Archiv für Januar 2013

28
Jan
13

In Höhen und Tiefen

Ich bitte dich
pass´ auf dich auf
bitte doch verstehe mich
seither nimmt´s seinen Lauf
als du vor einem Jahr
noch so weit unten
von ihnen war nicht einer da
als du vor Schmerzen dich gewunden
schwebst heute noch aus diesem Loch
bis direkt hoch auf die Welle
hoch oben ohne Flügel noch
stehst du schon in Flammen, helle
bist wie die Klinge so scharf
wie Keramik so hart
besondren Schutzes bedarf
diese Blume, so zart
seht im Frühling sie erblühen
und im Sommer sie brennen
bis in den Herbste sie glühen
im Winter sie die Flamme zu nennen
gießt ihr Öl noch ins Feuer
entfacht die lodernd Euphorie
billig wie ihr wird guter Rat teuer
nur leisten könnt ihr ihn euch nie
machtet auch die Rechnung auf
mit tauben Ohren, als sie schrie
nehmt teuer diesen Preis in Kauf
das wie gläsern Diamanten springen
so betäubend kreischen Jubelchore
wenn Engel ihre Lieder singen
du, mein Schatz, spitz´ dein Ohre
will sicher dich nach Hause bringen
wenn die Schreie dann im Wind verhallen
will ich für dich mein Liedchen singen
lass´ auf dieser Wolke sanft dich fallen.

Advertisements
18
Jan
13

Glaubensbekenntnis

Hörst du wie
die Lieder verstummen
erkennst du wie
die Menschen verdummen
fühlst du dich
völlig benommen
spürst du ihn
selber doch kommen

Bald werden sie
wegholen kommen
was sie bereits
vom Anfang genommen
bald werden sie
uns alles nehmen
doch wir werden uns
nur kurz dann schämen
bevor sie sich
zum Herzen neigen
mit einem Finger dort
die Wahrheit aufzeigen
bald werden sie
dich endgültig rauben
sie lassen dir dann
nicht mal deinen Glauben

Siehst du sie? Schon am Ende
deine Hülle. Bloß. Und Leer
hörst du ihn? Lauthals schon lachen
wünscht du dir von dem noch mehr
was sie dir gaben gegen´s Leben
du wünscht es dir zurück so sehr.

18
Jan
13

Zu schön, um Unwahr zu sein

Als ich die Augen schloß, so kommen sah
wie fremde Menschen aller Orte
sich in meinem Traume kommen nah
sagte ich wohl mehr als Worte
denn sie begannen an sich selbst zu glauben
von ganzem Herzen mir zu Danken
als würden wir uns hoch so schrauben
und mit dem Traum gen Himmel ranken
eine Mail, sie kam sogar
von diesem Jungen namens Victor
aus dem Herz von Afrika
bat er mich um´s taube Ohr
während mancher hier mich noch verfluchte
musste ich in seine Augen sehen
wollte nur noch sein, wonach er suchte
blanker Hass, er ließ mich flehen
„bitte, du musst es mir erzählen!“
mit eignen Augen konnte ich sehen
wie sehr sie ihn mit Worten quälen
„lass´ mich ein Stück an deiner Seite gehen!“
„Bin als Bastard auf die Welt gekommen
weil mich mein Vater wie er wollte machte
hat meine Mama sich ihr Leben genommen
ich weinte um sie. Mein Vater, er lachte“
„kannst du mich fühlen, du bist nicht allein!“
meine kalte Seele spürte den Schein
als er glaubte, ich könne ein Engel nur sein
denn aus dem nirgendwo, bis zu ihm, nein
einen Dank müsst´ er zum Himmel beten
weil für ihn endlich auch die Sonne scheint
um Vergebung bitten, für die die ihn treten
minutenlang hab´ ich vor Freude geweint

Doch als ich so vor mich dahin noch schwebte
eröffnet ihr mir, kaum zu glauben
einen Blick auf die Welt, in der ich lebte
öffnet mir wieder mal die Augen
ich erinnere mich, wie leid ich mir tu´
wenn Nachts mich mein Gewissen plagt
ich mich so lange sehn´ um meine Ruh´
bis mein Herz mir deinen Namen sagt
mein Gehirn mir wieder sagt wie´s kommt
mich selber warnt es zu erwarten
ich höre weg. Und wieder, prompt
hast du mich schon verraten
weil du glaubst, du würdest wissen
wer ich wirklich bin? Nie und nimmer
denn leider bist du für mich viel zu gerissen
glaubst ich bin schlimm? Ich bin viel schlimmer
gezwungen mir mit anzuhören
wie die Geier selbst in Chören singen
auf die eigne Tugend lauthals schwören
wenn sie dabei sind und ihr Unheil bringen
verloren kämpfen sie bloß um zu siegen
entlang des Weges, Stück für Stücke
anstatt einfach bis zum Ziele fliegen
Schritt um Schritt nur mehr zur Krücke
während am Grunde meines kalten Herzen
gebrochen, schmerzvoll, unnahbar
in meinen Ketten eure Schmerzen
tanzen von hier bis selbst nach Afrika

Ja, ich weiß, du glaubst es nicht
erzürne dich und sprich es aus
schreibe wieder ein Gedicht
fühl dich frei, lass es ruhig raus
oder schweig´ einmal und folge mir
ich zeige dir, was wunderbar ist
der allein gelassne Mensch in dir
den außer mir hier keiner vermisst

