von anmut
ihres gehobenen kinns
in der luft liegt
das sich umdreht
um zu gehen

dann springt mein ego
mir sofort zur seite
blickt mich an
und nickt
und wir sagen uns
gut gebrüllt
löwin
und mein herz
weiß wieder
wo es zu hause ist
wenn es anfängt
zum mond zu heulen




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.


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