Posts Tagged ‘Welt

28
Dez
12

Kinder ohne Namen

Wie einst die Kinder
die ein König nahm
zu ergründen
wie sehr die Menschen
den Menschen brauchen
um zu überleben
indem er ihnen gab
was ein Lebewesen braucht
zu leben
doch ihnen alles nahm
was der Mensch braucht
zu sein
sind auch die Kinder
dieser Generation von Menschen
dabei zu sterben
weil sie verdammt sind
zu leben
umgeben
vom ohrenbetäubenden Schrei
einer sterilen Stille
speist man sie ab
in die schreienden Kehlen
stopf man
erbarmungslos
das sie alles haben
was sie brauchen
wie einst den Kindern
die der König nahm
winkt auch ihnen das Schicksal
mit einer Erwähnung
in einem tödlichen Lehrbuch
als letzte Erinnerung
an ihre gequälte Seele

Wie einst die Kinder
die der König nahm
werden die Kinder
dieser Generation
von Menschen
enden
in einer Reihe
fehlgeschlagener Experimente
wenn das letzte von ihnen
aufhört zu glauben
an das eine Wort
das man im Dunkel
nur für sie gesprochen
wie einst die Kinder
die der König nahm
werden die Kinder
dieser Generation

In keiner Erinnerung mehr
einen Namen tragen
weil sie dabei sind
zu sterben
verdammt
zu leben
wird der letzte
ihrer ungehörten Schreie
die Stunde einläuten
wenn die Uhren
diese Welt
endgültig aufhören werden
sich um sie
zu drehen

16
Jul
12

Ungebremst

Einst vor uns´rer Zeit schon angeschoben
so nahmen die Dinge hier Ihren Lauf
doch ist als Bremse uns dies Netz gewoben
bis kurz vor´m Einschlag geht´s bergauf

Wird die Fahrbahn sich dann abwärts neigen
ist ein Ende plötzlich abzusehen
wenn wir dann erst auf die Bremse steigen
bringt uns vorher nichts zum Stehen

Wir werden gerade einfach weiter steuern
es wird der Tage dann der Letzte sein
an dem die Wärme, die wir heute befeuern
holt uns mit lodernd´ Flammen ein

Dann wird wahr, was wir Wahrheit schon nennen
und das Geld wird diese Welt regieren
wenn in glühender Gier die Menschen verbrennen
und schreiend nach mehr im Momente gefrieren

30
Mär
12

Du bist der Anlass

So viele fallen viel zu jung zur Stund´
ohne Halt, zerschmettern am Grund
so viele Kinder geknechtet mit Hieben
Eltern zerbrechen, werden zu Dieben
so viele Kinder gezeichnet von Narben
Kindheit in Armut, der anderen Gaben
geboren in eine Welt voll nur von Neid
Angst vor´m Verlust, kommendem Leid
so stehen sie mit dem Rücken zur Wand
reiche ihnen erst mit Vorsicht die Hand
denn wie Rehe sind sie oft zu scheu
gehe ein Stück, ich reiche sie neu
entlang der Strasse ein Stück zu gehen
was sie brauchen, sollen selber sie sehen
es geht nur darum, sie zu verstehen
lasse sie reden, weinen, fragen, flehen
gebe bloß Antwort auf ihre Fragen
ohne sie mit der Weisheit zu plagen
meist dann in früher Morgenstund
verlassen Sorgen ihren Herzengrund
aus der jungen Seele, ihrer Tiefe
was bis ans Ende sonst innen schliefe
verlässt durch´s Auge mit den Tränen
die sie bei mir sicher wähnen
will ein letztes Grinsen noch geben
für die Momente, das wahre Leben
über Bibel, Leben, lieben und hassen
habe ich ihnen Entscheidung belassen
alleine fange ich oft zu träumen so an
sie seh´n in den Himmel, glauben dran
in der Nacht liege ich sooft und weine
im Bad, auf dem Boden, ganz alleine
wie sie gestern noch zu Grunde gehen
versuche sooft vergeblich aufzustehen
alleine mit Krämpfen, den Schmerzen
doch trage ihn, den Löwen im Herzen
bis auf Herzengrund ist er zu hören
wenn wir den Lebensgeist beschwören
danke Gott für diese Leidenschaft
Lebensmut und Willenskraft
gegen des Teufel´s verführerisch Tanz
was keiner schafft, ein Junge, er kann´s
leer wäre mein Leben, wenn er nicht bliebe
nur dieser einend Moment in inniger Liebe

