Posts Tagged ‘uns

31
Okt
11

In meiner Hand

Ach Herr, warum hast du mich nicht genommen
als die Lichter hell schon schienen
dachte doch, meine Zeit wäre gekommen
muss mir Frieden wohl verdienen

Ach Herr, warum, so sehr ich es auch versuche
warum darf ich ihn im Spiegel nie sehen
und so sehr ich den Weg dann auch verfluche
mich doch weiter hin zum Guten dreh´n

Ach Herr, warum, träume jede Nacht vom Krieg
gegen Armeen zu kämpfen ohne Waffe
ach Herr, warum träumte ich nie je vom Sieg
doch jeden Morgen, dass ich es schaffe

Ach Herr, warum muss ich sie so sehr nur lieben
fühle ich dich, wenn du so einsam bist
an deiner Seite, bis in den Morgen geblieben
alleine zurück, der nur einsam noch ist

Ach Herr, warum, müssen sie so sehr mich hassen
lassen Worte mich oft stundenlang weinen
ach Herr, warum, kann es selbst oft nicht fassen
doch hassen konnte ich noch keinen

Ach Herr, warum, lassen sie mich leiden, so arg
bekämpfen, bewundern, vergessen, verlachen
dank dir Herr, dass ich all meine Leiden so mag
für Welten Schönheit, mich stark zu machen

Fühlt es, den Moment, Augen zu, alle zusammen
du und ich, so plötzlich, von ganz tief drinnen
fühle deine Tränen, die Musik und mein Grinsen
in meiner Hand, lass uns zu tanzen beginnen

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20
Jun
11

Ich bitte dich

Bitte
frage nicht mehr
wo ist es hin
das Leben in dir
ich kann nicht mehr
antworten
nur einfach machen

Bitte, bitte
frage nicht mehr
wo ist es hin
dein Lächeln
ich kann nicht mehr
antworten
nur einfach lachen

Ich flehe dich an
sie mich nicht mehr an
wenn du fragst
ich kann nicht mehr
antworten
mit einem lachenden Auge
zusehen
diesem Augenblick
in dem eine Welt aufhört
sich zu drehen
ohne die Kraft
deiner traurigen Augen
die  mir sagen
verloren ist die Hoffnung
diese Welt
dieser eine Augenblick
würde eines schönen Tages wirklich
nur uns noch gehören

01
Nov
10

Lasst uns nun kämpfen

Am Fuße der Treppe, da stand ich nun
als kleines Kind, das Haupt war gesenkt
jeder Blick nach vorne, er schien verschenkt
voller Angst beschloss ich ihn doch zu tun

Doch was ich sah war Nichts als Nichts
so erdachte ich, noch einmal umzukehren
hoffend Vergangenheit könnt´ mir bescheren
es flossen nur die Tränen der Bilder angesichts

Der Hof, auf dem ich als Kind gespielt
lag vor mir nun als eisige Tundra brach
der graue Bau, in dem man mir Lehren sprach
grau auf grau, wie sich´s auf der Welt verhielt

Er war verschwunden hinter Felsen und Eis
nach vorne nur nichts, Blicke nach hinten bitter
vor mir der Abgrund, hinter mir nun ein Gewitter
so kroch ich los, kochte innerlich langsam heiß

Hinter den Felsen, erfroren in der ewigen Kälte
tote Körper von Müttern, Vätern und Kindern
nur verwelkte Blumen, die Kadaver von Rindern
mit den Schreien der Lieben, es reichte als Schelte

Mich doch aufzurappeln, um auf den Grund zu gehen
die Angst zu ergründen, um die Lüge, die ich lebte
seit jeher ich fühlte, als ob man ins nichts mit mir strebte
auf dem Weg nun alleine, wollte mich selber verstehen

So fand ich ihn dann. Diesen Bau, der einst war grau
gemahlen zum Häufchen, in aller kleinste Scherben
zerbrochene Weltbilder, sie zeugten so vom Verderben
der Menschen. Zu leben zu dumm, zu sterben zu schlau

Ich stand alleine im Regen und hörte zu gut
die Schreie der Lieben, von ihren bitteren Enden
das längst begonnen, doch wohin sollte ich wenden?
Schlug die Faust in die Scherben, um zu sehen nach Blut

