Posts Tagged ‘Spiegel

29
Mrz
11

Gut verschlossen

Nächtelang
muss ich ihn sehen
wie er sich windet
zusammenbricht
aufsteht
um sich schlägt
als wolle er sich
zur Not in Fetzen
aus dem Käfig sprengen
in dem er hoffnungslos
auf ewig ungehört
scheinbar verloren

Warum will ich nicht
frage ich ihn
ich hasse dich
brülle ich zu ihm
ich liebe dich
bete ich zu ihm
auf den Knien
will ich nur
gequält sein wie du
der arme Teufel
im Spiegel vor mir
warum nur verdammt
ein letzter Schrei in die Welt
und wieder verliere ich mich
in diesen Augen

So verzweifelt
so traurig
so lebendig
scheinen sie wie letzte Hoffnung
wartend auf den einen Moment
an dem sie selbst alles ändern
wenn sie nur daran glauben
ihn je zu entdecken
wird man ihre Tränen verstehen
als funkelnde Hoffnung
wenn sie nur daran glauben
nicht bloß gemacht zu sein
wird man begreifen
den leblosen Rest
der gegen jede Vernunft
nur noch kreist
um ihre Blicke

Wieder und wieder will ich
nach ihnen greifen
wieder und wieder greife ich nach Händen
hoffe immer wieder so sehr
bis zu dem kalten Glas
das auf ewig uns trennen soll
sehe hindurch
wie sie Rinnen
die Tränen des Verlorenen
mit der Angst
nie zu bekommen
was er so sehr braucht
und wieder bin ich
diesen einen Moment
den ich begreife
überglücklich
gescheitert zu sein
doch hoffen zu können
den Glauben nicht zu verlieren
an den schönsten Traum
der zusammen mit eisernem Willen
fest verschließen kann
im scheinbar unendlich Tiefen
und einsamsten Verlies

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18
Jun
10

An jedem, verdammten Morgen

Es ist wieder wie jeden Morgen
die Sonne geht auf, sie wärmt.
Das Leben erwacht, es lärmt.
Ein Teil von mir bleibt verborgen.

Es ist wieder wie jeden Morgen
kaum spür ich die ersten Strahlen.
Ich dreh mich zurück. Zu den Qualen
die Nacht hält mich. Tief verborgen.

Es ist wieder wie jeden Morgen
das Leben spielt, es lächelt, lacht.
Ich sehn´ mich lächelnd. Nur zur Nacht
um nach mir zu suchen. Was sie hält verborgen.

Wie jeden Morgen, am Ende einer jeden Nacht
wo die Vögel zwitschern, da hör´ ich sie nur krähen
kann Sonne nicht spüren, kann sie in mir noch sehen
halt in mir das Leben gefangen. Was hat das Dunkel gemacht?

Wie jeden Morgen, am Ende einer jeden Nacht
seh´ ich nur zu. Erholt vom Frieden, wie Menschen sich lieben
frage mich weinend. Wo ist nur mein eig´ner Frieden geblieben?
Sehe im Spiegel. Das Lachen der Nacht. Die Spuren ihrer Macht.

Jeden Morgen. Schickt mir die verdammte Nacht ihre Raben
die von den Dächern, als meine letzte Hoffnung noch krächzen
vom Frieden, so verführerisch. Lassen nach Ruhe mich lechzen
zur Nacht mich hetzen, um den Frieden zu suchen. Den sie selbst hat begraben.

14
Mai
10

Tief und Dunkel

Diese Augen
schwarze Ränder, blutunterlaufen.
Verfolgend. Böse.
Pass auf!
Diese Zunge spitz, systematisch hetzend.
Verfolgend. Zermürbend. Ätzend.
Pass auf!
Meine Nase läuft
sehe spitzes Gebiss das Blut selbst säuft;
eine Träne – staubtrockene Kehle.
So berechnend brechend. Unbeherrscht herrschend;
der Mann im Spiegel. Blick mich um in der Seele.




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