Posts Tagged ‘Wege

15
Dez
11

Aus-Wege

Die Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
Kinder, die im Blut ertrinken
Mütter, die zum Abschied winken
teures Öl und Diamanten
tote Kinder, die sie fanden
die Tat, sie macht den Täter groß
wofür tausend Opfer leiden bloß
es fließt das Geld so zu den Reichen
belebt das Spiel von reichen Scheichen
die gut geölt am schönen Strande
vernehmen gut gebräunt, am Rande
die armen Menschen, die verbleichen
für die Sonnenbräune ihresgleichen
unter Türmen aus gehäuften Zahlen
werden Menschenrechte so zermahlen
zwischen Banken, bis auf´s letzte leer
der mit der Macht trabt nebenher
die Banken, bis auf´s Letzte leer
verleih´n ganz einfach immer mehr
so wird’s am Ende denen bleiben
die die Aktien und die Heere treiben
wenn Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
für unsereins, viel Feind, viel Ehr´
für unsereins? Ach woher?
Gemeinsam auf dem Weg zum Ende
sucht sich jeder seine eig´ne Wende
auf den Strassen, unter Linden
will jeder seinen Aus-Weg finden
und will einer ihn mal anders sehen
hören alle auf, den Weg zu gehen
lassen Hoffnungen und Zeit verstreichen
während Menschen sterben und verbleichen
doch Zeit ist´s längst, könnt ihr es sehen
für uns GEMEINSAM aufzustehen!

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16
Okt
10

Wege aus Liebe

An Patrickthuritsabinenandosaschamarcelundmarcelbastimarcochristianisaollilasse
alledieichvergaßdiemichvergaßendieichvergessennievergessenwerdenatürlichnoch
meinebrüdergianniundchristopher…
You´ll always have a place in my heart.
Not a poem. But Poetry.
Also, hoch die Tassen. Auf euch. Auf uns. Unsere Zukunft.

Drei Tage wach, acht Kilometer bis Heim, im kalten Regen
Augen zu und losgegangen. Verflucht gestartet, endet´s im Segen
der Weg, so kalt – ohne Jacke – er hätte manchen wohl geschafft
Meter um Meter, Schritt um Schritt, ich gewinne mehr an Kraft

Musik in die Ohren, selbst der Wind, der meinen Schirm zerfetzt
lässt mich noch mehr grinsen – ja, es hat mein Hirn längst zersetzt
„sieh´ ihn dir an, den Schirm in der Hand, zu kaputt ihn zu tragen“
seh´ sie lachend, in ihren Autos, höre sie verletzende Dinge sagen

Es mag euch nicht passen, doch auf eins dürft ihr euch verlassen
so sehr ihr es wollt, kann, werde, will euch nicht, niemals hassen
Finger längst blau angelaufen, die Gewissheit, keiner wird  halten
mich vor´m Frieren zu bewahren, mir einen Weg einfacher  gestalten

Von oben bis unten, nass und durchweicht, noch sechs Kilometer
wird mir wärmer und wärmer, „guck da, der Kaputte, da geht er“
„hat´s ja echt weit gebracht, bis dahin, friert, und: total verkracht“
ein Blick, ein Gruß, plötzlich  noch einer, der einfach nur  lacht

Plötzlich schwindet ihr Grinsen, nochmal schön durch die Pfütze
so sehr ihr mich hasst, es wird euch am Ende auch nicht von Nütze
mein Herz kann die, die ich liebe, selbst in der Kälte noch fühlen, spüren
wie langsam die Worte entstehen, der Lieben Herzen, die die Feder führen

Ja, der Wahnsinn wohnt mir inne, leg´ dem Teufel mein Leben zu Füßen
muss es spielen – a propos, ein alter Freund, er lässt grinsend euch grüßen
ja, am Rande des Wahnsinns, lebt der, den man meist überheblich nennt
spart es euch, glaubt, dass er sich so weit doch dann selber noch kennt

Vergesse sie einfach, die im warmen, heimlich mich wohl sehr  hassen
will frierend nur noch die ganze Welt, bei den Händen einfach fassen
was ich habe, dass wird man mir nicht, kann man mir nicht, nie ´nehmen
ich liebe die Menschen so sehr, kann mich noch so sehr danach sehnen

In hoffende Augen zu sehen, zu lachen, ich fühle mich so sehr erlesen
der ärmste Tropf, der kaputteste Kopf, grob, faul, dazu noch unbelesen
gibt die, die ihm vertrauen, ihn brauchen, er lässt manchen gar genesen
es gibt sogar die, die an ihn glauben, an mich,  der um ein Haar gewesen

