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24
Nov
11

Sein Weg ist das Ziel

Wenn du, für einen Menschen
sofort einfach alles tust
wenn du, für einen Menschen
überall hin bereit bist zu gehen
wenn du, für einen Menschen
jederzeit Regeln auch mal brichst
wenn du, für einen Menschen
bereit bist, dich selber zu opfern

Ist es die Liebe
die dich anzieht
oder ist es Hass
der dich antreibt
im angeblichen Namen
blind zu handeln

Der kleine
so gefährliche Unterschied
ist der Mensch
der sich überschätzt
im fatalen Glauben
lässt er ihn ausbrechen
erkennt erst zu spät
niemand kann ihn aufhalten
seinen Hass
im Gegensatz zur Liebe
selbst nicht der eine
der ihn auslöste

Grenzenlos
macht Hass zum Anfang
vom Ende
wenn ein Traum in Erfüllung geht
und das Objekt
der  Begierde
auf die Knie gezwungen
vor dir bettelt
mit letztem Willen
nur für dich
um deine Hand so
anzuhalten

Wenn du
nur für einen Menschen
vielleicht
zu weit gehst
gehe in dich
bevor es zu spät ist
noch zu erkennen

Der Weg
ist das Ziel

29
Sep
11

Kein Zweifel

Es lassen die Zweifel mich den Kopf verdrehen
die Zweifel selbst am Zweifel sehen
Zweifel liessen mich bezweifelt stets gehen
zweifelsohne bliebe ich wohl stehen

Müsste ich einen Zweifel nur am Sinn je sehen
auf der Stelle liessen sie mich drehen
bis ich verzweifelt müsste dann verstehen
keinem Zweifel mehr je nachzugehen

Enthusiastisch-fantastisch müsste fanatisch ich flehen
kein Zweifel, nur in Dankbarkeit zu zweifeln hier
für Schönheit, die bis ans Ende dieser Welt zu sehen
für den Glauben! Schicksal dieser Dank gilt dir!

14
Sep
11

Der Engel Blutdurst

Ein junges Leben mit vielen Enden
Schicksals Lücke ließ dich wenden
Dämonen die mit Wahrheit schänden
blieben Narben auf den Kinderhänden

So zog in die Welt mit diesem Schmerz
der schönste Engel und sein reines Herz
doch zu tief gefallen, zu hoch geflogen
machtest um dich selbst bald einen Bogen

Bis eines Nachts zum Mond der Wolfe nun
zu den Dämonen singt, die Herzen ruh´n
wo zu Nächten Himmel auf sich schwingt
ein toter Körper nur zu Boden sinkt

Es trugen dich die gebrochenen Flügel
über die Erde, bis zu Schicksales Hügel
wo all die jungen, die verlorensten Seelen
jede Nacht, sich gegenseitig einsam quälen

Dann zu jener, der verhängnisvollsten Nacht
bis ein dunkler Magier dort halt gemacht
so ließ er die jungen Seelen dann singen
bis Geister konnten ihm die Bestie bringen

Sie verzehrte dann im tiefen Schlunde
deine Träume nun als Schaum vor´m Munde
im Schatten düster und der Nacht anonymer
machst Welten noch bunter, Grase noch grüner

Trat  ein junger Mensch dir ins Leben
wollte nehmen, was du nie wolltest ihm geben
so riefst du in der Stille einer dunklen Nacht
der Bestie Kraft, die dich glücklich nun macht

So waren´s Engel die sich schließlich schufen
zu den dunklen Geistern ihrer Macht berufen
damit den Bruder und die Schwester zu laden
ließen jeden Fremdling in der Hölle braten

Schwer beladen mit der unendlichsten Schuld
überspanntet ihr die Bögen, der Götter Geduld
viele Wege die zum Ende sich neigten
als alle Finger auf ein einzges Ziel dann zeigten

Einen Moment durftest du sie noch fühlen
der Opfer Blute, in Wellen dich dann fortzuspülen
zwischen Kadavern und Leichen, nur die Kühlen
bis heute sieht man noch im Wahn sie wühlen

Ohne zu leben, zu denken, nochmal zu fühlen
frisst du nun Herzen, mit Blut runter sie zu spülen
ein Engel, der sich ewig  noch nährt nur am Wahn
der einst flog. Er geht nie mehr hin, woher er kam

17
Jun
10

Auf der Flucht

Aufgrund der (wie ich inzwischen erkennen musste berechtigten) Kritik an dem ursprünglichen Gedicht “Mensch, du bist in Not!” habe ich beschlossen, dieses zu teilen:

Ich weiß nicht mehr, wohin ich noch soll
wo zu Hause ist. Klar, die Räume sind toll
doch die Menschen darin? Kalt und leer
ihr staunen verstehen. Es fällt mir schwer.

