28
Dez
16

Nur ein Moment

Tja, ab heute geht nun Schmuck,
Elektronik, Spielzeugware,
Bücher, Digitales und auch Druck
gegen Bessres oder’s Bare

in die Läden hier zurück,
Krempel, Mangel, Gutscheine,
Parfüm, manch Kleidungsstück,
macht Kassierern heute Beine.

Auch nächstes Jahr gibt’s Weihnachtslieder.
Nur keiner wird uns wiedergeben,
wer durch Suizid, gehäuft, mal wieder,
aus Einsamkeit sich hingegeben,

auch der Banküberfalltäter,
dessen Auftritt ist vermehrt um’s Fest,
der kommt nach Haus erst Jahre später,
wenn er Fürgeschenkehaft verlässt.

Also Mensch, nur ein Moment,
halt ein mal beim Zusammenraffen,
bevor ihr in die Läden rennt –
für die, die’s nicht nach Hause schaffen.

26
Dez
16

Phänomen

Blitz und Donner, Wolken, Stürme,
in den Himmel wachsen Türme
auf denen Mensch die Umsicht sucht,
auf denen er sich so verliert,

mit dem weiter und noch höher bauen
zog es auf, gingt ihr ins Grauen,
ins Wetter, dass ihr stets verflucht,
seit ihr krachend aufmarschiert.

Ein Licht stand nur im Regenbogen,
ein Licht, so hell das Hirne logen
zum Herzen hin, doch seht ihr nicht?
Es ist nicht euer, was dort scheint

durch tausendmal gebrochne Treue,
zum 1001., stets auf’s Neue,
ist es alte Liebe, die sich bricht,
in Tränen, die ihr nie geweint!

Ohne Kopf von Fuß zu Fuße,
jeder neuen Flut zum treuen Gruße,
als strahlten Farben Widerstand,
steht sie strahlend wieder da,

um mit ins Klima einzugehen,
bis die Winde euch verwehen,
Straßen brechen, Steine drehen
und über Fetzen eurer Wolkenwand
dämmert, was kein Mensch je sah.

18
Dez
16

Was nicht hasst, wird hassend gemacht

Ja, wir Deutschen, wir sind tolerant,
bis mal einer anders ist,
es ist auch wirklich allerhand,
wenn du einfach willst, wirst, bist.
Wir können beinahe schon akzeptieren.
Oder dulden. Nur nicht Übermut.
Ja, wir Deutschen werden nie Verstand verlieren,
dieser eine liegt uns halt im Blut.

Wir Deutschen setzen auf die Freiheit,
die Vergangheit ist Lehre,
wohin du willst, nur nicht so weit,
denn wir halten sie in Ehre!
Wenn alle einfach selber denken?
Dann wäre wohl was in Gefahr.
Ja, wie deutschen können henken,
kommt einer unsrer Freiheit nah!

Ja, wir Deutschen lieben Frieden,
sicher führten wir auch Krieg,
zu gewinnen haben sie vermieden,
macht für uns fast einen Sieg.
Auch das macht uns zur Siegermacht.
Wir gehören nicht zum Bösen!
Ja, wir Deutschen, wäre doch gelacht,
sind Meister im Probleme lösen!

Wir Deutschen nehmen uns für voll,
die einen bei der Hitlerei,
der andre hat den „Modus Scholl“
in der Wiege mit dabei.
Wir suchen aus und geben Sporen,
egal ob links , ob rechts.
Ja, wir Deutschen werden so geboren
in die Würde des Geschlechts.

Ja, wir deutschen machen richtig Geld,
deshalb sind wir gern sozial,
hierzulande bist du großer Held,
triffst du mit Cents die edle Wahl
für die Junkies, Assis, für die Penner.
Hier für dich, du armes Schwein!
Ja, hier in Deutschland ist’s der Renner
reich zu werden, gut zu sein!

Wir Deutschen sind die größten Denker,
sind wir immer schon gewesen
und wo wir sind, da sind wir Lenker,
ja, wir Deutschen können lesen.
Selber schreiben? Mit Zeitung zur Hand?
Das wäre doch unnötig Qual.
Ja, wir deutschen schmelzen hier im Land
den Verstsand zu Meinungsstahl.

