12
Apr
20

Irgendwo

In jeder Nacht hör ich dich schreien
und Bomben fallen in das Friedensgebiet
und ein Echo lässt es schneien.
Kalenderblatt, wo Sturm aufzieht,
es fegt durch’s leere Kinderzimmer.
Die Fotos sind lang abgeräumt.
Ich wein an unserm Strand, wie immer
platzen Träume aufgeschäumt.
Ich bleibe hier an deiner Seite sitzen.
Du schläfst, ich halt die Hand.
Ich spüre deine Träume schwitzen.
Irgendwo geht was an Land.

Du hast die Hoffnung mir genommen.
Liebe blieb. Sie glaubt daran,
ließ Verzweiflung, nass, beklommen,
wo zu fließen Zeit begann.
Meine ist Dank dir gekommen.
Dank dir nur kam sie an.
Sie trieb fort, ich bin geschwommen
wo sie runter zieht, wenn sie es kann.
Du sprichst im Schlaf vom Müssen.
Dunkel, was nicht von uns lässt.
Ich bleibe, dir die Stirn zu küssen.
Deine Hand, ich halt sie fest.

Die Freiheit ist Dank dir gegangen.
Ich sagte ihr, das passt
in Einzelhaft, wo wir gefangen
fiele ich ihr bloß zur Last.
Dank dir sehe ich sie machen.
Sie schreibt mir, habe Mut.
Ich hör uns Morgen drüber lachen.
Siehste wohl! Mir ging’s doch gut!
Du hast mir meinen Rest gegeben.
In Flammen ging er auf, der Rauch.
Du nahmst mir meinen Grund zu leben.
Ich merkte, dass ich keinen brauch.

Raus aus dem Verderben!
Es rennt seither zu dir mein Fuß.
Es hörte auf zu sterben,
was auflebt seit dem Abschiedsgruß.
Baby, Baby, bitte glaube.
Was immer auch geschieht.
Das Leben hat ein Auge,
das Unbeweintes sehr wohl sieht,
es gibt Gründe zu erkennen,
wenn wir einfach welche sind.
Wenn wir einfach darin brennen,
sind wir Sand im Gegenwind

wird es uns mit Regen segnen,
wenn die Träne aus den Fenstern schießt,
wenn wir uns in ihm begegnen,
wenn der Weg mit uns ins Leben fließt,
wird der letzte Tag ein Neuer –
wo Blitze waren, Licht.
Auf der Fackel wird das Feuer
tanzen. Baby, es verlässt dich nicht.

Dank dir habe ich, wo Bomben fielen
meinen Frieden längst gemacht.
Ich höre irgendwo die Kinder spielen.
Ich lieb dich, Baby. Gute Nacht.


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