31
Jul
15

Auf der A666 (Nachts sind alle Laster grau)

Es jagen sich die Stahlkolonnen
Nachts über den Asphalt,
wie ein Biest von Megatonnen,
roll’n sie voran ohne Halt.

So folgen brav sich viele Lichter
und etwas macht sich breit.
Das Monstrum, es kommt dichter,
genährt von keiner Zeit.

Wer wird ihnen Empfang bereiten?
Ein eignes Zielt? Unwichtig!
Pläne! Chef! Geld! Pünktlichkeiten!
Recht macht man es richtig.

Ob sie wohl noch wo ankommen?
Sie scheinen mir verschluckt.
Von der Schlange mitgenommen
und nicht mehr ausgespuckt.

31
Jul
15

Licht und Schatten

Manchmal, im Tal der Nacht,
erscheint mir wie ein Berg,
der Tag, den ich bedacht
und ich fühle wie ein Zwerg,
bis der Morgen hämmert
und ich vor der Sonne steh,
weil ein Traum mir dämmert,
in dem ich mich von oben seh.

25
Jul
15

Weil ich weiß, das du Blumen magst! (2)

Ich starre einsam in die Nacht,
auf Angst, die mir ein Ende macht,
ich höre mein Herz, das zu ihr heult,
ich spür mein Hirn, wie es frostbeult,
ich höre meine Nase schniefen,
ich hör Worte, wie sie triefen,
ich sehe meine trüben Augen weinen,
ich such Wege, finde keinen,
bis plötzlich ein Moment
mir Wahrheit bringt und nennt,
er sät Flüche, Zorn und harte Nüsse,
Zärtlichkeiten, Zauber, Tränen, Küsse,
ich sehe ein Lächeln, dein Gesicht,
Gefühle wachsen nach dem Licht,
ich fühl, wie deine Augen gießen,
sie lassen aus der Seele etwas sprießen,
etwas legt er in die Luft,
es riecht nach Frühling, Blumenduft,
mein Herz, es reißt ihn zart heraus,
die Finger binden draus den Strauß,
einen Moment, aus wir alleine,
ein Moment, Zweifel keine,
einen Moment, ich zeige dir,
wie deine Blüten blüh’n in mir,
die nicht wie Rosen, Lilien, Nelken
nach Momenten wieder welken,
sie werden immer für dich stehen,
um in Momenten auf zu gehen,
sie brauchen kein Wasser in der Vase,
entwachsen aus Liebe, der Oase,
die sie bunt umschmücken.
Verdammt, ich will sie weiter pflücken!
Ich will weiter dieses Feld begehen!
Sie in Momenten mit dir sehen!
Deshalb, mein Schatz: Für dich! Von mir.
Ich hoffe, sie gefallen dir.

25
Jul
15

Echt und ehrlich

Dieses Leben, es gibt Rätsel auf,
die Lösungen sind der Beweis.
Laut nehmen die Dinge ihren Lauf
und akzeptieren tut man’s leis.

Man führt akribisch Protokoll:
Richtig/Falsch/Krank/Gesund/.
Gerne nimmt man den für voll,
der glauben kann, es liefe rund.

Doch wer gute Gründe bloß benennt,
so viele er auch wissen kann,
nimmt die Dinge hin und verkennt:
Ändern kann er so nichts dran.

Wer Falsches richtig prophezeit,
der hat am Ende höchstens Recht.
Es macht nicht der, der eingeweiht,
den Unterschied von gut zu schlecht.

Wer es könnt? Der lebt gefährlich!
Das ist die Einsicht, die ihm bleibt,
denn er liebt es echt und ehrlich,
wenn’s ihn in den Wahnsinn treibt.

20
Jul
15

VON FLASCHEN UMSTELLT

Ich taumle Nachts durch graue Gassen,
im Rausch, den ich zum Leben brauch,
dumm glotzen sie, die grauen Massen,
doch ist der Trip bald Schall und Rauch,
gibt’s keinen Grund, sich zu beschweren,
hab ich eine Nacht lang durch geratzt,
kann mir mein Kater das Leben erklären,
so ist kein Traum je ganz geplatzt,
weil er mir den Tag erhellt.
Der schwärmt vom Saufen? Ist der Toll?
Nein, ich bin von Flaschen umstellt,
und zwar nicht leer. Doch nie bloß voll.

