27
Dez
14

Opposition!

Ich wollt es im Leben niemals glauben,
doch wieder geht es strack drauf zu,
was ich sehe heut mit eignen Augen:
Der Geist von gestern gibt nicht Ruh.
Wieder Kreuzen die extremen Klingen,
nach all dem Blut, Opfern ohne Zahl,
wieder hört man sie Parolen singen.
So geht es zu auf’s letzte Mal.

Scheinbar will es kein Mensch kapieren,
wo nichts bleibt, wenn man sich trennt,
außer Verstand, den wir alle verlieren,
wenn der „Kluge“ sich im „Dummen“ kennt,
weil die einen sich bestätigt sehen,
wenn sich ein andrer dümmer fühlt,
will man hier wie dort nicht verstehen.
Wenn jede Welle hin zu Rändern spült.

Nach Jahrhunderten voll Leid und Tränen,
ist, was allen von gestern bleibt,
Menschen, die sich nach Sicherheit sehnen,
Menschen, die die eigne Angst umtreibt,
Menschen, die sich einsam auflehnen,
gegen Gestern. Heut vor  Ort.
Menschen, die sich im Extremen sicher wähnen.
All die Menschen treibt es weiter fort.

Ob sie im Gleichschtritt bei PEGIDA traben,
ob man vor Rednerkanzeln steht,
mir scheint, das sie gemeinsam haben:
sie wissen längst, wohin die Reise geht
und die tiefe Angst vor’m eignen Wesen
definiert zu oberst das Sein,
woran die Zukunft der Welt soll genesen.
Redet man sich Überzeugung ein.

Dabei brechen selbst gelenke Hacksen,
weht von gestern starker Gegenwind,
wenn in krankem Boden Wurzeln wachsen,
blühen Eichen, die urdeutsche sind,
wenn sie das Restholz bloß vor Köpfe nageln.
So hält es sich wohl besser fest.
Während Bomben fallen. Kugeln hageln.
Geben wir uns schon vorab den Rest.

Ich lasse mich weder belehren,
nicht von Fachchinesisch oder Fachidiot,
der sich diese Welt kann gut erklären,
attestiert er dem Patient den klinischen tot.
Noch lasse ich mich anstecken,
von Gier, Neid oder Fremdenhass,
um jeden Meter, um’s Verrecken.
Ich kämpf um Boden für das Fass.

Trotz zu viel Straße und zu vielen Drogen,
blieb ein Feuer, das mein Nest noch wärmt,
wenn ich ehrlich bin: Ich habe oft gelogen!
Doch mein Herz hat lang nicht ausgeschwärmt!
Meine Hand, sie will sich jedem gern reichen,
oder keinem, denn: Wer bin ich schon?
Komm! Wir setzen Segel! Setzen Zeichen!
Komm! Wir beziehen zusammen Oppostition!

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