23
Jun
19

anyway

Ich mache keinen Unterschied,
denn wenn du von mir all das wüsstest,
das was du von mir wissen müsstest,
bände ein Gedanke Glied an Glied:
ich mache keinen Unterschied.

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18
Jun
19

down with the sickness

Ach komm, mein liebes Leben,
wie viel Angst musst du verweben,
wie viele Tode ließt du sie erleben,
wie viel Schmerz hast du verteilt,
wie lange mit am Bett verweilt,
bis sie endlich aufgegeben?

Ach komm, du kannst dich setzen,
wie viele Gedanken sind nun Fetzen,
wie viel Gefühl musstest du verletzen,
bis die Tränen ausgeweint?
Bis du ihre Herzen angeleint,
wie viele Grenzen musstest du setzen?

Ach komm, ich kann es sehen,
wie die Botschaft sie verstehen,
wie sie alle nach und nach eingehen,
bis sie endlich akzeptiert,
bis sie von Kopf bis Fuß ver-hiert
in schwarzen Flüssen untergehen.

Ach komm, ich seh dich drehen,
du lässt dich als krank einsehen,
damit sie Liebe nicht erflehen,
bis sie in sich vor dir versteckt.
Wo kein Licht mehr Hoffnung weckt,
lässt du sie im Wind verwehen.

Ach Leben, du willst eilen?
Ich kenne das Leid, es darf verweilen.
Mit Tränen, Wahn, Blut und Beilen,
sich an meiner Seele Nägel feilen.

Ich weiß, du richtest sie so zu.
Ich weiß, dass keine Seele krank sein kann.
Niemand ist kaputt wie ich und du.
Entweder wirst du beide uns ereilen.
Oder ich gewinne und wir heilen.

18
Jun
19

Lasse los

Halte dieses letzte Wort noch fest,
dem du das Boot zu Wässer lässt,
behalte die Bedeutung fest im Sinn.
Lege schlafend sie in Wiegen hin.
Halte fest woran das Wort geglaubt,
dem ihr Lärm den Sinn geraubt,
erhalte Neugier dir auf Lustgewinn,
halte diesem Wort noch hoch das Kinn,
halte dieses letzte Wort ganz nah,
behalte, was das Wort hier sah,

das für Worte ist auf seinem Weg
im Tränenmeer von Steg zu Steg.
Was sich zurück gelassen hat
auf dem Weg durch kalte Stadt,
was sich selber wieder fand
in grüner Wiese auf dem Land,
was nicht zerstörbar war und ist,
was pfeift auf jede Galgenfrist,
was viel lieber stirbt als schweigt,
halte fest was sich nicht zeigt,

halte fest was du nicht weißt
in welchem Geiste es wohl reist,
halte fest was es nicht sagt
bevor es zu verschwinden wagt.
Halte dieses letzte Wort nur fest.
Es sagt, dass es nicht hängen lässt.

18
Jun
19

Asche zu Asche

Im Dunkeln lodern meine Flammen,
durchzuckt sie bei frischer Luft Berührung,
nach ihr züngelt mein Verlangen,
nach einer Brise frischer Verführung

18
Jun
19

Staub zu Staub

Offenbarst du dich vor mir, Blüte,
werde ich gerne Arbeitsbiene,
der feinste Staub wird Leben, Güte,
wenn ich der Schönheit in uns diene.

18
Jun
19

Tot-Elitäres Denken (3)

Ein Fiktiver Fall,
Studentinnenurteil,
plötzlich geht Wirklichkeit
über und all
mit Schweigen steil:
Süchtige sind seelenbehindert
bezogen auf Drogen,

so ihre Expertise.
Kein Mucks weit und breit.
Euthanasiedevise
lockerleicht, ungelogen
Sozialarbeiterfall.
Seelisch leicht verhindert.

18
Jun
19

Tot-Elitäres Denken (2)

Ein Philosophieprofessor
hält eine Lesung vor,
über ein Treffen aus seinem Leben
von zehn Minuten nur,
konnte er  kaum Auskunft geben.
Er fand nur schwer Literatur.




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.

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