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Nov
16

Menschen vom Fließband

Menschen macht euch an die Bänder!
Sonst rollt der Rubel nicht!
Im Schatten dunkler Augenränder
reflektiert sich Neonlicht.

Sie verkaufen gern das halbe Leben,
verschenken ihre freie Zeit.
Es muss bloß Brot und Wasser geben –
reicht für ihre Dankbarkeit!

Sie verbauen sich mit der Maschine,
verteilen fleißig Spott und Hohn:
ein Frevler sei’s, wer ihr nicht diene.
Keine Musik macht den Ton.

Was es gilt? Zu funktionieren!
Tanzt mal einer aus dem Trott,
versucht man ihn zu reparieren
oder es geht auf den Schrott.

Aus Schornsteinen zischt das Feuer,
es brennt die halbe Welt.
Sie schaffen hart und zahlen teuer
hohen Preis für wenig Geld,

sie verkaufen gern die besten Jahre,
streng regiert vom Kapital.
Von der Wiege bis zur Bare
meiden sie die freie Wahl.


1 Response to “Menschen vom Fließband”


  1. 1. November 2016 um 17:42

    Ein starker Text! Er ist der sehr gelungen und steckt voller Wahrheit, liebe Grüße, Pirandîl (der gerade auf dem Heimweg von der Arbeit ist …)


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