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(Modernes) Sonett von der Hoffnung

Ein Mensch erblickte das Licht der Welt
In Gemeinschaft geboren, in ihr zu leben
Zu denken, zu fühlen; zu nehmen, zu geben
In Verzweiflung´s Schatten vom Wir erhellt.

Doch Mensch um Mensch ins Dunkel fällt
Nur noch dem Rufe folgend hinzustreben
Über die Ordnung, sich über Nächsten zu erheben
Gemeinsames Feld wird so einsam nur bestellt.

So suche ich verlassen nach wärmendem Licht
Das durch Ritzen mir ins Aug´ noch fällt
„Was soll ich bloß, wenn die Welt zerbricht?“

Hoffe so sehr auf mein Herz, dass es Recht behält
Wenn es in kalter Nacht noch zu mir spricht
„Du Mensch wirst kommen, der mein Leben erhellt.“


6 Responses to “(Modernes) Sonett von der Hoffnung”


  1. 4 Unbennant
    9. Oktober 2015 um 19:16

    Ich bin in der 10.klasse auf einem Gymnasium und wir nehmen gerade das Thema Sonett im Fach Deutsch durch. Als Hausaufgabe müssen wir ein Gedichtsvergleich schreiben und rate mal mit welchem wir „An die Welt“ von Andreas Gryphius vergleichen sollen…genau, mit deinem.😀 Also Gratulation würde ich mal sagen.
    Warum ich es dir mitteilen möchte, weiß ich selber nicht, aber anscheinend ist ein richtig gutes Sonett, obwohl es formal nicht den Klassischen entspricht, aber es heißt ja nicht umsonst modern.😉

    ps. ich bekomme das Metrum irgendwie nicht herausgefunden.

    • 27. Oktober 2015 um 21:45

      Achjha, fast hätt ichs vergessen: Hast du nen Link zu dem anderen Gedicht, mit dem ihr meines verglichen habt? Oder könntest du es eventuell hier in den Kommentaren posten? Würde den Vergleich dann ganz gerne auch selbst mal anstellen ;-P

  2. 27. Oktober 2015 um 21:27

    Heyhey, naja, ist ja vielleicht auch gar nicht so wichtig, WARUM du es mir mitgeteilt hast – ist aber jedenfalls schön, das dus einfach getan hast. Und Danke für das Kompliment, ist ja zumindest fast eines ;-P

    Was kam denn raus bei eurer Besprechung, wenn ich fragen darf? Also ich meine, habt ihr es auch inhaltlich diskutiert? Was das Metrum angeht, da muss ich dich leider enttäuschen, als ich dieses Gedicht schrieb, war ich noch „blutiger Anfänger“, deshalb habe ich mich auch erstmal an die wesentlichsten Merkmale gehalten, also das Reimschema und den inhaltlichen Aufbau. Ich muss allerdings dazu sagen, das ich inzwischen als etwas Erfahrener Schreiber (hab inzwischen auch ein Buch veröffentlicht, falls also jemand auf den Geschmack gekommen sein sollte, kann ich da Abhilfe schaffen ;-P), zum Thema Metrik, das sie eindeutig überbewertet wird – oftmals führen gezählte Silben nicht zu einem flüssigerem Rhytmus, sondern zum genauen Gegenteil. Deshalb bin ich auch wieder davon abgerückt, mich strikterweise daran zu halten.

    Achja, und dein Lehrer hätte sich übrigens auch gern mal melden können, um seine Meinung an dieser Stelle kund zu tun, würde mich mal interessieren, was er dazu sagt, wenn er es schon zur Diskussion stellt ;-P Also, nochmal vielen Dank für die Info,

    Peace

    Basti


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