22
Mrz
14

thugzpassion

Ich sitze hier und sing laut heiter
leis mich fragend immer weiter:
Hab ich nen Riss? Bin ich gerissen?
Was alle Andern scheinbar wissen.
Der von draußen mir durch’s Fenster winkt.
der am Glashaus stehend sieht: Er sinkt!
Der Nachts heimlich mit am Bett mir sitzt,
der ins Ohr mir flüstert mit mir schwitzt.
Die Tag für Tag kommen und gehen,
die Tag für Tag es kommen sehen.

Ist es Schmerzens- oder Herzensblut?
Ist’s lebensmüd? Ist’s Todesmut?
Was ich vor mir seh in Klarheit:
nicht in mir steckt diese Wahrheit!
Ich bin ein Weiser, der die Wahrheit findet,
als Kind, dass sich die Schuh nicht bindet,
ich bin ein Spinner, über Senkel stolpernd,
ein Gewinner, Richtung Ziele holpernd –
je nachdem, ob sich wer findet,
der kommt und mir die Schuhe bindet!

Bin ich Grund zum Klatschen? Grund zum Fluchen?
Bin im Grund wohl nichts als Grund zum Suchen,
nach dem Ort, an den ich fort gestohlen;
mich zu finden! Dich zu holen!
Wer durch Gitterfenster in den Kerker steigt,
mir die Hand reicht, statt mit Fingern zeigt,
wer kommt und hilft mir aufzustehen
an dessen Seite will ich voran gehen –
wenn du mich hälst, kann ich dich führen
durch die Tür, wo sie Beton anrühren!

Wer mich liegen sieht und doch bewegt,
wer mich fallen sieht und doch erträgt,
dem zeige ich, was sich versteckt
an Orten, wo man sonst aneckt,
wo das Leben sich hat eingemauert
und mit letztem Stein auf’s Ende lauert.
Wo Andere verschämt wegblicken,
dort werde ich dich lustvoll zwicken,
wo du die Augen schließt zum Versteck,
werd ich brüllen: „Komm! Verreck!“,

wenn du bittest, ich soll schweigen,
werd ich lachend mit dem Finger zeigen,
bis du Wut hast, nimmst den Strolch,
fasst sein Herz, nimmst den Dolch,
fasst den Mut, nimmst den Frust,
treibst ihn in des Lebens Brust!
Hörst du, wie wir diesen Schrei befreien?
Dass Leben nach dem Leben schreien?
Siehst du uns gen Morgen rennen –
siehst du heute morgen hinten brennen?

Siehst du, wie wir gen Morgen fliehen,
wie wir Morgen morgen nach uns ziehen?
Siehst du, wie wir uns Morgens küssen,
wenn wir’s tun, weil wir es müssen?
Wie wir offen auf der Straße liegen,
uns leideschaftlich ineinander biegen?
Wie wir’s offen auf der Straße treiben,
bis den Andren wird nichts Andres bleiben,
als sich in dunklen Ecken, hinter Hecken
vor Geilheit stöhnend die Wunden zu lecken?

Siehst du nicht? Was wir verpassen,
wenn wir unser Herz nicht fassen?
Hörst du nicht? Ich such ohne Pause,
nach meinem Frieden und zu Hause,
wo ich erwache und hör Kinder lachen,
die laufen-fallen-lernen-machen,
wo ich erwache und der Frieden siegt,
weil neben mir  wer  träumt und liegt.
Du hörst mich von zu Hause singen?
So hol mich ab! Ich werd uns bringen!

 


6 Responses to “thugzpassion”


  1. 1 standy
    22. März 2014 um 06:38

    … alles Böse kommt aus des Menschen Herz …

    Gott aber hat Gedanken des Friedens über uns – Bitte IHN täglich um Reinigung und du wirst leben🙂

    • 22. März 2014 um 07:20

      Sagt mal? Bin ich eigentlich umstellt von euch?

      Und zu dem, was du sagst: Blödsinn wie diesen hab ich zwar nicht selten gehört (was das Herz des Menschen angeht), trotzdem bleiben Gedanken wie diese einfach nur eins: Selten dämlich.

    • 24. März 2014 um 13:26

      Sowas aus dem anonymen heraus zu sagen und dann einfach wieder zu verschwinden, ja, dass hat was von Nächstenliebe. Wirklich. Ganz toll.
      Wenn Gott unbedingt was reinigen will, dann kann er mir ja gerne hier erscheinen und mein Klo putzen. Das sieht aus wie sau!

  2. 4 kiso
    4. August 2014 um 16:21

    Wusstest du das 2Pac Amaru Shakur meine Jugendliebe war?😀

    • 4. August 2014 um 16:37

      Hehe, meine Liebe ist er bis heute – im nicht homosexuellen Sinne. Weißt ja, wie es heißt – echte Liebe gibt es nur zwischen Männern (zum Glück heißt es nur so).

      Peace

      Basti

  3. 6. August 2014 um 12:35

    Welche Musik magst du noch? Find die alten Sachen von WU-TANG, Biggi und Snoop schick. Wiz Khalifa hör ich auch voll gern. Kennst du KaynBock?


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