09
Jan
13

Raubtierfang

So grausam war das alte Jahr
in dem ich doch so viel verloren
so groß wie diese Liebe war
der ich von Beginn an bereits abgeschworen
werd´ ich wohl nie mehr eine wiederfinden
doch stellte er sich mir nie dar
der Zweifel an den guten Gründen
selbst als ich sie dann jubeln sah

Weil sie floß, die bittre Träne
und man so auf mich eingetreten
Aug´ in Aug´ mit der Hyäne
die Meister für den Winter sähten
sie fletschten vor mir ihre Zähne
als um null Uhr ich voll Hoffnung war
war sie nicht fünf Minuten gut genug
Vater, ich freute mich so, als ich dich sah
bevor wie immer er dann zuschlug

Und wie immer hab´ ich schnell gestanden
so stark wie ich noch nie geblutet
egal, wie all die Wetten standen
ich hab mir mehr noch zugemutet
einmal doch nur umgekehrt
braucht ich eines ihrer Herzen
„glaube mir, sie sind´s nicht wert“
spricht der Meister durch die Schmerzen

So lässt er über mir die Geier fliegen
spüre unter mir die Erde beben
muss aufrecht auf dem Rücken liegen
will ich die Bluthunde nicht miterleben
bis ich dann wieder wankend stehe
sehe Blicke, blaues Blut
wenn ich trotzdem einfach weitergehe
fließt die Träne, geht´s mir gut

Doch plötzlich will ich wiedergeben
was sie versuchen mir zu nehmen
ich spüre in mir wahres Leben
wenn meine kalten Worte sie erst lähmen
will ich sie schon am Nacken packen
seh´ ich´s Weltbild schon in Fetzen fliegen
will ich sie so gerne einfach zerhacken
doch noch lasse ich ihn hier nicht siegen

Ich suche nach dem alten Bär
der oft schon diente  mir zum Schutze
bin heimlich einfach hinterher
so war als Singvogel auch ich zur Nutze
doch weit weg muss ich erkennen
wie seine starken Tatzen winken
würde gerne einfach zu ihm rennen
doch er sieht mich in mir bloß versinken

Traurig sieht er mich dort liegen
bis die gebrochnen Flügel wieder nützen
träumt ein Falke seinen Traum vom Fliegen
doch wird nicht irgendwer solang mich schützen
kommt der Falkner mich dann wohl bald holen
nimmt mein Herz, mit undändigem Willen
lässt er mich los, so wie befohlen
will ich nur noch meinen Blutdurst stillen

„Wie ich sagte. Keine Wahl“
grinst er schon, wie angenommen
die Wahrheit machte er mir zur Qual
„bitte lass es´ nie zur Wende kommen“
ein Falke krächzt
„so darf´s nicht enden“
hoffe auf den Bär, der noch ächzt
bitte rette mich doch. Aus seinen Händen.

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