20
Jul
15

Meine Liebe – hellwach, selbst bei Nacht.

Es ist unser Bild am Nachtschrank,
vor dem die Liebe schlafen geht,
ja, sein Anblick macht mich krank,
wenn es leuchtend vor ihr steht.

Drück ich fester meine Augen zu,
wird nur klarer drauf die Sicht,
es raubt nächtlich Schlaf und Ruh,
denn es scheint auch ohne Licht.

Ich seh dort unsre Augen funkeln
und drehe ich mich davon fort,
tappe ich dann ganz im Dunkeln,
sie hört leis ein letztes Wort

und irrt dann rastlos durch den Raum,
aus Angst, das sie der Tag ertappt,
verdunkelt sie und wahrt den Traum,
bis du das Bild ganz umgeklappt.

17
Jul
15

nicht erstmal. für immer.

Hey mein Schatz, seit wir uns trennen,
manchmal, da ergeht es mir,
als lernte ich mich stets neu kennen.
Und ich weiß: So geht’s auch dir.

Man kann mit andern drüber reden,
es ist, als ob es alles passt,
man bestätigt den Groll, einfach jeden,
bis man gern den andern hasst.

Man kann mit andern drüber sprechen,
es ist, als würde jedes Wort,
die Liebe Stück für Stück zerbrechen,
bis sie scheint dann endlich fort.

Manchmal glaubt man sich zu sehen
und ein Grinsen im Gesicht,
das sagt, es könnt nicht besser gehen.
Wahrhaft ist es jedoch nicht.

Alleine dann kann man nicht schlafen,
getrieben. Komplett ruhelos.
Ein Nebel liegt vor’m sichren Hafen.
Man fragt sich: Woher kommt der bloß?

Es wabern durch uns dunkle Wolken,
Staub und Asche, kalter Rauch,
aus Träumen, die wir gestern molken,
vom Hirn bis runter in den Bauch.

Wir wollten nackt in Seen baden
und uns in ein Körbchen tun,
wir wollten Watte in die Wanne laden,
unter Sonnen, Blättern, Bäumen ruh’n,

wir wollten sieben Hühner züchten,
eine Farm für Fuchs und Maus,
wir wollten dorthin gerne flüchten,
in Island hatten wir ein Haus,

wir wollten um die Welt reisen
und Dinge tun, in der Tat,
die bespricht man nur im Leisen,
unter freiem Himmel bis ins Bad,

wir wollten unsre Mäuse pflegen
und erleben einen neuen Tag,
wir wollten Jim und Kyro hegen,
einfach das tun, was man mag,

wir wollten uns stets innig küssen,
es war zu viel und noch viel mehr,
wir wollten wollen und nicht müssen.
Heut nun sind wir kalt und leer.

Ja, ihr anderen könnt Meinung machen.
Ich weiß etwas, was ihr nicht wisst!
So wunderbar ist dieses Lachen,
das ihr es erst erleben müsst,

so wunderschön sind diese Augen,
ganz egal, wo ihr auch steht,
glaubet mir! Ihr könnt’s nicht glauben!
Bis ihr mal wie ich sie seht,

so wunderbar ist Nachts ihr Leuchten,
man sieht es, wenn man’s selber spürt,
wenn Tränen sie ganz zart befeuchten
und man selbst zu Tränen ist gerührt.

Hey mein Schatz, hör auf zu suchen,
was du suchst, es steht vor dir
hey mein Schatz, hör auf zu fluchen,
was du suchst, findest du hier,

hey mein Schatz, auch aus der Ferne,
komme ich dir gern ganz nah,
hey mein Schatz, ich bleibe gerne
von wo auch immer für dich da,

hey mein Schatz! Lass schlafen gehen!
Ich deck dich zu. Hier ist es warm.
Hey mein Schatz, kannst du nicht sehen?
Du schlummerst grad in meinem Arm.




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
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