20
Feb
12

Abschied

Es ist
ein Abschied
wie immer
ein warmer
Händedruck
ein unschuldiges
Lächeln
unter traurigen
Augen
sagen schon lange
es ist Zeit
endlich
zu gehen

Ein letztes Mal
nun geh schon
durch diese Tür
ich weiß
das Urteil
ist lange gefallen
leider
waren deine Tage
bereits gezählt
bevor du
damit rechnen konntest
leider
waren deine Tränen
bereits geweint
bevor du
wirklich schreien konntest
leider
warst du
mit deiner Hoffnung
schon lange begraben
bevor der Mensch
in dir
das Licht
dieser Welt
erblickte

Lass uns
einen Moment noch
inne halten
dann komm auch du
an meine Seite
ich schwöre dir
wir werden uns
gemeinsam rächen
für all das
was du dir
entwaffnet bereit
warst
selber anzutun

12
Okt
11

Dank dir Welt

Danke dir Welt, mit Fehl und Tadeln
lässt auf deinem Weg uns sehen
deine Fehler bloß die Schönheit adeln
Schritte danken, sie zu gehen

Klarer Atem, befülle mich mit Leben
mit Blättern tanzend lass mich schweben
du schlagend Herz die Schritte beben
deinem Puls zum Einklang hin mich geben

Klarer Verstand, lass´ mich verstehen
Ehfurcht lehre mir die Demut vor´m Sinn
weinend Aug´ lass´ klar mich sehen
deinen Geist, durch den ich menschlich bin

Große Kraft, lass´ mich hier stehen
mit Augen der Angst die Warnung noch sehen
offenes Ohr lass´ Einsicht verstehen
lass´ großen Mutes Wege bis zum Ende gehen

Danke dir Welt, mit Fehl und Tadeln
erschein´ ich alleine dir, als Licht im Dunkeln
deine Fehler bloß die Schönheit adeln
lass´in die Nacht, als Stern mich dann Funkeln

29
Sep
11

Kein Zweifel

Es lassen die Zweifel mich den Kopf verdrehen
die Zweifel selbst am Zweifel sehen
Zweifel liessen mich bezweifelt stets gehen
zweifelsohne bliebe ich wohl stehen

Müsste ich einen Zweifel nur am Sinn je sehen
auf der Stelle liessen sie mich drehen
bis ich verzweifelt müsste dann verstehen
keinem Zweifel mehr je nachzugehen

Enthusiastisch-fantastisch müsste fanatisch ich flehen
kein Zweifel, nur in Dankbarkeit zu zweifeln hier
für Schönheit, die bis ans Ende dieser Welt zu sehen
für den Glauben! Schicksal dieser Dank gilt dir!

08
Jul
11

Mensch, was bist du dämlich! (2)

Ach Mensch, was bist du dämlich
regiert für dich das Geld doch deine Welt
glaubst ihm scheinbar wirklich nämlich
jedes dieser Versprechen, dass es auch hält

Wenn es dir sagt, es mache dich satt
verschweigend den Bettler der leidet
der nichts als  bloße Angst noch hat
verhungerrnd ewig um den Fleischtopf neidet

Wenn es dir sagt, es mache dich reich
verschweigend den, der in Armut gefangen
alle Auswege sieht in Dubai beim Scheich
sich dann aus Angst vor Morgen aufgehangen

Wenn es dir sagt, es könne glücklich machen
lässt du dir die Märchen gerne erzählen
doch hast du bloß dann nichts mehr zu lachen
verlierst all deinen Glauben, wird’s dir je fehlen

Ach Mensch, hast du denn einfach vergessen
siehst du wirklich hinweg über unfassbares Leid
es gab schon Reichtum, Glück und satt zu essen
diese Not brachte Geld, von der es angeblich befreit

Doch geblendet siehst du stolz im Spiegel dich dann
Brust raus, Arsch rein und hoch die Pfoten
bedauerlich, „das arme Schwein“, dass wie du so nicht kann
in strammer Haltung feierlich; ein „Hoch!“ auf den  Despoten!




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.


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