Die Ohren geschlossen. Augen zur Wand
mit Schmuck behangen. Den man für nötig befand
so viele Menschen. An der Wand, mit dem Rücken
doch wozu helfen? „Kann doch einfach drüber  schmücken.“

So stehen sie an der Wand, alle am Glotzen
„Leute ganz ehrlich. Find ich zum Kotzen“
Rausgerutscht. Wie sich´s doch wenden kann
jedes paar Augen im Raum, es sieht mich  nun  an.

„Wie der mit uns redet. Der Ausdruck, die Sprache“
„war das ein Argument? Dass ich nicht lache!“
Rausgerutscht. Immer mehr die schimpfen, verletzen
meine Freunde? Hat keiner Zeit, sind die Messer am Wetzen.

Irgendwann ist die Last zu groß, muss mich bücken
will nicht fallen. Einfach ein Messer in den Rücken
nun lieg ich da. Doch schreie, und so lang ich noch zuck´
bescheißt man mich aus Abstand einfach noch mit Schmuck.

Bis ich bedeckt bin, bis man mich nur noch Schreien hört
vergisst man mich. „Weghören, dieser Mensch ist gestört“
und plötzlich, da regt sich doch was, unter dem Haufen
der tot gesagte! „Er kann ja tatsächlich noch laufen…“

„Bin ich nicht“ will ich sagen, nur durch mein Stehen
rausgerutscht. Sollte doch lieber schnell zum Arzt hingehen
„ich glaub in dir steckt etwas, was dort nicht hingehört.“
es reicht endgültig. „Nicht ich bin, wir alle sind gestört!“

„Was hat er gesagt? Wie kann er nur… Wie war das jetzt?“
die sich eben kaum kannten. Geeint zum Mob, der mich nun hetzt
die letzten, die mich kannten, die Freunde und Verwandten
einfach mitgerissen, bis sie ihren Platz in der Meute ebenfalls fanden.

Nachts, die Meute schläft. Ist müde von der Hatz
ganz wegzulaufen? „Niemals, hät´ gern wieder meinen Platz“
doch jeder den ich wecke. Muss einmal vor´s Kinn mir schlagen
mir sagen: „Schmerzverzerrt, Angsterfüllt. So wirst du mich verjagen!“

So renne ich jetzt, die ganze Zeit bin ich alleine
immer schwerer der Kopf. Immer müder sind die Beine
„warum tust du das. Warum muss ich alles riskieren?“
ganz einfach. Bist wirklich frei, hast du nichts mehr zu verlieren.

Bin mal so frei, auf der Flucht einfach alles zu bedenken
ohne Einfluss, ohne Menschen, um selber nur zu lenken
meine Gedanken. Denn je verlorener ich bin, nichts wird klarer
was ihr behauptet. Im Gegenteil, das was ich fühl, ´s wird noch wahrer.

Zugegeben, es ist schwer zu verstehen, ein krankes Spiel
vielleicht sterb´  ich hier. Und die Flucht ist kein Ziel
ich weiß es selber. Doch soll ich mich krank erklären lassen
therapiert. Gehorcht. Und am Ende die Welt doch dafür hassen?

Glaubt ich kann´s einfach nicht. Glaubt mir, ich würde es tun
sehn mich so sehr, einmal in Frieden, eine Nacht nur zu ruhen
bewacht beim Einschlafen. Sehn mich nach einem Kuss, glaubt mir, es stimmt
ein Kuss. Hätte so gerne den Menschen, der manchmal in die Arme mich nimmt.

