15
Aug
19

Zimmernummer NullNullEins

 

Ich bin der Wahnsinnsdichter,
Zimmernummer NullNullEins,
im Rauschen greller Lichter
konkrete Ziele: Keins.
Ich zeichne die Gesichter,
zeichne grad auch deins,
ich bin der Wahnsinnsdichter
mt drei im Sinn. Minus eins.

Leute, hört ihr’s läuten?
Das Ende, es ist nah!
Du kannst nicht darauf deuten?
Heißt nicht, es ist nicht da.
Hör endlich auf zu suchen
dann findest du den Sinn!
Du willst ein Stück vom Kuchen?
Schmeiß einfach alles hin!

Du musst lernen loszulassen
was dich los nicht lässt,
lerne einfach zu verpassen
was stolz macht vor dem Rest,
lass es einfach links liegen
was heute noch erhebt,
lass dich einfach selbst fliegen
über dem, was dir so vorgeschwebt,

gib’s dran! Hast du’s verloren
dann erhälst du Zugewinn,
dann wirst du neu geboren.
Einmal sterben. Neubeginn!
Komm, lass uns einfach leben!
Komm alleine! Aus der Schar!
Komm, lass uns Tassen heben,
komm an meine Wunder-Bar!

Du spielst dich auf zum Richter?
Sieh, wie bald dein Urteil fällt.
Ich bin der Wahnsinnsdichter
der am Ende leider Recht behält.
Siehst du, wie ich Spuren lege?
Komm, ich nehm dich mit
zum Ende aller Auswege,
zum Eingang mit der Aufschrift „QUIT“!

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15
Aug
19

Der Bastard namens Leben

So ist der Bastard namens Leben,
hat er Angst, er wird zersiebt
kommt der Bastard eben
nimmt sich jene, die man liebt
und lässt in Wellen,
konzentriert,
ihre Ängste vorwärts schnellen.
Ich gebe niemals auf, kapiert?
Ich weiß, du kannst nicht hören.
Ich weiß, du kannst nicht sehen.
Er ist gekommen, zu zerstören.
Ich weiß, das kannst du nicht verstehen,
deshalb werd ich solang um dich weinen,
so lange einfach weiter scheinen,
Worte Richtung Himmel schicken,
so lange Zeiger drehen, Uhren ticken,
so lange bis ich folgen kann
und wenn ich drüber stehe, dann

werden Worte Wirkung voll entfalten,
werden Worte Liebe neu gestalten,
dann werd ich dir die Hand reichen,
dann werde ich die Lieder singen,
dieser ein Ständchen bringen
und der Bastard wird sich schleichen
mit seiner Kunst herabzublicken,
mit der wir ihn dann fort schicken
wenn unsre Hände, mein Versprechen
im Handumdrehen sein Genick brechen.
Kannst du dich noch entsinnen?
Holst du mich ab, werd ich uns bringen!
Die Wort kamen tief von innen
und ich werde solang mich dran halten,
ich lasse die Gefühle walten,
bis klar wird, was uns fort genommen,
wahr wird, was wir uns einmal vorgenommen,
bis Heim kehrt, was uns fort gekommen.
Weißes Glühen, schwarzes Stechen,
in meiner Brust dort schlägt dein Schmerz
und ich wiederhole mein Versprechen:
Ich werde diesen Bann brechen.
Ich liebe dich so sehr, mein Herz.

13
Aug
19

du fährst allein draisine

Du fährst allein Draisine,
fleißig kleine Biene!
Leider geht es nicht voran,
weil man allein nicht fahren kann,

Du fährst allein Draisine,
dort hinten endet diese Schiene,
das Ende kommt in Ruh
Stück für Stück auf dich zu.

Du fährst allein Draisine,
fleißig kleine Biene!
Deine Flügel sind gebrochen?
Hast du den Honigduft gerochen?

