Posts Tagged ‘Zeit

18
Sep
13

Haltlos

Hätte ich Geld
müsste ich kaufen
ein paar Schuhe
um loszulaufen

Hätte ich Zeit
um sie zu nehmen
wartete ich
wohin wir kämen

Doch habe ich
weder Zeit noch Geld?
Auf geht’s! Ohne
etwas das mich hält!

06
Mär
12

Abschiedskuss

In den Sternen
der Nächte
dieser Zeit
steht unser Märchen nun
geschrieben
von zwei Menschen
die sich trafen
an einer Kreuzung
deren Wege
nie kreuzten
Hand in Hand
so lief ich
von da an
mit dir
einsam
immer weiter
ohne dich je zu berühren
sah so tief
in den Glanz
deiner farblosen Augen
ohne jemals
dein wunderschönes Gesicht
zu erblicken

Lippen
die sich niemals spürten
küssten sich so zärtlich
an einem Ort
an dem ich nie wirklich
war
nur wegen diesem Menschen
den ich nicht gekannt
der sich so geborgen fühlte
in meinen Armen
in denen er nie wirklich
lag
zur Ruhe gebettet
an diesem Ort
so heimisch
in der Fremde
die wir gemeinsam
erträumten

Doch nun wird es Zeit
loszulassen
was ich nie besaß
es zieht mich zurück
in die Heimat
die ich
nie wirklich
verlassen
lass´uns gemeinsam
ein letztes Mal
aus diesem Fenster blicken
eine Träne
in die Horizonte weinen
von denen leise die Lieder klingen
die nur für dich geschrieben
bis in schönste Träume singen
die erinnern werden
an Tage
die wir
nie gemeinsam
verlebten

Bitte
bringe mich
zurück
zu der Tür
durch die ich nie
gegangen

Ich will dich
endlich vermissen
diese wunderbare Zeit
erinnern
ohne jede
wirkliche Erinnerung

Bitte mein Schatz
bitte lebe
lebe wohl

03
Mär
12

Ins Freie!

Gehe
mit deinen Gedanken
ins Freie!

Jeder freie Gedanke
braucht auch
Strahlen der Sonne
nach der
er sich richtet
jeder freie Gedanke
braucht auch
ein Bild der Zeit
wie sie vergeht
jeder freie Gedanke
braucht auch
den Wind
der ihn trägt

Gehe
mit deinen Gedanken
ins Freie!

Jeder freie Gedanke
wie ein Samen
der Pusteblume
verweht im Sturm
falscher Einflüsse
vergeht im Gefängnis
deiner vier Wände
verfehlt den Ort
seiner Bestimmung
ohne die Freiheit
die er braucht
zum Fliegen

Gehe
mit deinen Gedanken
ins Freie!

Jeder freie Gedanke
wie ein Samen
trägt nur dort
wirkliche Früchte
wo man ernten kann
was du säst

03
Feb
12

Zeitspiel

Man kann
drehen und wenden
wie man auch will
Zeit
ist und bleibt
ein undankbarer Zeitgenosse

Je mehr
man sie hat
desto eher
versucht man
sie totzuschlagen
je eher
man sie bräuchte
desto mehr
rennt sie
davon

15
Dez
11

Aus-Wege

Die Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
Kinder, die im Blut ertrinken
Mütter, die zum Abschied winken
teures Öl und Diamanten
tote Kinder, die sie fanden
die Tat, sie macht den Täter groß
wofür tausend Opfer leiden bloß
es fließt das Geld so zu den Reichen
belebt das Spiel von reichen Scheichen
die gut geölt am schönen Strande
vernehmen gut gebräunt, am Rande
die armen Menschen, die verbleichen
für die Sonnenbräune ihresgleichen
unter Türmen aus gehäuften Zahlen
werden Menschenrechte so zermahlen
zwischen Banken, bis auf´s letzte leer
der mit der Macht trabt nebenher
die Banken, bis auf´s Letzte leer
verleih´n ganz einfach immer mehr
so wird’s am Ende denen bleiben
die die Aktien und die Heere treiben
wenn Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
für unsereins, viel Feind, viel Ehr´
für unsereins? Ach woher?
Gemeinsam auf dem Weg zum Ende
sucht sich jeder seine eig´ne Wende
auf den Strassen, unter Linden
will jeder seinen Aus-Weg finden
und will einer ihn mal anders sehen
hören alle auf, den Weg zu gehen
lassen Hoffnungen und Zeit verstreichen
während Menschen sterben und verbleichen
doch Zeit ist´s längst, könnt ihr es sehen
für uns GEMEINSAM aufzustehen!