Verlor meine Sinne, doch weigerte mich zu glauben
dies sei das Ende, so schloss ich die Augen
schrie gen Himmel, was sollte die Stimme noch taugen
plötzlich ein Flüstern, es begann dem Dunkel zu rauben

Von Menschen wie mir, kämpfend, um gefrorenes Herz
sie begannen zu reden, nach mir zu rufen
ich nach ihnen. Stimmen geeint, die ein Obdach schufen
für neue Hoffnung, in ihm zu heilen den Schmerz

Vom du zum ich und VOM ICH ZUM WIR
in gemeinsamen Glauben, so wurden wir ein
dies Gefühl, ein Teil nun dieser Welt zu sein
diese Welt, sie wurde ein Teil von mir

Drehte mich um sie, sie drehte um mich
während langsam die Vermissten sich fanden
um mich herum, nur ihre Stimmen verschwanden
im Mahlstrom der Stimmen durfte spüren ich dich

Wie du nach mir wolltest greifen noch
konnte nicht, deine Hand nicht mehr fassen
die Augen, ich musste sie geschlossen lassen
so nah bei mir, verlor ich der Nächsten dann doch

Dich sicher zu wissen, ich musste schwören
einfach weiter zu kämpfen, mich durchzuringen
wie jede der Stimmen mein Opfer zu bringen
die Augen zu öffnen, es könnte den Traum zerstören

Musstest mich so gequält, brechend, fast tot gar sehen
doch Stein für Stein, unser Heim, ´s ist am Entstehen
siehst mich weinend, schreiend, redend, am Flehen
aus Angst um mich musst du beschließen zu gehen

Du fehlst mir so sehr, wie unsere Blicke sich einen
doch ich tu´s auch für dich, auch das deinige Leben
denn ohne den Kampf, die unsere Welt hat´s gegeben
unsere Kinder wird sie quälen. Unsere, alle, die Deinen

So lass sie uns noch weinen, diese letzte der Tränen
ob ich die Augen je wieder öffne, dein Gesicht zu sehen
es ist so ungewiss. Doch bitte, musst mich verstehen
ich liebe mich, dich zu sehr, muss sicher uns wähnen

Sehe vor geschlossenen Augen aus Nichts entstehen
aus den Scherben, diesen einen Platz
an dem ich dich halten kann, den wertvollsten Schatz
werde mit Unbekannten diesen Weg zu Ende gehen

Denn du bist sie wert, jede noch so große Qual
ihr wisst, ich kann nicht mehr zurück noch gehen
ließt längst schon los, auf nimmer Wiedersehen
meine Furcht um uns alle, sie lässt mir keine Wahl

Auch mit dieser Angst, dass ich nur noch kann vererben
diesen letzten Gedanken, um schließlich zu verharren
um mit geschlossenen Augen dann ewig zu erstarren
hab solche Angst. Ich bin längst bereit, für uns zu sterben.

Doch wie es auch kommt, ich muss so nicht gehen alleine
die Welt im Arme. Hoffe ich so, je wieder zu fallen in deine.

30
Sep
10

Lasst uns. Geimeinsam.

Egal

rote
gelbe
schwarze
weiße

egal
welche Farbe
im Hirn die braune Scheiße

Kartoffel
Spaghetti
Curry
Baguettefresser

so reich gedeckt
unsere Tafel
Abwechslung schmeckt
die Würze
macht´s doch nur besser

nur die an den Rändern
wollen´s ändern
verteidigen nie reservierte Plätze
einfach. Mit ihrem Messer

Scheiß auf diese Vollpfosten
möchte gern´ alles mal kosten
kultiviert multikulturell speisen
die ganze Welt sehen
gar, ohne zu reisen

drum, ihr Menschen aller Länder
scheißt mit mir auf die eh braunen Ränder
kommt zu Tisch
jedes Gemüse, alles von Fleisch bis Fisch
nehmt eure Hände
macht dem Hass ein Ende

lasst uns
gemeinsam glauben
ans Leben, lasst es uns ehren
gemeinsam Gebete sprechen
gemeinsam letzte Grenzen brechen
lasst uns gemeinsam
von der reichen Tafel zehren.




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