04
Feb
12

Kämpferherz

Immer, wenn ich durch die Strassen gehe
den Menschen in die Auge sehe
sehe ich Ohnmacht ihre Schatten flanken
die unbelebt des Weges wanken

Sehe die Stille vor den Mündern schäumen
beginne vor mich hinzuträumen
blicke auf die Kälte des grauen Randes
an den Strassen unseres Landes

Sehe vor mir den Winter, wenn nichts bliebe
denke plötzlich an sie, denke an Liebe
sehe einen Mantel, zum Teilen das Schwert
und sehe sie, wie sie mich begehrt

Während die meisten einsam sitzen
heiß vor Rage kalte Perlen schwitzen
will ich uns den Traum erfüllen
uns unter´m Mantel einzuhüllen

Einmal frei zu sein, ohne´s Versagen
ohne Narben zu beklagen
zum letzten Tanz die Hand ihr geben
bis zum Ende so dahinzuschweben

Noch einmal umarmend mich zu einen
einmal noch in ihren Armen weinen
ein letztes Mal noch ihren Atem spüren
einmal noch die Haut berühren

Einmal noch dieses „Danke“ brauchen
einmal noch ihr „Verzeihung“ hauchen
vergessen wo, wie wir hin je kamen
im letzten Winter noch einmal im Warmen

Lippen wollen sich nochmal berühren
eine Hand ihre Brust noch einmal spüren
in des letzten Stündleins dringend Schlägen
sich in der Leidenschaft des Takts bewegen

Ich erfriere jetzt, wenn mir im Winter nichts bliebe
ausser Gedanken bloß nach Rache für Diebe
ohne Geld, gefrierend auf den Strassen des Landes
nie frei von der Last des Unterpfandes

Vielleicht verliere ich alles, vielleicht sogar sie
vielleicht weiß ich nicht wo und bald nicht mehr wie
vielleicht wird das Leben schon bald in mir still
muss bis dahin nur wissen , wie sehr ich es will

Ich will so lange leben, bis ich dann sterbe
so lange blühen, bis ich verderbe
ich will so lange gewinnen, bis ich verliere
so lange glühen, bis ich erfriere

Ich muss es hören, dann zum letzten Atemzug
mein Herz wie´s in der Brust noch schlug
so weiß ich es, dann bis zum letzten Atemzug
zu kämpfen bleibt stets Grund genug

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1 Response to “Kämpferherz”


  1. 4. Februar 2012 um 19:12

    Woher nimmst du nur deine vielen Ideen!? Kämpferherz gefällt mir!

    „sehe einen Mantel, zum Teilen das Schwert“ Das klingt nach dem bekannten Sankt Martin, der sein Schwert zog, um seinen Mantel mit einem Bettler zu teilen.

    Grüße!

    Vendog


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