Posts Tagged ‘Brüder

31
Mai
13

Vor dem Absprung

Am Ende dieser Straße steh´ ich
zurück zum Anfang blickend seh´ ich
einen Jüngling dort im schicken Wagen
wie er getrieben bloß von seinen Fragen
lässt sich so von Sehnsucht tragen
begann von ganzem Herzen es zu wagen
dieses eine Lied zu singen
das ihn könnte bis zur Sonne bringen
bis ein weiser Mann mit grauen Haaren
ihn plötzlich zwang rechts ranzufahren
er erklärte, wer die Straßen baute
auf die bis dahin er noch fest vertraute
entschlossen die Wahrheit fortan anzuklagen
hatte man ihm gestohlen leider den Wagen
so blieb ihm weiter nichts als rennen
wovon bis heute ihm die Füße brennen
gegen all den Krach laut anzuschreien
so wollt´ er sich von Last befreien
Schritt um Schritt ließ es ihn spüren
das gen Ende uns die Straßen führen
weil er so gedacht, er wär´s, der müsste
weil er dachte, dass er´s besser wüsste
bekam bei vollem Lauf er Schellen
wollten viele gern´ ein Bein ihm stellen
wie´s Karnickel hat´s ihn überschlagen
mit dem Kopf voran dann aufgeschlagen
war er vom Schmerze auch verwirrt
ist er doch weiter geradeaus geirrt
es erschien ihm oft sogar als klar
das manch Aufschlag recht erfrischend war
doch am Boden liegend überfahren
selbst von denen, die einst Freunde waren
begann er sich selbst zu verkennen
dacht´ er könnte sich was Bess´res nennen
er holte sie ein, selbst auf Krücken
er holte sie ein, selbst in Stücken
sah´ sie lachen, wenn er am Wanken
wankte so ausgepumpt sogar durch Planken
sah´ sie weiterhin in großen Scharen
irrend Richtung Ende fahren
musste einen Rucksack mit der Last so tragen
gefüllt mit Antworten auf all die Fragen
doch wie er´s auch tat, keiner wollt´ hören
Wut ließ ihn gar Rache schwören
bis keiner mehr ihm geblieben
weil der Frust sie alle fort getrieben
weil man ihn doch ausgelacht
weil er´s doch auch für sie gemacht
doch spielte er weiter dies´ alte Spiel
die Suche war´s erklärte Ziel
sah´ er sich zwischendurch mal angekommen
hat der Restweg plötzlich zugenommen
von des Meisters Aura angetrieben
weil es so kam, wie er beschrieben
sein Wesen war´s, dass ihn verführte
weil er in ihm das Besondere spürte
ließ die Wut ihn nur noch schneller rennen
die Reibung ließ ihn heller brennen
doch kurz davor hinfortzuschweben
in die kalten Sphären abzuheben

Wie durch Zauberhand erbaute Brücken
ließen auf Augenhöh´ zurück ihn bücken
Meister, ich danke dir für deine Gabe
das Dank dir den tiefen Blick ich habe
doch das wunderbare in den Blicken
die mit Menschlichkeit so sehr verzücken
leider fehlt dir dieser Sinn für´s Schöne
für die betörensten der Zwischentöne
im brennend Lied verlgessener Söhne
in deren Namen ich dich hier verhöhne
sie ließen in mir Einsicht reifen
ich will lieber nach den Sternen greifen
da hast du dich leider geschnitten
dieses Leben hat mich zugeritten
als er seine Klingen an mir wetzte
er den falschen so zu Pferde setzte
durch den maximalen Druck befreit
hör´ ich in mir ein Kind, wie´s „lebe!“ schreit
will endlich über Grenzen schreiten
dies Kind in mir nach Haus´ geleiten
seid ihr hinter mir, dann lasst mich leben
müsst mir einen letzten Tritt noch geben

Brüder, auf geht’s, auf geht’s, auf geht’s, auf!
Ein Tritt. Ein Schritt. Ich schwör´s. Ich lauf
um nie wieder hierher zurückzukehren
der Blick zurück würd´s nur erschweren
will und kann´s nicht mehr verhehlen
am Ende würde zuviel mir  hier fehlen
am Ende dieser Straße steh´ ich
bin hier nicht überlebensfähig

Brüder, auf geht’s, auf geht’s, auf geht’s, auf!
wann geh´n hinter mir die Türen auf?
Damit sie lang verdiente Rache spüren
wir die Verführten in ihr Felde führen
damit am Ende sie die Rache spürten
für die vielen in den Tod verführten

Brüder, auf geht’s, auf geht’s, auf geht’s, auf!
Nehmen wir gemeinsam diesen Weg in Kauf
auf geht’s, auf geht’s, auf geht’s, lauf!
Hinter´m Horizont geht unsre Sonne auf.