Und so viel ihr auch redet, eure Argumente sind keine zur Wende
je mehr ihr redet. Desto klarer wird, dass ich´s auch auf der Flucht beende
zur Not. Ich bin nicht krank, kann´s sehen, kann´s so genau spüren
kann euch nicht folgen. Ich glaube, euer Weg wird ins Unglück führen.

Hab mich sooft probiert, gestellt, mich selber gequält
in der Diskussion. Habt als Argument mein Leben gewählt
einfach entwertet, was ich sagte. „Was weiß der schon,
reißt den Mund auf. Diese Plage“, asozial? Blanker Hohn.

War man auch noch so gebildet, meist haben sie dann noch mehr gequält
als letztes Argument. Hat man einfach die Bildung an sich gewählt
war nur ehrlich. „Hab wenig gelernt, hab noch nie ein Buch gelesen“
„du bedauernswerter Mensch.“ Finger ins Ohr. Das war´s gewesen.

Was bringt es? Ok, bist nach höchsten Ansprüchen genormt
doch vergisst du eins. `S ist der Mensch, der dich formt
wie kannst du so sicher sein, hast du jemals dabei bedacht
der Mensch, bis heute, hat er keinen Fehler nicht gemacht.

Doch völlig frei von Zweifeln, die ihn beirren oder aufwühlen
der gebildete Mensch, auf verantwortungsvollsten Stühlen
sitzt er da. Und egal was er macht, ist es noch so schlecht
er fordert Boni gar ein. Ist nichts als dämlich am Ende. Fühlt sich im Recht.

Und wenn ihr dann noch zu zitieren wählt
aus diesen Worten schreit meist eine Seele. Die bis heute sich quält.
Richtig zu zweifeln. An sich, an allem. Schmerzvollste, größte der Gaben
brachte den Genies die Erkenntnis. Heute darf sie keiner mehr haben.

Nehmt euch so, frei vom Zweifel, als hat Gott euch die Rechte gegeben
alles raus. Meint alles zu wissen. Ist aber alles nichts wert, ohne Demut vor´m Leben
denn zweifelsohne, in sicherer Gewissheit, einfach zu machen, zu handeln
führt zu Versagen. Möglichst richtig zu handeln? Durch Zweifel Fehler verwandeln.

Und so lauf ich einfach weiter, so weit mich die Beine tragen. Müsst mich verstehen
bin hoffnungslos. Möglich. Doch kann die eingeschlagenen Wege als Ausweg nicht sehen
haltet kurz inne, die Augen zu, einfach lauschen. Denn seid ihr euch noch so sicher
vergesst ihr den Lärm Lebens. Einen Moment. Könnt ihr es hören? Des  Teufels Gekicher.

17
Jun
10

Krone der Schöpfung?

Aufgrund der (wie ich inzwischen erkennen musste berechtigten) Kritik an dem ursprünglichen Gedicht “Mensch, du bist in Not!” habe ich beschlossen, dieses zu teilen:

Alles richtig machen, ohne Fehler, dass ist leider nicht drin
was man damals wusste. Wo ist dieses Selbstverständnis hin?
Was wir alles können: Haben Teilchen beschleunigt, Schafe geklont
die tiefsten Tiefen erforscht. Geguckt, ob am Mond jemand wohnt.

Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Dass es höher kaum geht
seid euch so sicher. Komisch, das in meinem Bio-Buch etwas anderes steht.
Ein gewisser Herr Darwin geht nach Überlebensfähigkeit, „survival of the fittest“
haltet einen Moment inne. Fragt sich da keiner, ob der Mensch wirklich so der Hit ist?

Wenn Herr Darwin sagt, am Gipfel der Schöpfung, da heißt es mit der Zeit zu gehen
Umstände, die sich ändern, sie lange überleben. Wie können wir uns an der Spitze sehen?
Wer zweifelt noch, dass die Bombe irgendwann fliegt, dass Unvernunft am Ende siegt
was wird es dann bringen? Dass uns das Privileg zu wissen obliegt?

Werden wohl nicht nur nicht überleben. Wir werden´s gar schaffen
die Umstände selber heraufzubeschwören. Die vielleicht alles Leben einfach dahinraffen.
Fühlen uns so sicher, während wir auf der Illusion einfach weiter so schweben
haben wir uns gemausert. Zum Ende der Kette. Das niederste Leben, dass es je hat gegeben.




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