Posts Tagged ‘Herzen

15
Jul
13

Vom Lied der Stille

In dunkler Nacht schimmert der Morgen grau
hört! Hört! Nehmt es mir bitte nicht krumm
hört! Hört! Ich bleibe hier, ich bleibe stumm
ein letztes Wort noch das ich mir verstau‘

Bis eine warme Brise flüstert lau
an alle! An alle! Hindurch Krach und Bumm!
an alle! An alle! Hört ihr mich, wie ich summ‘?
Fließt meine Träne hin zum Morgentau

Wenn sie hin zu dir mich noch trägt
ohne nach dem Weg zu fragen
mein Herz in höchste Höhen schlägt

Hindurch der Zweifel, die uns plagen
wenn sie im Herzen dieses Lied dir prägt
wirst du eines Tages Dank mir sagen

22
Mai
12

Meine Heimat

Schlendernd laufe ich durch’s Land
ich liebe sie, die grüne Wand
rote Sonne scheint am Horizont
weiße Berge, Lichterfront
durch die Hügel fließt der Fluss
Natur wirkt auf mich in einem Guss
warmer Wind weht durch mein Haar
dieser Flecken Erde, wunderbar
wenn beim Laufen Kiesel knirschen
ein Stück weiter Jäger pirschen
in den Lungen frische Luft
in der Nase Blumenduft –
ich könnt´ ewig ziellos weiterlaufen
fernab von Käufern und vom kaufen.

Doch ins Dunkel fällt ein Paradies
es hüllt sich nachts in ein Verlies
wo junge Menschen ihre Leben
bevor sie´s jemals lebten geben
Crystal, Koks, Amphetamin
man sieht Bauernkinder Bahnen zieh´n
an diesem Ort, wo ich geboren
hab ich jeden Freund verloren
so lauf ich einsam durch die Nacht
wie die letzte auch wird durchgemacht
doch wo harte Jungs täglich weinen
wird die Sonne wieder´s Grün bescheinen
und mit ihren ersten warmen Strahlen
wieder Hoffnung in die Landschaft malen
so erkenn ich Morgens, selbst allein´
am Ende will ich hier begraben sein
wo ich so oft ich selbst nicht mehr bin
wieder und wieder zieht’s mich hierhin!

Ich trink auf dich, mein Tal der Schmerzen!
Und: Sorry, dass ich es selten erwähne.
Heimat, ich trag´ dich tief im Herzen
und ich liebe dich für jede Träne!

30
Mrz
12

Du bist der Anlass

So viele fallen viel zu jung zur Stund´
ohne Halt, zerschmettern am Grund
so viele Kinder geknechtet mit Hieben
Eltern zerbrechen, werden zu Dieben
so viele Kinder gezeichnet von Narben
Kindheit in Armut, der anderen Gaben
geboren in eine Welt voll nur von Neid
Angst vor´m Verlust, kommendem Leid
so stehen sie mit dem Rücken zur Wand
reiche ihnen erst mit Vorsicht die Hand
denn wie Rehe sind sie oft zu scheu
gehe ein Stück, ich reiche sie neu
entlang der Strasse ein Stück zu gehen
was sie brauchen, sollen selber sie sehen
es geht nur darum, sie zu verstehen
lasse sie reden, weinen, fragen, flehen
gebe bloß Antwort auf ihre Fragen
ohne sie mit der Weisheit zu plagen
meist dann in früher Morgenstund
verlassen Sorgen ihren Herzengrund
aus der jungen Seele, ihrer Tiefe
was bis ans Ende sonst innen schliefe
verlässt durch´s Auge mit den Tränen
die sie bei mir sicher wähnen
will ein letztes Grinsen noch geben
für die Momente, das wahre Leben
über Bibel, Leben, lieben und hassen
habe ich ihnen Entscheidung belassen
alleine fange ich oft zu träumen so an
sie seh´n in den Himmel, glauben dran
in der Nacht liege ich sooft und weine
im Bad, auf dem Boden, ganz alleine
wie sie gestern noch zu Grunde gehen
versuche sooft vergeblich aufzustehen
alleine mit Krämpfen, den Schmerzen
doch trage ihn, den Löwen im Herzen
bis auf Herzengrund ist er zu hören
wenn wir den Lebensgeist beschwören
danke Gott für diese Leidenschaft
Lebensmut und Willenskraft
gegen des Teufel´s verführerisch Tanz
was keiner schafft, ein Junge, er kann´s
leer wäre mein Leben, wenn er nicht bliebe
nur dieser einend Moment in inniger Liebe