Ja, wir Deutschen sind gemachte Leute,
mancher lässt das „Heil!“ echt weg,
wir alle brauchen fette Beute,
wer was nicht will, der zieht’s in Dreck,
dazu gibt’s Werte, fertig schon.
Die sind hier stets am Mann.
Ja, wir Deutschen bilden die Nation
wo man alles, nur kaum klug sein kann.

 

 

17
Dez
16

sowas von arm

als ich damals nicht
mal mehr wusste
worum ich
warum
betteln sollte
da kam das leben
und warf mir gedichte
in meinen weit
offenen hut
ich blickte auf
und sah

es ist schön

und so legte ich
mein letztes hemd
gewinnbringend an
sehe mich noch
am bürgersteig stehen
dem menschen in
die augen sehend
wie er vor mir sitzt
und egal was er sagt
dollars in den augen
sie bleiben
setz dich dazu
verlangt die kasse
klingend
nach dem bettler in mir
den ich ihnen
in die battlenden hüte
werfen soll
doch
der denkt sich
sowas von arm
kann reichtum
machen

und mal wieder
weiß ich nicht
worum ich
warum
betteln sollte

12
Dez
16

Uno Memento (10)

Ich hatte es doch überwunden,
die Gedanken sagten: War!
Nun stehe ich hier seit Stunden,
aufgewühlt und wenig klar,
muss ich ständig dabei denken:
Ab Kitsch ist’s erst gefährlich!
Wollte dir mein Herz schenken.
Im Ernst jetzt? Ist ja herrlich.

In Höhlen tanzen sich die Tränen
lieber einmal langsam warm,
Ohren, fest verstopft vom Sehnen,
hören nicht, wie’s dazu kam,
Schleier legt sich vor die Augen.
Ich sehe dein perfektes Bild,
die Schöne mir den Atem rauben,
ich sehe uns, wie immer wild,

Herzen, die sich fast erschlugen,
schlagen im Moment synchron.
Gefühle, die sich nicht ertrugen,
treffen den perfekten Ton
im Kuss, so wie nur wir uns küssen,
Leidenschaft, heiß, atemlos,
Hände, die dich streicheln müssen,
eine sanft in deinem Schoss,

können nackten Körper spüren…
Was ist los? Mir ist so warm.
Gefühle, die den Kopf verführen.
Vergessen, wie es dazu kam.
Wie war das mit dem Zuknallen?
Wohin verhallte dieser Groll?
Ich seh die Tür ins Schloss fallen
und hör sie knarr’n in Moll.

11
Dez
16

Spaßschwirrtbisglasklirrt


Jaja, ich weiß, du fühlst dich besser,
doch sag, wie kam denn erst das Messer
zwischen deine Zähne,
wie der Ausdruck und die stolze Mähne?

Wer ist diese Wut in deinem Bauch?
Wer ist am Boden, wer ist Schlauch,
wenn du darauf bestehst,
bin ich der Fehler, den du begehst.

Hab ich die Schnauze voll, bist du satt.
Du spielst Schach, bin ich matt.
Bist du Experte, werd ich Fachgebiet.
Du bist das Recht, das mir geschieht,

drehst du Runden, bin ich bloß hartes Los,
geh rüber, ziehe ein, fühl dich groß,
ja, du bist Chef, ich rechte Hand,
du bist der Kopf, ich der Verstand!

Ich lüge mir selbst was vor.
Du funktionierst als Detektor,
der glaubt, er schwimmt dagegen –
ohne Strom? Von wegen!

Wer du auch bist, eins bleibste, biste…
Eine Nummer Eins auf meiner Liste!
Keine Angst! Denn wir sind quit,
wenn ich gehe, nehm ich mit,

was ich alleine in dir sehe.
Red oder… Verstehe!

 

11
Dez
16

SMS an 555-Phrase (1 – beinahe selbstlos!)

Manchmal wenn sich Wege trennen,
ja, bezahlt man für Vertrauen teuer.
Doch: Warum legt ihr Hände erst ins Feuer
und klagt dann an, weil sie verbrennen?




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