Posts Tagged ‘Menschen

26
Aug
12

Apokalyptika (worst case 2022)

Ein großer Schritt
in Richtung
einer sicheren Zukunft
ein vielleicht letzter Schritt
der Menschheit
gegenwärtig
gehen 2022 endlich
die Atomkratftwerke
früher als vereinbart
vom Netz der Strombetreiber
die dafür den Staat verklagen
auf eine astronomische Summe
Schadensersatz
für zehn Jahre
vierzig Prozent
der deutschen Stromversorgung
plus Zinsen
so kommt es zur Kernfusion
des Strompreises
an der Energiebörse
Standard and Poor, Daumen runter
die deutschen Schuldscheine
sind nicht mehr das Papier wert
auf denen sie gedruckt sind
alles was bleibt
sind Schulden
Darlehen der Banken
um die Schulden zu begleichen
Moody´s, Daumen runter
kein Cent fließt mehr
alles Hab und Gut
der Menschen
bleibt für immer verschlossen
hinter den meterdicken Mauern
unserer Banken
die einen Staat bräuchten
sich Geld zu leihen
der die Banken bräuchte
sich Geld zu leihen
Stanley Morgan, Daumen runter
und in aller Herren Länder
erliegt die Infrastruktur
veröden die Lebensadern
stoppt so der Puls
unserer modernen Zeit

Alles was uns noch antriebe
fossile Brennstoffe
im Besitz einer Eurasischen Union
bewacht von ihrer einsatzfähigen
bis unter die Zähne bewaffneten
zum Erstschlag bereiten
gefährlichsten Streitmacht aller Zeiten
ein Mann
lässt uns bezahlen
wenn er die lange Rechnung
begleicht
die unsere Geschichte
uns aufbürdet

Flehend blicken die Menschen
nach der Hand
die ihnen hilft
zu weit entfernt
dürstend ächzen die Menschen
nach der Quelle
die sie tränkte
zu weit entfernt
hungernd flehen die Menschen
nach dem Busen
der sie nährte
zu weit entfernt
in den Netzen
der Energieresen
verfängt sich
mit einem letzten Zucken
die erneuerbare Energie
was wir noch besitzen
verfällt
in dunklen Kühlschränken
an den Pforten der Häuser
klopft vielleicht jeden Moment
der Tod
ein Nachbar
will er sich holen
was eigentlich Jedem zusteht
aber Niemand mehr besitzt

Auf dem Fußboden
zwischen den Scherben
des guten Porzellans
steckt eine Gabel
des teuren Bestecks
im Rücken
eines verwesenden Menschen
der zurückbleibt
seit dem Tag
an dem sie sich trennten
ist seine Zweckehe
am Ende nun endgültig
geschieden
durch den gewaltsamen Tod

22
Nov
11

Elfenbeinwurm

Es erscheint mir manchmal paradox
erkenn´ ich doch, selbst als Ochs´
der Menschen Nöte in Gedichten
die sie wie Gräber oft herrichten
begraben unter ew´gem Schweigen
aus Angst, der Dichter könne neigen
und sich, wie sooft, nur laut empören
„auf den Schrott, wohin sie gehören!“
wem einmal geklaut, was ihm gehörte
wem fremder Mensch Ideen zerstörte
sich an ihnen dann noch selbst betörte
weil´s eig´ne Lachen selbst nie störte
dem sind die Grenzen wohl aufgezeigt
alleine mit Nöten, die er verschweigt

Könnte ich nur den Fritz heute fragen
er würde es wohl ganz klar sagen
jedem, der and´ren die Idee verneint
„so, mein Freund, war´s net jemeint!“

30
Okt
11

Lasst die Erde endlich beben

Ein alter Mann
eine alte Träne
eine immer währende
Geschichte

Damals im KZ
seine ganze Familie
sein bester Freund
vor seinen Augen
gespannt zwischen Pferden
in zwei Hälften gerissen
den Hunden zum Frass
vorgeworfen

Diesen Menschen alleine
bin ich verpflichtet
zum Dank
für jeden einzelnen Tag
für jeden einzelnen Schritt
für jedes Problem
das wir in Freiheit
gemeinsam haben dürfen
es zu lösen
für jeden Menschen
den nur wir
so frei
je erleben durften

Ihnen alleine
gilt mein Kampf
der Weg
des nicht Vergessens
wozu wir fähig waren
wenn wir nicht fähig sind
all denen
die gelitten haben
bis in den Tod
für den Menschen
den ich im Spiegel
bewundern darf

Sein Grab zu würdigen,

werde ich es nicht zulassen
das man weiter vergisst
in der eigenen Kälte
auf der Suche
nach einem Wort
nach einer Berührung
nach einem Freund
nach der Wahrheit
erstarrt ihr
bevor ihr je
die Strasse des Lebens
aus der Ferne nur hört
wie niemand mehr
sie noch befährt

Ich werde es nicht zulassen
denn euer Geld
macht euch nicht so reich
wie ihr fühlt
denn euer Wissen
macht euch nicht so schlau
wie ihr denkt
und unser Leid
gibt uns noch lange kein Recht
den Weg nicht zu gehen
dem wir verpflichtet
durch ein Leben
dessen Verlust
weit weniger schmerzlich
denn zu vergessen

Ich will nicht
mit irgendwem
ich will nicht
irgendwann
ich will nicht
irgendwo
ich will mit euch
ich will jetzt
ich will hier
nicht gegen irgendwen
sondern nur dafür
den letzten, einen neuen
Anfang
der das Ende bedeuten wird
wenn wir nicht begreifen
ihn zu finden

