Posts Tagged ‘Geld

18
Sep
13

Haltlos

Hätte ich Geld
müsste ich kaufen
ein paar Schuhe
um loszulaufen

Hätte ich Zeit
um sie zu nehmen
wartete ich
wohin wir kämen

Doch habe ich
weder Zeit noch Geld?
Auf geht’s! Ohne
etwas das mich hält!

21
Jun
13

Santa Muerte

Wie stolz sind sie hinfortgeritten
erste Krieger die für Glauben stritten
vor Gott wurden sie zur neuen Herde
sein Kreuz prangerte an Hemd und Pferde
so machte man sich auf die Suche
nach diesem Segen, der die Welt verfluche!
So wart der heil´ge Krieg geboren
die Männer wurden eingeschworen
wenn am Schlachtfelde sie ihm von Nutze
sei Gott mit ihnen, ihnen zum Schutze
und hatte der Teufel einen Sohn gestohlen
der Vater würde Heim ihn holen
was als Gemetzel begann, dort in Nahost
wo die Leiber längst Erde. Die Rüstungen Rost

Dieser Hass, er wär´ wohl längst vergessen
wollte ein Gott nicht Rache üben, wie besessen
gibt selbst im Sprengstoffgurt noch Selbstvertrauen
lockt ins Paradies zu mehr als zwanzig Frauen
wie leicht lässt es sich hier doch schießen
wenn nach dem Tode Milch und Honig fließen
wie ähnlich hat sie doch der Gott gemacht
der im anderen Buch als Teufel bloß lacht
wollen sie Hass und Tod und Blut hinbringen
selbst denen, die nie in die falsche Kirche gingen
deren Himmelstore geschmiedet aus Gold
weil der arme Teufel immer mehr noch gewollt
wo die Kurse, die nach unten zeigen

enden als Hölle auf den Bürgersteigen

So hat der eine Teil der Welt das Geld
der andere Rache. Und einen Gott, der sie hält
Rache für gestern, für morgen, für heute
des Einen Leben ist des Anderen Beute
so ist diese Welt. Bewaffnet bis unter die Zähne
weil sie sich nur noch dreht. Um finstere Pläne
eine Welt. Die sich lebendig begräbt unter Gottgeldundfeuer
sie macht Träume gar. Und guten Rat teuer.

30
Jul
12

Glück im Unglück

Einsam geh´ ich durch die Straßen
die geregelt uns zum Ziele führen
in ihrem grauen Schlunde Träume fraßen
auf uns´rem Lebensweg als Weggebühren
wo gestern noch die Augen schauten
erfüllt von Hoffnungen und Liebe
wo Menschen gestern auf sich bauten
seh´ ich Nichts, was heute davon bliebe
ein Schritt nur über Türes Schwelle
ein schriller Ton im Lärm der Welt
mit einem Mal packt sie die Welle
was war verschwimmt, was wird zerfällt
ein einz´ger Schritt, ein kleines Stück
man sieht nur noch die Türe schließen
dahinter bleibt allein´ zurück
wem in der Not die Tränen fließen
mit einem Mal ist es vorbei
ist mehr als nur ein Freund genommen
kein Lebewohl, nicht mal Goodbye
der Mensch, er wird nie wiederkommen
geblendet von dem schönen Schein
geht er glücklich fort, auf ewig
versteckt sich lieber, statt zu sein
im Glanz vom güldnen Käfig

„Richig so!“, skandier´n die Massen
denn Geld regiert ja hier auf Erden
als Preis wird halt zurückgelassen
was Gott einst machte, um zu werden
wird vom Teufel aus der Not geboren
wer die Sehnsucht nicht für sich behält
den lässt man zurück, nennt ihn verloren
denn so sei sie halt, die unsre Welt

Am Ende wundert man sich, ungeheuer
warum mehr und mehr der jungen Seelen
vergessen sich im Fegefeuer
um das die Nächsten dann zu tanzen wählen
vom Hilfeschrei zeugen still nur die Narben
das er bis ins Jenseits gar rief
aus Angst auf ewig hier zu darben
ruht er dort heute in Frieden, fünf Fuß tief
versickert im Boden bald die letzte der Tränen
in dem der Mensch langsam versinkt
während wir nur laut lachen und müde noch gähnen
bleibt ungeweint auch die Träne, in der ein Nächster ertrinkt