27
Nov
11

Oh Gott (1)

Oh Gott
warum nur
sind Menschen
so ungerecht
bis ich auf Knien
so verzweifelt
zu dir flehe

Oh Gott
könnte ich doch
nur zurück
durch die Zeit
wie schön
diese Welt
doch wäre
könnte ich sie
nur selber
zum Untergang
führen

„Teufel, ja
das wär´s!“

24
Okt
11

Im Zeichen der Zeit

Am Strand des Lebens, blicke zum Horizont
glühend rot mein Himmel brennt
grollend nähert sich dunkel die Front
rasend schnell die Zeit mir rennt

Einen Schritt im Wasser, zu meinen Füßen
es ankern Schiffe in der Fremde
lansgam schon die Kälte lässt grüßen
rasselnd fern im Kettenhemde

Im Schatten der Berge beraten sich Gruppen
als läge hinter mir die Verschwörung
auf ihren Hügeln formieren sich Truppen
vor mir liegt nun die Zerstörung

Mit geschlossenen Augen, auf meinen Knien
Luft vom Meere, sie riecht nach Blut
in der Ferne blitzend, die Klingen sie zieh´n
Luft der Lungen, sie riecht nach Mut

Geballt die Faust, gewillt mich aufzurichten
in der Luft liegt nur noch die Stille
vom bitteren Ende die Winde berichten
so weht in ihnen schierer Wille

An den Ufern, genau wie der Felsen so still
gesenkt der Kopf, hoch der Kragen
ja, ich kann, ja, ich muss und ja, ich will
bereit die letzte Schlacht zu schlagen

Hole tief nochmal Luft, um laut zu schreien
ein letzter Blick, der zu Allem bereit
ineinander zu krachen, bald ist´s nun soweit
dem Kampf! Im Zeichen! Der Zeit!

12
Okt
11

Wellenbrecher

Wer einst wagte es laut  vorzudenken
selbst im Angesicht von Hohn und Spott
so versucht zum letzten Gegenlenken
der endete oft verlassen am Schrott

Wenn der Mensch in blindem Wahn entbrannte
geschürt durch Hass in brennende Heere
die Ehr’, Moral und Vernunft verkannte
fiel schon mancher Schatz dem Wahn zur Ehre

Fern schwelend Stürme am offnen Meer
erfordern Kraft sich selbst zu stellen
bläst die Zeit noch Wind vom Lande her
bricht einsam der Fels am Ufer Wellen

31
Mai
10

Gigant google

Die Zeit vorbei. Als Menschen in unendliche Weiten riefen
kamst zu helfen. Zu entwirren weite, unendliche Tiefen
hast dich verändert. Heimlich, wo wir dich einst bloß anriefen
bist du mutiert. Nach und nach, heimlich. Während wir schliefen.

Die Zeit ist vorbei. Als Menschen in unendliche Weiten riefen
wurdest größer. Immer mehr, die sich nur auf dich beriefen
wurdest bedeutender. Wehe denen, die den Trend nun verschliefen
wurdest mächtiger. Verloren ihr Ruf. Und verschwanden in Tiefen.

Die Zeit ist vorbei. Hast dich inzwischen selber gekrönt, selber berufen
bist riesig. `S waren die Menschen, die in den Weiten den Giganten schufen
bist unersetzlich. Hast dich als Empfehler zur eignen Empfehlung geehrt
bist zu mächtig. Findest Worte nicht bloß. Bist dabei zu verändern ihren Wert.

19
Apr
10

Vom Mond, der Zeit und anderen Dingen

Da es im Internet wohl immer darum geht, ein möglichst breites Publikum zu treffen, was liegt näher, als sich mit anderen Autoren seinen Blog zu teilen und somit die potentielle Zielgruppe zu vergrößern?

Und da es am Potential nicht mangelt, auch wenn man´s manchmal anders denken mag, so bin ich stolz euch heute bereits meinen ersten Gastautor aus meiner Blogroll präsentieren zu können, Andreas Gebert der das Blog “scythe society” betreibt:

Ein Dämon steht am schwarzen Fels, blickt voller Ehrfurcht auf das trübe Meer. Wellen schlagen gegen Steine und heben sich vor ihm empor. Zahllos viele kleine Tropfen, sie fliegen wie feiner Regen auf ihn nieder.
„Die Welt ist eigenartig komisch. Und doch so faszinierend schön…“, spricht er in die schwarze Nacht.
Der Mond am Himmel, er wäre so gern wie er ein Dämon. Dann könnt er stehn am Felsen und blicken übers nasse Meer. Er müsste sich kein Stück bewegen, denn was er will ist eine Pause. Dieser Wunsch bleibt ihm verwehrt.
Doch die Zeit steht über Allem und so nimmt sie sich, was unser Mond begehrt. Manchmal rennt sie wie der Teufel, im Moment steht sie ganz still. Sekunden kriechen, wollen keine Einheit bilden. Minuten werden stolze Stunden, machen Wartenden das Leben schwer.
Die Gestalt am schwarzen Felsen, sie interessiert sich nicht mehr für Zeit und Raum. Sie fühlt die Zeiger nur noch langsam ticken. Das Leben scheint ihr zu schnell.
Ein Licht geht an in weiter Ferne. Ein Strahl voll Sorgen, so wird er von mir heut Nacht genannt.

Einen letzten Atemzug kostet ihn seinen Abschiedsbrief:
„Leb wohl, du schönste aller Welten.“
So öffnet unser kleiner Dämon seine rabenschwarzen Flügel und stürzt hinab ins Paradies.

Vom Mond, der Zeit und anderen Dingen” aus dem Blog “scythe society“,

by Andreas Gebert.




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