Wer immernoch glaubt
kommt Zeit

kommt Rat
wenn ihr immernoch beruhigt
wenn ihr immernoch an das glaubt
wenn man euch nur erzählt
wenn ihr immernoch nicht
zu begreifen
bereit
die Hüllen fallen zu lassen
zählt ihr zu den Feinden
wie der Gegner eigentlich
den ich nicht mehr habe

Denn unter mir
könnt ihr es spüren
will die Erde beben
auf das einstürzt
was der Wahrheit nicht standhält
auf das der Erdboden
wieder verschluckt
was er nicht selber gebar
auf das einstürzt
was ungerecht
auf das die Grenzen fallen
und Dämme brechen

Auf das hier und jetzt
es zu überleben
nicht einfach zu verschwinden
am Ende
im Nichts

Auf uns, werte Herren
die bereit zu kämpfen
dieser Welt verpflichtet
wissend
worum sie sich dreht
auf das ewige Leben
so
oder so

Auf Ewig
hier im Paradies
oder auf bald
in der Hölle
nur für die Versager
die es besser
hätten
wissen
müssen
Zeit stehen liessen
dabei die Welt vor Augen
und den Menschen
der leibhaftig gerissen
in Hälften
bleibt als ganze Wahrheit

23
Sep
11

Überall und Nirgendwo

Von überall hört man sie brüllen und plärren
überall Menschen, von Beschwerden beschwert
von überall spürt man ihr Ziehen und Zerren
überall Menschen, die durch Überfüllung entleert

Längst ist Frieden nur noch ein Patchwork aus Fetzen
überall Menschen, die so friedlich ihre Messer wetzen
längst dient die Wahrheit nur noch die Lügen zu hetzen
überall Menschen, die auf der Hatz sich selber verletzen

Überall kann man sie spüren, die Riesen, die dösen
hört die Menschen, die ihre Träume verfluchen
verzweifelt versucht sich aus ihrer Umarmung zu lösen
verfallen dem Fluch, im Dunkel Erleuchtung zu suchen

25
Okt
10

Tweet 13

ich frage
wer ist
bei dir

du sagst
du wärst
nicht allein

ich frage
wo sind
die deinen

du sagst
dort sei
jemand

ich frage
nach menschen
es antwortet
keiner

28
Jun
10

Alles beim Alten

Wir? Optimisten? Denken an Morgen. „Klar. Wunderbar.“
bleibt alles beim Alten. „Morgen?“ Vielleicht niemals da
belüge mich selbst. „Morgen?“ Diese Angst, dass Ende ist nah
eine Träne die fließt. Morgen ist der Tag. An dem´s alles war.

Muss mich belügen. „Morgen?“ Diese Unruhe, müsste handeln
blicke mich um. Schließe die Augen. Um weiter zu wandeln
im fantastischen Traum. Die Welt, sie wird sich verwandeln
aus Menschenhand. Wird Zauberhand. Durch Angst vorm Handeln.

„Was soll ich schon tun?“ Tue alles, um eine Nacht nur zu ruh´n
„muss es mir nicht antun.“ Lassen es einfach „die“ weiter tun
denen keiner mehr traut. Lassen sie einfach weiter Führer sein
den Führer verachtend. Reihen wir sie. Reihen wir uns damit ein.

Müssen uns belügen. „ Das Böse, es war!“ Wie kann es bloß sein
dass ich so feige bin? Der große Neuanfang. Läutet das Ende mit ein
für unsere Kinder. Wird Morgen der Tag, an dem Raketen nun fliegen
wo man kämpfte für Menschen. Wird´s System nur Systeme besiegen.

Wo man einst kämpfte gegen Armut. Es wird der Wohlstand gewinnen
die Armen verhungern. Geld wird Mäuler stopfen, Blut und Hoffnung verrinnen
ohne Besinnen. Schließe die Augen, sehe die Welt, seh´ ihre Kinder brennen
Mütter die weinen. Öffnen die Augen. Und müssen wieder rennen.

Zurück ins System. Aus Angst, wir müssten uns selber erkennen
Verantwortung, sie könnte mich, den Menschen als Täter benennen
lassen uns von Geschichte belügen. Über´s gute System, dass für uns doch siegt
wo sie doch lehrt. Hoffnungslos. Wo unsere Verantwortung den Systemen obliegt.

19
Jun
10

Die wahre Lüge

Überall. Sind Menschen? Mit Lüge. Mit Wahrheit
mit Belegen. Mit Beweisen. Doch ohne die Klarheit.
Wenn sie reden. Sprechen. Sich versuchen. Zu fassen
alles bemessen. Um sich dann doch zu verpassen.

Überall. Sind Menschen? Mit Worten. Mit Argumenten
belegt. Durch Wissenschaft. Wissen. Wird´s lügen wohl nie beenden
denn wenn die Rechnung aufgeht. Selbst all diese Zahlen passen
sind sich die Menschen entglitten. Die sich glaubten zu fassen.

Überall. Sind Menschen? Sind gemeinsam auf den Punkt gekommen
in Gedanken vermeintlich geeinigt. Haben Gedanken die Luft  genommen
die sie brauchen zum Atmen. Denn sie leben, lachen, heulen, singen
sind nicht durch Zahlen. Im Ergebnis. Nur durch Harmonie. In Einklang zu bringen.

Überall. Sind Menschen? Mit Lüge. Mit Wahrheit
wer´s jetzt nicht sieht. Blick in die Welt verschafft Klarheit
nur eure Welt. Ich weiß nichts. Ob ich mich belüge? Oder mich gar betrüge?
Weiß mehr, als ihr alle. Seht hin. Fühlt. Objektivität? Sie ist die wahre Lüge.




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