16
Jul
12

Ungebremst

Einst vor uns´rer Zeit schon angeschoben
so nahmen die Dinge hier Ihren Lauf
doch ist als Bremse uns dies Netz gewoben
bis kurz vor´m Einschlag geht´s bergauf

Wird die Fahrbahn sich dann abwärts neigen
ist ein Ende plötzlich abzusehen
wenn wir dann erst auf die Bremse steigen
bringt uns vorher nichts zum Stehen

Wir werden gerade einfach weiter steuern
es wird der Tage dann der Letzte sein
an dem die Wärme, die wir heute befeuern
holt uns mit lodernd´ Flammen ein

Dann wird wahr, was wir Wahrheit schon nennen
und das Geld wird diese Welt regieren
wenn in glühender Gier die Menschen verbrennen
und schreiend nach mehr im Momente gefrieren

23
Mai
12

Motherfuckin‘ Gangstashit

Jungejunge
du bist mir schon
ein richtiger Künstler
so tight wie du
war bisher echt keiner
wenn er
auf eine Mutter
gespittet hat
Alter

Du und deine Homies
mit all den Fans
die euch zuhören
weil ihr so unglaublich
fresh seid
habt ihr
schonmal daran gedacht
so richtig Aggro
für den Frieden
zu batteln?

Früher haben Künstler
Dinge geschaffen
für die Wahrheit
damit sie ans Licht kommt
heute willst du nur noch
selber
real sein
um im Rampenlicht
stehen zu können

Früher haben Künstler
Verbrecher angeklagt
für das Recht der Menschen
die in Armut leben
heute Gangster verklagst du Menschen
zur Not so lange
bis sie arm sind
weil du glaubst
die goldenen Schallplatten
an der Wand deines Lofts
gäben dir dazu auch noch
das gute Recht

Früher haben Künstler
für ihre Überzeugung gekämpft
heute kämpfst du nur noch
damit du von dir selber
überzeugt sein kannst
um zu glauben
du hättest es verdient
wenn du flowst
und dabei all der Cash
zu dir fließt

Früher haben Künstler
für die gesprochen
die als Opfer
nicht n der Lage waren
sich zu erwehren
heute glaubst du noch
ein Gewinner zu sein
wenn du jemanden
Opfer
nennen kannst
und er nicht in der Lage ist
sich zu wehren

Früher haben Künstler
ihrer Zeit
den Spiegel vorgehalten
heute bist du
von Morgens bis Abends
nur noch damit beschäftigt
dich selber
im Spiegel
anzusehen

Meine Kunst ist
und bleibt vielleicht
brotlos
aber wenn ich durch sie
vom Bordstein bis zur Skyline
und wieder zurück
niemals so arm sein werde
wie du
bitch
mit all deinem Geld
es heute bist
so bleibt mir wenigstens
dieser eine Grund
manchmal wirklich stolz
sein zu können

31
Jan
12

Centimental

Stelle dir doch
nur einmal vor
was wir
mit dem Geld
alles tun könnten!

So höre ich sie
ständig
sagen

Was wir wohl
alles tun könnten
wenn wir uns nicht
bloß Geld vorstellten
das wir bräuchten
sondern
statt dessen
die Dinge
wie wir sie
ganz einfach
tun?

So höre ich mich
fragen und
kann nicht aufhören
es mir
vorzustellem

12
Nov
11

The World

Der Scheich schmeißt in seine Meere Milliarden
doch gehen Hungernde noch mit ihm baden
für ein kleines Häppchen und ein Schlückchen
von der Hoffnung, ein kleines Stückchen

So sieht man sie dort schließlich versinken
die Scheiche mit den Scheinen winken
aufgeschüttet die Welt, mit Geld im Haufen
sie dann  an die Reichen zu verkaufen

08
Okt
11

Einsichten (I)

Neu als Kategorie auf meinem Blog, „Einsichten“. Weil ich es einfach sagen will, selbst mit ein paar Fehlern. Weil ich glaube, dass man es lesen will, selbst ohne Gegenlesen. Weil ich davon träume, dass man es hören will, selbst von mir. Weil es doch zu machen sein muss, selbst von uns.