Er hat sich aufgerappelt, sich wieder ins Leben, vor die Lieben gestellt
er spuckt wieder Töne, und auch wenn es euch vielleicht nicht gefällt
er hat Hunger auf´s Leben, selbst euer Hass kann mir Kraft noch geben
der, den ihr Hasst, er schmiedet den Heiligenschein, der mir hilft zu leben

Der, den ihr hasst, zu seinen Füßen, da hab ich im Finster meinen Schrein
ohne zu wissen, wie ich bin, weiß ich, so darf ich nie, nie im Leben sein
es ist gut zu wissen, bin nie zu Lieben, dann gehe ich eben einfach nur ein
anstatt darbend, zerstörend, gehässig und klein, nur noch hassend zu sein

Hinter dunklen Augen, auf das Ende eines Anderen einfach zu hoffen
trauriges Ende sehen, gibt eine Art Gewissheit,  ist´s eig´ne noch so offen
begradigt weder, noch, dass es ebnet, doch in tiefe Abgründe zu sehen
lässt euch die eigenen Täler, tiefste Tiefen, einfach mal als Gipfel sehen

Ein ganzes Volk hat sein Lachen, seine Jugend an die Angst verloren
sich auf subkultivierung, anstatt wahrer Individualität eingeschworen
Globalisierung ? Es werden doch die ersten Grenzen schon gezogen
an der Tür nach draußen, nebenan, oder an der Treppe nach oben

Jeder im eigenen Terrain, darf, wie selbstverständlich, Privilegien erfahren
nur im Gewinnfall sich zu nennen, sich bei Verlust im Schweigen wahren
wir, die zum Glück verpflichtet, die den Segen des Wohlstands genießen
„Was kann ich dafür?“, „Wie kann er nur?“, sind nur um uns am Schießen

Junge Menschen Fallen in Reihe, nehmen sich das wertvollste, ihre Leben
ihre Zukunft, wie kann euch der Wohlstand noch die Zufriedenheit geben
wie könnt ihr noch Lachen, es ist ein Friedhof, auf dem wir längst leben
junge Menschen, die nur unter die Erde, nicht mehr nach Himmeln streben

Sage  hier und jetzt, über den Tellerrand, an alle, zu entferntesten Rändern
ich nehme mir vor, ich will, ich kann, ich werde diese Welt verändern
aus angeblicher Vernunft will man mir raten, „nimm sie nicht so wichtig“
meine Worte. Dabei seid ihr nur feige, tickt ihr doch nicht ganz  richtig?

Worte zu äußern, dann die Vernunft als einen Puffer zu nehmen, zusehen
wie ich kämpfe. Kann euch nur raten, endlich aus meinem Weg zu gehen
was? Wollt, dass ich nett bitte? Aus der Bahn, mein Befehl, gilt per sofort
du tust was ich sage. Wo ich dich sehe´, dorthin wirst du gehen, an jeden Ort

Führe mich nicht in Versuchung, denn habe ich erst die Lunte gerochen
wird gejagt, die Augen geschlossen, anvisiert, geschossen und aufgebrochen
kannst über mich lachen, reden, versuch nur nicht, mich noch aufzuhalten
zu viel Zeit ging verloren, dabei Korinthen zu kacken, oder Haare zu spalten

Es ist bloß noch ein Kilometer, bis unter´s Dach, ins schön gewärmte Haus
keine Spur mehr am Frieren, ich brenne, denn das hier, es soll noch hinaus
an all die, die man bekämpft, unterdrückt, quält, an die, die so viel litten
bitte, haltet durch, so sehr es auch schmerzt, ich brauche euch, mich inmitten

Derer, so sehr am Kämpfen, deren Hoffnungen fallen, ständig nur dämpfen
bitte, diese Welt braucht euch, als Soldaten, für diese Welt zu kämpfen
es kann euer Schicksal sein, so schwach ihr wurdet, könnt ihr mich fühlen
lasst uns, um die Zukunft gemeinsam, weinen, Hass mit Tränen fortspülen

Ich will euch hinter mir sehen, genau wie die, die ich so sehr brauche, liebe
bitte nehmt meine Hand, wer vorbei will, der kassiert so lange verbal die Hiebe
bis er ablässt, ich werde nicht von euch weichen,  brauch euren Atem im Nacken
lasst euch nicht unterkriegen, ich glaube an uns, müssen´s nur am Schopfe packen

Bin großmäulig, vermessen, oftmals breit und dazu noch fett aufgeblasen
hinter wem könnte mehr Platz sein, für eine Herde, dort in Ruhe zu grasen
ich glaube an euch, an die Güte und Stärke all derer, mit denen man tat
die man ein Leben lang zu nichts machte, nur vor sich her einfach trat