Du fährst allein Draisine,
dort hinten endet diese Schiene,
siehst du mich? Huhu?
Die Augen schauen dir bloß zu,

ich werde eine Weiche stellen!
Niemals nicht ein Urteil fällen!
Ganz egal was ich auch tu,
die Augen schauen dir bloß zu,

sie müssen endlich schließen,
ich seh MiMo um Kurve schießen,
renne mit im Dauerlauf,
springe ab und springe auf.

Guck was ich dir bring!
Ich habe für dich einen Ring
und einen auch für mich,
ich wollte dich

einladen ihn anzustecken!
Ein bisschen Wunden lecken,
Micio soll der Pastor sein,
ein kleines bisschen Kerzenschein

und ein großes „JA!“,
und ich bleibe immer da
ganz egal, was ich tu.
Die Augen gehen endlich zu.

13
Aug
19

schöne bescherung

sie spielen in den sandlästen
mit pudelmützen, heißem tee,
es duftet von grillfesten,
es schmeckt nach eiscaffee,

in gärten stehen schnemänner,
von dächern rieselt’s weiß,
im park posieren braune männer,
auf den wipfeln thront das eis

während manche laub rächen,
schieben andre ihren schnee,
steh’n badehosen auf eisflächen
und winken wem im see.

13
Aug
19

Hinter deinen Augen

Hinter deinen Augen
glänzt keine Liebe mehr,
Unglauben, Unglauben
fällt das Sehnen schwer.

Hinter deinen Lippen
hat sich was verknotet,
Quasselstrippen, Quasselstrippen
singen unbenotet.

Hinter deinen Küssen
friert es zu das Meer,
Tränenflüssen, Tränenflüssen
fällt das Fließen schwer.

13
Aug
19

mood camp

Ihr wollt eure Kinder regeln,
erziehen nach Vernunft,
ihr wollt die Seelen pegeln,
erziehen für die Zunft.
Wir malen einen Baum,
verstecken einen Traum,
wir locken ihn in Wälder
mit seinem Lieblingslied,
mit dem Wind über Felder
bis es ihn ins Dunkel zieht..

Es soll ihn faszinieren
bis er sich verliert,
im Labyrinth soll er kapieren
was ihn wirklich ziert,
dass er auf sich baut,
dass man ihm vertraut,
hat er einen Fisch gefangen
zieht er ihn an Land,
mit der Linken eine langen,
genommen aus der Hand,

sich zu finden soll er suchen,
bis Instinkt leis erwacht,
sich verlierend soll er fluchen,
sehen was es mit ihm macht,
er muss einsam sein,
zweisam stimmet ein,
er soll die Lieder spüren
bis er Wege malt,
er soll sich selber führen,
wenn er seinen Preis bezahlt,

er soll lange weinen
bis er wieder lacht,
verloren soll er meinen
dass es etwas aus ihm macht,
lässt du ihn ganz allein,
fühlt er, du wirst bei ihm sein,
lass weitre Funken fliegen,
nimm ihm weg den Stift,
beleidigt bleibt er liegen,
bis er die Entscheidung trifft

sich den Stift zu malen,
er findet seinen Weg
durch Schmerzen und durch Qualen,
über Fluß und Steg
tief fallend hoch hinaus
hin, her, rein, raus
soll er bis zum Ende gehen
bis ihn das Labyrinth entlässt,
wird er seinen Ausweg sehen,
wird das Leben ihm zum Fest.

Ich ging auf diesen Waldwegen
außen kalt und innen leer,
ich wollt mich schlafen legen,
konnte keinen Meter mehr,
woanders ist es wohl ein Spiel,
hier visier’n sie an ein Ziel,
kannst du diesen Köter sehen?
Wer geht mit dem denn Gassi?
Wer will mit mir Gassi gehen?
Kein Schwein, ich bin ein Assi,

aus heulen wurde weinen,
scheißegal wog schwer,
aus brennen wurde scheinen,
ich fand es oft nicht fair
doch ich gab niemals auf,
voll down, voll drauf
macht ich Meter mit der Nase
schien’s ganz leicht zu sein,
schlau wie Fuchs, flink wie Hase
bitte, bitte eine Line!