Im Juni des Jahres 2010 kommt es zu einer scheinbar unbedeutenden, scheinbar banalen Begegnung zweier Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Einer reist als Held um die ganze Welt, überall, wo er einen Fuß auf die Erde setzt, wird der Boden angebetet, auf dem er sich fort bewegt. Überall auf der Welt könnte er sich jederzeit alles leisten, was sich nur leisten möchte. Jeden Traum, den er nicht mal mehr als Traum bezeichnen müsste, weil er ihn einfach in Erfüllung gehen lassen könnte, wenn er einfach nur wollte, nur einen Fingerschnipps weit entfernt.
So geht er einfach an ihm vorbei, einem Menschen, für den genau das Gegenteil von dem gilt, was für seine eigenen Bedürfnisse gilt. Und wird von diesem angebetet. Unvergesslich wäre der Moment, bekäme er nur eine einzige Sekunde der Aufmerksamkeit dieses Helden, unvergleichlich die Art und Weise, wie dieser Mensch die Freude, über die bloße Anwesenheit des Helden, bereit ist mit der ganzen Welt zu teilen. Unglaublich wie man seine Begeisterung bis in alle Teile der Welt spüren kann, Begeisterung nur darüber, einen solchen Helden einmal gesehen haben zu dürfen, in Ausübung seiner Heldenpflichten.
Für den Helden ist er ein Mensch, wie jeder andere auch. Schließlich kann er, unter Berücksichtigung seiner Pflichten, nicht jeden Menschen mit einer Sekunde seiner wertvollen Zeit einfach so ein Leben lang beschenken. Schließlich hat er Wichtigeres zu tun.
Längst sind beide wieder in ihrer Heimat angekommen,
Doch was ein wahrer Held ist, gibt sich nie mit bereits Getanem zufrieden. Und Aufmerksamkeit kann man schließlich nicht genug haben. Schon gar nicht dieser eine, besonders heldenhafte unter Ihnen, wahrscheinlich kein ganz dummer der Zunft, der bemerkt, dass es gar nicht so heldenhaft ist, wenn man als Kind aufgezogen wird, um bis ins beste Alter einfach nur gegen einen Ball zu treten. Um danach, gut genährt, bestens behütet und natürlich weiterhin angebetet, seinen Lebensabend zu feiern, nebenbei diesen noch weiter zu veredeln, indem er weiter über das kicken redet.
Irgendwie zweifelt  er auch daran, dass er wirklich etwas zu sagen hat, nur weil man ihm ständig und überall von den Lippen ließt. Denn die anderen als heldenhaft gefeierten, nicht ganz so mit der Bürde des Denken-Müssen belegten Mitstreiter, sie könnten jederzeit sagen, was er immerzu zu sagen hat. Ohne Abstriche. Obwohl er insgeheim selber wohl denkt, wie es jemand schaffen kann, sich tatsächlich ein siebenstelliges Millionengehalt zu wirklich zu verdienen, obwohl sie nicht mal zwei Sätze geradeaus reden können. Geschweige denn diese eigenständig vorzudenken.
Also beschließt er, übermannt vom eigenen Edelmut, doch einfach ein Buch zu schreiben. Um zu helfen. Anderen, jungen Menschen zu helfen. Dabei lässt er sich natürlich beraten, wer kann solche Verantwortung schon alleine tragen.  Bild dir deine Meinung. Am Ende steht ein Buch, indem Menschen beldeidigt werden, ohne dass das jemals im Sinne des Phillipp, der ein oder andere wird ihn kennen, überhaupt beabsichtigt war. Falsche Trainingsmethoden werden enthüllt. Skandal. Rudi Völler hat zu viel Lockerheit an den Tag gelegt. Skandal.
Skandal. Skandal. Skandal. Gut, geholfen  ist keinem. Nicht mal Phillpp, der sich mit der Einsicht begnügen muss,  dass es wohl einfach am heldenhaftesten ist, sich für Dinge, für die man im Grunde genommen selber gar nichts kann, weil sie ein Geschenk waren, von Anfang bis zum Ende, anbeten zu lassen.
In der Zeit ist der völlig unbedeutende, mit der einmaligen Anwesenheit unserer Helden gesegnete Afrikaner natürlich auch längst in seiner Realität angekommen, erkennen zu müssen, was es heißt, wenn es wirklich bedeutet.
Bedeutet Hunger zu haben. Seine Kinder sind bereits verhungert. Seine Frau, geschwächt vom HI-Virus, wird wahrscheinlich den Monat, die Woche, den Tag nicht überleben. Und so bleibt er, bis zum eigenen Hungertod zurück, mit der Erinnerung an ein Leben, indem er nichts erleben durfte als Not, Leid und Elend. Nur diesen einen Moment, den nimmt er mit in sein Grab, als das Größte auf Erden. Als er ihn gesehen hat, sehen durfte, seinen Helden. Und so geht er, wie es zehntausenden Menschen um ihn herum nicht gegönnt, mit einem Lächeln auf den Lippen und sogar einem Gefühl der Dankbarkeit, für diesen einen Moment, in sein erbärmliches, Leid erfülltes Ende.
Während Samstags, 15:30, der Held, dessen Schicksal es ihm Nahe legte, etwas für andere Menschen zu bedeuteten, bejubelt von 80000, davon niemals Notiz nimmt.
Er hat mehr Geld, als er Zeit hätte., es auszugeben. Und selbst wenn, könnte er niemals die Zeit haben, auch nur annähernd sinnvoll zu nutzen, was er sich anschafft, bei alldem, was er zu bedeuten hat.
Kurzum: Er würde nicht merken, wenn er am Ende des Tages einen Monatslohn weniger hätte, so hart  es auch verdient ist. Er würde ein ganzes Jahresgehalt niemals missen, hätte er es einfach nie verdient. Er würde sich nicht beschweren, hätte er nur die Hälfte von dem, was nun hat, wenn er es einfach nicht hätte.
Er würde es niemals vergessen, wenn er erkennen könnte, wie viele Menschenleben er retten könnte, gäbe er nur eines seiner Jahresgehälter.
Man würde es ihm nie vergessen.
Täten nur drei seiner Heldenkollegen das Gleiche, die heroischsten unter ihnen, würde der Verzicht auf eines ihrer Jahresgehälter bedeuten, dass Menschen in Not 50 Million Euro bekämen für das Notwendigste.
Täten es alle, gar nicht auszumalen. Wie viel Leid, wie viel Elend, wie viele angeblich besiegelte Schicksale zu verhindern wären.
Ohne dabei jemanden unglücklich machen zu müssen, im Gegenteil.
Ich weine vor Freude, weil ich Menschen sehe, die vor Freude weinen, weil ihr Leben gerettet wurde. Menschen die weinen vor Freude, weil sie einmal das einmalige Gefühl haben durften, das Einzigartigste, das Bedeutenste von allen – wenn man  ihnen sagt „du warst es, der mein Leben gerettet hat.“  Wenn man sich einmal im Leben nur so fühlen darf, als hätte man es  genau dies gesagt zu bekommen wirklich verdient.
Und ich glaube daran, dass es möglich ist, weil ich glaube, dass auch andere Menschen diese Tränen vergießen, wenn man sie nur dazu inspiriert.
Philipp, vielleicht würde eine einzige Seite, ein einziger Aufruf nur reichen, dich verdientermaßen unsterblich zu machen.
Denn es ist wohl der Phantasie eines jeden einzelnen überlassen, sich auf die grausamen Ungereimtheiten dieses Lebens einen wahrlichen Vers zu dichten.