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15
Jan
12

Viva la Revolution!

Stehe an deinem Grab und will es gern´ sagen
nie, nein und nimmer
sage ja, doch und schlimmer
kann deine Gründe nicht als Falsch anklagen

Es ist viel weiter noch gekommen
an diesem ehrlichsten der Orte
fehlen mir so, mal wieder, die Worte
das Leben hat zu vielen ihren Traum genommen

Das geht raus, an die Brüder im Nebel
um die ganze Welt
an jeden unter´m Himmelszelt
vereint kommen wir noch an lange Hebel

Wo kommen nur bloß schon Guillotinen her?
Wir müssen uns die Hände geben
werden dieses Jahr gen Ende leben
du musst sie entfernen, Monsieur Robespierre

Ist es Freiheit, dann gibt’s mehr als eine Wahl
ob Maske oder Gesicht im Lichte
es geht um das Ende der Geschichte
Gleichheit verbietet Ausgrenzung und Qual

Gibst du achtfach Versprechen, bin ich dein Wirbelwind
ich bin bereit noch heute loszufegen
bereit, mit jedem mich so anzulegen
es ist frei von Angst, dass himmlische Kind

Wir werden gemeinsam gehen, einfach Srück für Stück
glaubt an die Kraft, wir werden es schaffen
mit der geeinten Macht unserer Waffen
lassen wir keinen liegen, wir holen sie alle zurück

Lasst uns in dieser jungen Nation die Bühnen bauen
dort brennen dann all die Kerzen
für unsere Kinder und die verlorenen Herzen
neigt still die Köpfe, um in den Himmel zu schauen

Wir sollten gemeinsam unsere Augen schließen
all die Tränen, die wir noch schuldig sind
weinen wir dort gemeinsam in den Wind
überall ertönen die Namen, wie sie heißen und hießen

Musik erzählt ihre Geschichten, könnt ihr´s spüren?
Am Boulevard der gebrochenen Herzen
an der Strasse uns´rer Kinder Schmerzen
es ist an der Zeit, Lieder vom Sieg werden führen

Der Wind kommt auf, es flackern die Flammen
lasst uns die Geschichten kennen
in den Dochten wird die Hoffnung brennen
spürt ihr die Kraft, mit der wir Mauern niederrammen?

In den Sternen könnt ihr die Zukunft schon sehen
für die einen gilt es, sie zu rächen
für die Kinder unseren Schutz auszusprechen
im Kerzenlicht dann muss ein ganzes Volk endlich stehen

Ein Junkie, ein Toter, ein Schuss, Stich und Strich
lasst uns all die Seelen, die gehen und gingen
lasst sie uns retten, ihre Lieder in die Köpfe bringen
wir lassen so viele Kinder ganz einfach im Stich

Der Krieg, die Politik, der Hass, Geld und Banken
die Gefahren und nicht Teil des Ganzen heißen
lasst uns doch einfach ihre Burg einreißen
wir sind das Volk, dessen Lieder uns flanken

Die Musik in mir, kannst du sie spüren?
Für die neue Bewegung schon lange bereit
sie gehen schon lange, viel zu lange, viel zu weit
deshalb will ich den letzten Tanz nun schüren

Fühlt ihr das Wunderbare, an diesem Leben?
Die Chance wird es für niemanden je wieder geben
wir können gemeinsam diesen Brocken heben
unter unseren Füssen kann die ganze Erde beben

In den Gedanken fliegen uns´re Friedenstauben
eine Hand „Victory“. In der anderen das Megaphon
viva la vida loca! Viva la Revolution!
Die Arme will ich, gekreuzt dann, über´m Kopfe glauben

Brüder und Schwestern, lasst uns kämpfen für´s Leben
erst nur die Augen zu, gehen, fühlen und sprechen
zur Not auch schlagen, zerstören und brechen
Hand in Hand, erst ein Stückchen über´m Boden schweben

Im letzten Kriegsschrei explodieren, so zur Nova werden
von der Mitte, bis an den Rand des Randes
schießt sie durch die Strassen dieses Landes
auf, mein Freund! Holen wir uns den Himmel auf Erden!




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