05
Mai
15

Uno memento (7)

Warum müssen wir uns missverstehen?
Meine Hand wünscht sich bloß,
du wirst weit an ihrer Seite gehen,
wir steh’n auf. Du lässt nicht los.

Kannst du’s denn nicht selber hören?
Wie mein Ohr vor Freude springt,
wenn deine Lippen Worte schwören
und es mir nach Liebe klingt?

Warum müssen wir im Kreis uns drehen?
Siehst du, wie’s mich zu dir zieht?
Wie gern sehe ich dich vor mir stehen,
wenn mein Auge zu dir sieht.

Kannst du’s denn nicht selber fühlen?
Wie warm es um uns plötzlich wird,
wenn sanft die Wellen uns umspülen,
wenn mein Herz dich lieben spürt?

Warum müssen wir uns missverstehen?
Mein Kopf, er fragt: Verstehst du mich?
Doch kannst du’s vor dir stehen sehen!
Mein Herz, es sagt: Ich liebe dich!

08
Apr
15

Uno Memento (6)

Der Verlauf von Bangen und Hoffen,
ob man sich liebt oder bekriegt,
liegt auf einem Nerv. Wird er getroffen,
wo er schmerzempfindlich offen liegt,

so wird aus Hoffen ganz leicht Bangen.
Doch: Wenn man auf die Liebe baut,
so wird daraus wieder Verlangen,
geht man tief bis unter die Haut.

02
Apr
15

Kapitalistische Dämlichkeit in Reinunkultur. Oder, in einem Wort: Fracking (2)

Fracking bedeutet doch
nichts anderes, als
die Erde zu zerstören,
um etwas billiger
kriegen zu können,
das sich verknappenderweise
immer weiter verteuert,
obwohl man bereits weiß,
wie man das,
was man daraus
erzeugt
unendlicherweise
umsonst haben kann.
Ohne irgend etwas
zu zerstören.

Und nötig ist es, weil
es heutzutage nunmal
auf der Welt nichts mehr
geschenkt gibt?

Dann würde ich
fast glauben wollen,
die Lösung
ist tatsächlich
eigentlich
einfach.
UMSONST.

02
Apr
15

Kapitalistische Dämlichkeit in Reinunkultur. Oder, in einem Wort: Fracking.

Wer sich selbst für mächtig hält,
um dann für uns zu beschließen,
ohne das sein Fehler ihm auffällt:
“Gifte ins Grundwasser schießen!”,

weil’s wirtschaftlicher sei nämlich,
wenn sie so das Ölgeschäft betreiben.
Dann ist er nicht bös. Einfach nur dämlich!
Wenn sie’s als richtig sich beschreiben

zur Zeit der erneuerbaren Energie,
seh’n sie den Wald nicht vor Blinden.
Und ganz sicher werden solche nie
für uns einen Weg hinaus je finden.

01
Apr
15

Denkfehler

Die Welt ist voller Informationen,
die uns sagen, wie schlecht es steht.
Kein Tag vergeht, an dem sie uns schonen
und keine sagt, wie’s besser geht.

Wer seh’n will, der muss in Augen schauen!
Denn Gutes, es nimmt seinen Lauf,
kann man durch die Leere Brücken bauen –
beim drüber steh’n geh’n Herzen auf!

01
Apr
15

Uno Memento (5)

Mein Leben, es war dieser Schlüssel,
von dem man sich so sicher war:
Er liegt im Regal. Dieser Schüssel.
Bis man dann ist dem Punkte nah,

an dem’s nicht lohnt, noch umzukehren.
Und plötzlich sind die Zweifel da,
die den Weg nach vorn bloß erschweren,
wenn man auf ihm nach hinten sah.

Ich weiß nun: ich kann keinen fragen,
der die Angst für mich besiegt.
Ich weiß nun: mir wird keiner sagen,
wohin er kam. Was vor mir liegt.

Doch wenn die Kräfte mir nicht schwinden,
weil ich von hier die Wärme spür,
dann weiß ich auch: Ich kann ihn finden!
Er steckt vor mir. In unsrer Tür.

30
Mär
15

Du und ich und die Schnüffelinos (von Sanela und mir)

Es kann wohl manchmal Streit auch geben,
doch so lang wir Nachts aneinander kleben,
Knie an Knie und mit der Nase im Ohr,
steht nach dem Erwachen ein schöner Tag bevor.

Auch wenn Rabautz so manches ranponiert
so lange man ständig den Anderen studiert
und nicht aufhört sich zu verstehen,
kann man Antwort im Auge des Anderen sehen.

Am Morgen muss man sich kein Lächeln erquälen,
wir können uns Geschichten über Schnüffelinos erzählen
und am Tag kann es ruhig manchmal Streit auch geben,
kann man Nachts wieder aneinander kleben.

Ein Ort ist gefunden, wo man Kind sein darf
gedankenlos reden kann man auch mal im Schlaf
riechen und schmecken ist so innig und fein
siesht Du, ich zeigs Dir, dass ich nur Dein.




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