Ich glaube an uns, diesen Krieg zu führen, uns ihm zu besinnen
ohne ein einziges Haar zu krümmen, nur gegen Kriege gewinnen
ich glaube an uns; wir können rufen, von hier, von heute, in alle Welt
hinaus einfach schreien, wie es lohnt zu kämpfen, wie man dagegen hält

Ich glaube an mich, zu stehen wie ein Fels, ewig vor meinen Lieben
ich verspreche euch, egal, wie sie mich zersieben, klatschen vor Wände
ich lasse die Weltbilder fliegen, lass in meinen Taschen die Hände
ich verspreche euch, ich liebe euch, ich liebe euch so sehr
zu viele Narben an den Armen, muss los, es gibt gar keinen Zweifel mehr

Nur noch wenige Meter, bis zu meiner Tür, will weiter frieren und laufen
einfach ewig weiter so brennen, bis ich erfiere, wegen mir am Regen ersaufen
doch weiß inzwischen, vielleicht könnte ich mich lebendig noch brauchen
gegen Gewalt, gegen all die, die die Leidenschaft mit Vernunft missbrauchen

Die mit ihr diese Welt nur sieben, anstatt auf ihr Schlösser zu bauen
besser nochmal mein Tipp: ganz schnell schweigen und abzuhauen
an all die, die mich verachten, bitte hört auf, mich einfach zu hassen
werde lieber mein Leben, als hier meine `Liebe je lassen

Wenn mich mein Wahnsinn am Ende doch kostet das Leben
die mich als Freunde plötzlich hassten, euch ist längst vergeben
war mir des Endes schon mal so sicher, könntet nur eins noch geben
versprechen, all meine Lieben, bitte beschützt sie, lebt zusammen ein Leben

An all meine Lieben, ích werde euch niemals vergessen, so sicher
will, dass ihr mein Leben feiert, nicht meinen Tod bedauert, tanzen, Gekicher
nehmt mein Leben, setzt Samen,  schließt eure Augen, seht es als einen riesigen Rahmen
findet die ganze Armee, ihr Bild dort Platz. Auf ewig Hand in Hand, diese Welt in den Armen.

So durchschreite ich, grinsend und erschöpft die Tür
der fror. Fühlt nun den Segen, will mehr davon, alles dafür
jeder wird bekommen, was er verdient hat
ihr habt bestellt. Ich bin geliefert.



06
Jul
10

Der eigene Weg

Vorbei ist die Nacht
Tag beginnt
die Sonne lacht
diese Wonne. „Los, raus, geschwind!“

Sehe
meine hübsche Nachbarin
gehe
zu ihr hin
„heut will ich´s wagen“
nehm´ sie am Kragen
beginn´ sie zu schlagen
erst ins Gesicht
dann in den Magen
bis sie Blut erbricht
geht zu Boden. Sie will klagen
will ich nicht. Geb´ ihr den Rest. Mit dem Spaten

So viel Blut
des Lebens Flut
tut so gut
neuer Mut

In Nachbar´s Garten
zwei Alte
den Tod am Erwarten
halte
geduldig ihre Hand
reiß sie vom Stuhl und spalte
ihren Kopf an der Wand

Der im Alter
einer der Netten
da knallt er
zu Boden. Er will sie retten
falsch gedacht
besser ein Ende gemacht
und so lang auf ihn eingestochen
bis ihre Leiche verwest. Nie sowas schönes gerochen.

Solche Freude
so mach ich weiter
ab heute
für immer. So heiter
wie ihn Trance
keiner überlebt. Ohne jede Chance.

Ein letzter Rest
der schon nur noch hinkt
ein solches Fest
dieser Fisch. Der vom Kopf her stinkt
sollte ihn wählen
muss ihn quälen
will noch behaupten
muss ihn enthaupten
den Rest Körper auf Krücke
zerschneid´ ich genüsslich in Stücke.

Jetzt steh ich hier
zwischen Blut und Leichen
gestillt ist die Gier
letzte Schreie. Die der Stille weichen
seh´ mich im Spiegel stehen
hör´ letzte Opfer noch flehen

Plötzlich vergeht das Lachen
„wie konntest du nur?“
frag ich mich. „Das alles hier machen?“

Plötzlich mein Auge, es kullern die Tränen
„was sollte ich machen?“
aus dem Auge. Das starrte auf Leichen. Musste bloß gähnen

Und so leg´ ich mich. Zwischen Leichen, meinem eig´nen Verderben
zwischen toten Kindern. Strömen aus Blut. Nur noch hin und will sterben.




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.

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