22
Nov
16

Mit ohne alles! (YEAHYEAHYEAH!)

Früher fragte ich mit einem Lachen,
ob ich lachen oder weinen soll.
Heute sehe ich euch Dinge machen,
weiß nun, es ist gar nicht toll,
muss man es so wirklich fühlen,
während man im Leeren sitzt.
Neben sich und zwischen Stühlen,
wo man Blut und Wasser schwitzt.

Es ist nicht schön mit anzusehen,
wie man in der Uhr verrinnt,
die ich bereit war umzudrehen
im Gefühl, dass was beginnt.
Ich hielt mich damals für gerissen.
Und war es. Und bin ausgeblutet.
Warum belud ich mein Gewissen?
Zum Überholen? Falsch vermutet!

Es ist nicht schön es einzusehen,
egal, wie man die Dinge denkt:
am Ende wird man dort eingehen,
wogegen man sich her geschenkt.
Es ist nicht schön, sich zu schämen
für alles, was nicht jeder weiß –
wenn die Dinge dich dann lähmen,
fordert Wahrheit ihren Preis.

Es ist nicht schön zu begreifen
wie das Leben dich ausschlachtet,
wenn Einsichten erst reifen
für die man nach dir trachtet.
Es ist nicht schön zu vermuten,
deine Zeit läuft vor dir ab.
Dieses Nichts, dort, im Guten,
ist doch alles, was ich hab.

Es ist nicht schön, wie sie sich sammeln,
um zu fragen, was mir fehlt.
Dabei kommen sie, um abzugammeln.
Ich hab sie alle selbst gezählt,
die Tage, die verloren gingen,
die Fehler, die ich mach.
Ich weiß, wie meine Worte klingen,
wenn ich weder wein‘ noch lach‘.

Es ist nicht schön sich vorzugaukeln,
es seien alle andern Schuld,
Sekunden, die ins Ohr mir schaukeln
geben mir bloß mehr Geduld
mich in Ruhe zu verachten.
Die Dinge, die ich ändern wollt‘
sind es, die mich zu dem machten
den ich ändern müsst und sollt.

Es ist nicht schön zu erleben
mit dem Leben aus der Hand –
unfähig, sich die Hand zu geben
so verrinnt im Glas der Sand,
während mein Gejammer
die Angst nährt, die dort oben thront.
In ihren Händen liegt der Hammer,
lässt mich zweifeln, ob es lohnt.

Es ist nicht schön sich zu betäuben,
damit er schweigt, der Schmerz,
es ist nicht schön sich zu streuben,
wenn es spricht, das Herz.
Es ist nicht schön, so aufzufallen.
Trotzdem sage ich: Seht her!
Zu mir! Zu dir! Zu euch! Zu allen!
An alle, die kaum glauben mehr,

an alle, die sich dreh’n und wenden,
deren Glas scheint kaum gefüllt,
an alle, die aus Angst vor Enden
sind von Staub und Dreck umhüllt:
Es ist so schön davon zu träumen,
wir gäben uns die Kraft
um uns dagegn aufzubäumen,
was in Wahrheit alle schafft,

es ist so schön daran zu glauben,
dass es unsre Fesseln sprengt,
dass die Zeit, die wir uns rauben
sich noch vor das Ende drängt.
Wenn wir gemeinsam uns erfreuen
diesem Leben unsren Sand
in die toten Augen einzustreuen –
an euch! Dann liegt’s in unsrer Hand!


0 Responses to “Mit ohne alles! (YEAHYEAHYEAH!)”



  1. Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


Blog Stats

  • 63,773 hits

Gedanken-Feed

Ein Klick bis zum Feed-Abo

 Mit einem Feed-Reader abonnieren

Meine Gedichte HIER abonnieren

FollowMe


TwitterCounter for @Macaveli85

NICHTS und NIEMAND

November 2016
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Archive

HTML-Tags

Creative Commons

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.