Sebastian Deya

03
Okt
10

Das Leben ist kein Ponyhof…?

Das Leben, ist es kein Ponyhof
die Tiere scheinen etwas doof
etwas zu fett, sind etwas klein
hier wie dort, trittst du nur ein

Nimmst einfach deinen Sitz ein
lässt dich führen, so ist es fein
geht langsam, immer im Kreis
der Reiter, der sich sicher weiß

Jeder wirkt wie ein Rädchen
Elternjungenundauchmädchen
wird so lange einfach gedreht
bis alles schließlich still steht

Sanfte Schläge, so geht es weiter
für den Reiter, der immer heiter
langsam dreht sich im Trotte
hier lockt Geld, dort die Karotte

Kreislauf schläfert langsam ein
musst nur lange genug Teil sein
macht er dich zum Rädchen, klein
lässt dich führen, so ist es fein

So steckt man in den Kopf uns Stroh
die im Kreise einschlafen sowieso
ist nie wieder zu verlassen gemacht
werden dumm, haben nie selber gedacht

Die letzten, die macht man fett
der Kreis, erscheint so gar nett
bis man so sehr nach Futter giert
den Willen auch im Kreis verliert

Fühlt der Mensch sich mal unwohl
tritt er aus. Um sich, meist wie hohl
das Leben, es ist kein Ponyhof
macht nur kleinfettverfressenundoof

Scheinen etwas klein, fett oder doof
das Leben macht uns. Zu Ponys am Hof.




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.


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