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Aug
10

Der Blick auf Morgen

Der Nebel weicht, offenbart. Was er hielt verborgen
der Blick ins Leben. Ein Blick auf Morgen
sehe ins Licht. Sehe mich morgen, seh, wie er hofft
wie sooft. Ganz unverblümt die Wahrheit klopft

Seh´ mich bloß weiter hoffen. Jedes Ende, es ist offen
so viele Fragen. Von Antworten nicht erhellt, bloß besoffen
sehe die vielen Menschen. Wie sie reden, wie sie lügen
sich doch mit Phrasen meist nur selbst betrügen

„Menschen, sie ändern sich, man lebt sich auseinander“
denk ich zurück. Die Wahrheit des Kindes eine andre war
ein Freund kam nicht. Ging nicht. Versprochen vom Leben
unendliche Einigkeit. Nur dafür. Keine Argumente dagegen

„So ist´s nunmal. Der eine schafft´s, der andre nicht“
für alle Opfer. Vergangenes. Zukünftiges. Ein Schlag ins Gesicht
Verzweiflung tritt nicht auf. Einmal da, wirft sie Schatten
jede Hoffnung die fällt. Wird zur Hoffnung, die die Nächsten nie hatten

Der Blick ins Leben. Ein Blick auf Morgen
zwischen all den Menschen. Den immer gleichen Sorgen
die gleichen Gespräche. Die immer gleichen Antworten
Menschen. Wie sie reden von Hoffnung, doch Trauer bloß horten

Sehe sie denken. Wie sie zweifeln, seh sie wieder erleben
wie das Leid den Ausdruck zeichnet, wie sie sich ergeben
wie sie einst hier erwachten. Wie sie nur einst alles hatten
wie geplatzte Träume. Aus Hungrigen machen die nun Satten

Der Blick ins Leben. Ein Blick auf Morgen
zwischen all den Menschen. Den immer gleichen Sorgen
immer gleiche Antworten. Jeder wird, wie er werden wollte
gegangen auf Wegen, die man eigentlich nie sehen wollte

Immer gleiche Antworten. Jeder wirkt, wie er werden sollte
stolz lebend an diesem Ort. Den man eigentlich nie kennen wollte
Der Nebel weicht, offenbart. Was er hielt verborgen
unseren Blick ins Leben. Gemeinsam einsam, ohne wahre Lust auf Morgen.

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1 Response to “Der Blick auf Morgen”


  1. 19. August 2010 um 20:25

    Obwohl es hier um den Trott, um Ausweglosigkeit, sehr viel um Selbstbetrug und ungleiche Chancen geht, hat der Text mit seinen starken Ausdrücken doch den Rhythmus von Hoffnung und Glaube. Zumindest habe ich ihn so gelesen.
    Starkes Stück
    Gruß
    Hieroniemuß


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