Ansonsten nehm´ ich´s gern in Kauf
glaube mir, du tust mir Leid
nehm´s gerne alleine auch mit allen auf
glaube mir, es ist kein Neid
werd´ mich gerne auf den Boden legen
halt mich einfach dort am Traume fest
werd´ von dort aus weiter mehr bewegen
in ihm baue ich mir mein wärmendes Nest
wo ich lache, wenn sie sich freuen
wenn ich „ich vermisse dich“ zu sagen wage
ohne das Gefühl je zu bereuen
sie nicht vertsehen, wenn ich´s doch sage
in Träumen nicht mal könntet ihr gehen
der Wege entlang, von denen ich klage
ach, könntet ihr es selbst doch sehen

Als Menschen die es niemals spürten
welch´ Märchen ich hier gerad´ bedichte
welch´ Gefühle mich zu Victor führten
die ein Märchen machten aus einer Geschichte
bitte glaube nicht, ich widme dir hier
diese Worte, sie sind frei von Frust
sie gehören nur ihm, sie gehören nur mir
dafür habe ich eifnach zu viel Lust
ich genieße dieses harte Leben
mit diesem Traum, so wunderbar
noch einem Menschen mehr zu geben
die Augen zu schließen. Und schon bin ich da.

13
Jan
13

Vertreibgut

Nur tote Fische
schwimmen mit dem Strom
glaubte das Rindvieh
noch zu wissen
als es zufrieden schmatzend
in der steigenden Flut
selektierend
die Hinfortgerissenen zählte
um die eigene Wahrheit
so lange zu erbrechen
und wiederzukäuen
auf das sie wenigstens
einen Moment ihm
nach Überzeugung schmecke

Weiß der Geier
ob der Ochs
es noch merkte
in welche Richtung
er trieb
bevor sein Leben
sich in den Fluten verlor
mit dem Feuer spielend
wie ein Fähnchen
im Wind
lebend
überließ er es
der Strömung
nur deren Stärke
entschied
ob er standhalten würde

Flußabwärts
in der entlegensten Bucht
liegen sie aufgereiht
als wäre dies der Ort
für den sie bestimmt
als wäre dies der Ort
an dem verschiedenste Arten
noch als Herde weilten
nach einem kurzen Leben
gemeinsam versammelt
so jung noch
als wäre dies
der verlassene Ort
an dem sie unvergessen
ewig verwesen

Flußaufwärts derweil
suhlen sich die Schweine
wohlig
in ihrem verächtlichen Gegrunze
die Nasen rümpfend
wenn sie in Erinnerungen
Schwäche wittern
weil sie in Erinnerungen
kurz noch einmal
in der Luft liegen

Wie eine unangenehme Randnotiz
die nicht hätte sein müssen
wenn tote Tiere doch endlich
einfach nur
das Schwimmen lernten

09
Jan
13

Raubtierfang

So grausam war das alte Jahr
in dem ich doch so viel verloren
so groß wie diese Liebe war
der ich von Beginn an bereits abgeschworen
werd´ ich wohl nie mehr eine wiederfinden
doch stellte er sich mir nie dar
der Zweifel an den guten Gründen
selbst als ich sie dann jubeln sah

Weil sie floß, die bittre Träne
und man so auf mich eingetreten
Aug´ in Aug´ mit der Hyäne
die Meister für den Winter sähten
sie fletschten vor mir ihre Zähne
als um null Uhr ich voll Hoffnung war
war sie nicht fünf Minuten gut genug
Vater, ich freute mich so, als ich dich sah
bevor wie immer er dann zuschlug

Und wie immer hab´ ich schnell gestanden
so stark wie ich noch nie geblutet
egal, wie all die Wetten standen
ich hab mir mehr noch zugemutet
einmal doch nur umgekehrt
braucht ich eines ihrer Herzen
„glaube mir, sie sind´s nicht wert“
spricht der Meister durch die Schmerzen

So lässt er über mir die Geier fliegen
spüre unter mir die Erde beben
muss aufrecht auf dem Rücken liegen
will ich die Bluthunde nicht miterleben
bis ich dann wieder wankend stehe
sehe Blicke, blaues Blut
wenn ich trotzdem einfach weitergehe
fließt die Träne, geht´s mir gut

Doch plötzlich will ich wiedergeben
was sie versuchen mir zu nehmen
ich spüre in mir wahres Leben
wenn meine kalten Worte sie erst lähmen
will ich sie schon am Nacken packen
seh´ ich´s Weltbild schon in Fetzen fliegen
will ich sie so gerne einfach zerhacken
doch noch lasse ich ihn hier nicht siegen

Ich suche nach dem alten Bär
der oft schon diente  mir zum Schutze
bin heimlich einfach hinterher
so war als Singvogel auch ich zur Nutze
doch weit weg muss ich erkennen
wie seine starken Tatzen winken
würde gerne einfach zu ihm rennen
doch er sieht mich in mir bloß versinken

Traurig sieht er mich dort liegen
bis die gebrochnen Flügel wieder nützen
träumt ein Falke seinen Traum vom Fliegen
doch wird nicht irgendwer solang mich schützen
kommt der Falkner mich dann wohl bald holen
nimmt mein Herz, mit undändigem Willen
lässt er mich los, so wie befohlen
will ich nur noch meinen Blutdurst stillen

„Wie ich sagte. Keine Wahl“
grinst er schon, wie angenommen
die Wahrheit machte er mir zur Qual
„bitte lass es´ nie zur Wende kommen“
ein Falke krächzt
„so darf´s nicht enden“
hoffe auf den Bär, der noch ächzt
bitte rette mich doch. Aus seinen Händen.




Blog Stats

  • 64,415 hits

Gedanken-Feed

Ein Klick bis zum Feed-Abo

 Mit einem Feed-Reader abonnieren

Meine Gedichte HIER abonnieren

FollowMe


TwitterCounter for @Macaveli85

Januar 2013
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Archive

HTML-Tags

Creative Commons

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.