Familie beim Bratwurstbraten.
Ich fühlte wie ein Dieb
bin alleine mit dem Garten,
keiner hat mich lieb,
keiner hält mich fest,
nichts gibt mir den Rest!
Was geht so in zwei Wochen?
Na locker hundert Gramm!
Keine Zeit zum selber kochen,
für Nasenhaare brauch ich keinen Kamm,

hundertsechsundneunzig Dokumente offen
als der Rechner runter fährt,
kann ich merken, will ich hoffen,
der Speicher wird entleert,
da kommt ein süßes Ding!
Ich steck ihr an den Augenring –
komm, wir müssen gehen!
Ich macht es mir bequem,
konnte selber es nicht sehen,
dass ich eine Auszeit nehm.

Plötzlich stehe ich vor’m Spiegel,
ich erstehe auf,
er gibt mir Brief und Siegel,
der Typ. der hat es drauf,
es blieb zurück mein Schatz
neben ihr ein freier Platz,
ich geh mit der Machete,
einem Halstuch um’s Gesicht,
schlag mich durch, wo keiner mähte,
halte durch, wo andrer bricht,

wo Skelette Menschen kochen,
baller ich mit meiner Flinte,
durch die Kante fliegen Knochen,
Feuer! Feuer! Herzbluttinte!,
herbei! Herbei! Ich bau mich auf,
Richtungendedauerlauf,
für die Wichte gibt es Schellen
links, rechts, zack, Licht,
durch die Köpfe schwappen Wellen
vom Vorderhinterkopf ans Rückgesicht,

mit der Technik alter Meister
und meinem neuen Stift,
richtig! Richtig! Scarfield heißt er
gestalt ich jeden, den es trifft,
pssst leis!
Glutheiß
schwirr’n am Himmel Lichter,
Gitarren geh’n an Land,
erzählende Gesichter
geh’n mit Mikrofonen Hand in Hand

zur Stadt, sie wird bald brennen!
Dort treffen Wege sich
die ständig sich sonst trennen;
explodieren? Sicherlich!
Dem Ende angesichts,
alles! Alles! Oder Nichts.
Bald enden hier die Dinge.
Tränen will ich, dass es gießt!
Wenn von meiner Klinge
blaues Blut zu Boden fließt.

12
Aug
19

Gib Frieden, Pfeife!

So mein lieber Dichter,
ich habe es jetzt satt –
du spielst dich auf zum Richter,
machst Andere gern platt?

Du bist von jenen, diesen
die sich gerne labern hören?
Den ekelhaften Fiesen
die sabbernd gerne mich zerstören?

Jenes steck ich locker weg,
doch nehme ich dir Stil und Messer
leidet eine Sache dir zum Zweck.
Erstres mach ich dreimal besser,

aus Stahl mach ich ne Schleife
dir zweitens zum Geschenk,
bind sie dir drittens um und greife
dein Handgelenk und sag: bedenk:

Als du sie mir genommen
bin ich in die Knie gegangen,
alles um mich ist verschwommen,
etwas hat mich aufgefangen,

etwas hört ich klirren,
Fäuste die sich ballen,
ich spürte etwas schwirren
ein Teil aus mir zu allen.

Kurz vor dem Landen
da sah ich etwas fliegen.
Ich bin aufgestanden,
ein Teil der Last blieb liegen.

So? Du willst mein Leben?
HIER HASTE’S! KANNST BEHALTEN!
Ich werde alles geben,
dieses neu gestalten,

böse bin ich? Darfste glauben.
Erlaub ich dir, meinetwegen.
Willst du Ideale, Ziele, Glauben rauben,
Wicht? Würd ich zweimal überlegen.

 

 




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.

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