12
Jan
12

Verblendet

Einsam weinen scheue Herzen
in den Momenten größter Schmerzen
von weit unten hört man´s klagen
verzweifelt geistern bohrend Fragen

„Warum nur konnte ich´s nicht sehen?“
was so viele zu vergessen flehen
die Einsicht, die oft Willen bricht
zu spät gern zeigt sich´s wahre Gesicht

So führt der Verzweiflung letzter Mute
und bewirkt, wie meistens, nicht das Gute
so nimmt man´s einfach dann in Kauf
setzt sich selber eine Maske auf

Für einen Moment nur allzu sicher
vor Hohn und Spott und bösem Gekicher
befreit euch von Lasten, die auf euch lagen
am Besten so lange, bis wir alle eine tragen

Nur leider wird uns, ihr müsstet´s selber erraten
dann wahren Gesichtes dickstes Ende erwarten
aus den Köpfen wandern langsam all eure Träume
bleiben in Gesichtern bloß die weißesten Schäume

21
Apr
11

The Beast (4)

Ihre Ohren sind taub
aus Angst
dein Lachen
ertönt einmal nur laut
verfolgt sie
ein Leben lang

Ihre Augen sind geschlossen
aus Angst
dein eisiger Blick
einmal tief in die Augen
lässt die Seele gefrieren
ein Leben lang

Ihre Herzen sind voller Furcht
aus Angst
du könntest immer
könntest in jedem
könntest überall
könntest unaufhaltsam wüten

Vielleicht bin ich nicht
der Stärkste
nicht der Klügste
nicht der Beste
doch spüre ich
kämpfen zu müssen
denn ich fühle
wie du mich fürchtest
sehe die Angst
tief verborgen
hinter den toten Augen

12
Jun
10

Der Weg ins Licht?

So, damit wäre es mal wieder soweit, dass ich euch einen Gastautor präsentieren will. Benjamin Spies hat mich ganz direkt einfach „angetwittert“ und gefragt, ob ich sein Gedicht veröffentlichen könne. Und nur, falls ihr euch das auch gerade fragt, oder schonmal gefragt habt, die Antwort lautet: Natürlich kann ich.
Ich werde hier natürlich weder menschenverachtendes oder Schund veröffentlichen, aber wenn ihr glaubt, dass ihr mit eurem Gedicht hier eine Chance verdient habt.
Dann versucht es. Ihr werdet sie, wenn ich sie irgendwie geben kann, auch bekommen.
Denn auch ich habe sie bekommen, bekomme sie und werde auch darauf angewiesen sein, sie in Zukunft weiter zu bekommen.

Der Weg ins Licht?

Zerfetzt vom Schrot, das Blut fließt in Strömendas Herz, es pulsiert. In flehenden Tönen
das Atmen fällt schwer, die Glieder verstummen
die Stimmen der Engel, die im Wind bereits summen.
Der Gedanke des Menschen, der wie Zeitlupe wirkt
Die Seele nach oben. Sie wissen, wer stirbt…

Die Engel steigen herab, bereit ihn zu führen
wohin kann er bereits sehen? Durch´s Licht
weit geöffnet, die imaginären Türen
das Leben. Die Hoffung. Der Glaube erlischt.

by Benjamin Spies




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