Posts Tagged ‘Verzweiflung

25
Feb
11

Wohin Führer lügen

Zur falschen Zeit, am falschen Ort
er war in den Wahnsinn geboren
so ging er dann als Kind schon fort
mit Führer´s Worten in den Ohren

Dieses Kind, so wild entschlossen
man hatte ihm das Hirn gewaschen
verlor seine Unschuld, hat geschossen
die weiße Weste, voller Lügen ihre Taschen

Von der Rasse, Lebensraum im Osten
sein Kindheitstraum dafür zu kämpfen
er ahnte nicht, was er würde ihn kosten
doch brennende Erde begann zu dämpfen

Junge Freunde fielen, Kinder und Frauen
all das Blut, die klirrende Kälte der Nacht
doch gab kein zurück mehr aus dem Grauen
Krieg war seine Heimat, wofür er gemacht

Bis  er dann vom Feind umstellt
betete er noch verzweifelt darum
Führer´s Versprechen, dass es auch hält
doch man hatte ihn verkauft für dumm

Hungernd, dürstend, frierend, verlassen
kam im Kessel leider dann der Tag
als er sah, wie Kameraden sich aßen
an dem auch er der Verzweiflung erlag

Was hätte er wohl alles gegeben
hätte er nur vorher schon gewusst
was ihm bedeutet, nichts wird überleben
diesen Krieg, in den er mit 17 gemusst

Wo er am Ende dann alleine gelassen
in dieser Lüge, die er lebte
begann er noch alles, sich  zu hassen
als das Blut gar an den Zähnen klebte

Hörte er den Führer durch´s Rohr
das er Stalingrad hat aufgegeben
s´ war der Moment, in dem er erfror
an Hass verloren sein junges Leben

Zur falschen Zeit, am falschen Ort
er war in den Wahnsinn geboren
so ging er dann als Kind schon fort
des Führer´s Worte in den Ohren

30
Okt
10

(Modernes) Sonett von der Hoffnung

Ein Mensch erblickte das Licht der Welt
In Gemeinschaft geboren, in ihr zu leben
Zu denken, zu fühlen; zu nehmen, zu geben
In Verzweiflung´s Schatten vom Wir erhellt.

Doch Mensch um Mensch ins Dunkel fällt
Nur noch dem Rufe folgend hinzustreben
Über die Ordnung, sich über Nächsten zu erheben
Gemeinsames Feld wird so einsam nur bestellt.

So suche ich verlassen nach wärmendem Licht
Das durch Ritzen mir ins Aug´ noch fällt
„Was soll ich bloß, wenn die Welt zerbricht?“

Hoffe so sehr auf mein Herz, dass es Recht behält
Wenn es in kalter Nacht noch zu mir spricht
„Du Mensch wirst kommen, der mein Leben erhellt.“

15
Apr
10

In Auszügen: “Traurig, aber wahr…”

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.5 Traurig, aber wahr…”.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

„Traurig, aber wahr!“, er hört es schon wieder. Wie oft hat er diese Geschichte erzählt in den letzten acht Jahren, hundert, vielleicht hundertwanzig Mal.
Diese Antwort, sie kam sooft, sie kam jedesmal so überzeugt, jedes einzelne Mal.

„Ein Feigling, sich einfach aus dem Leben zu verpissen“, auch diese Wort vielen oft. Alleine diese Worte über einen toten Freund zu hören, es hat ihm sooft den Schlaf geraubt in der Nacht. Denn er weiß, sein Freund war kein Feigling.

(…)

Die traurige Wahrheit? Dieses Gefühl. Er hatte tatsächlich Recht.”

TraurigAberWahrDownload

R.I.P. Entscheidet selbst. Diesmal bitte richtig.

10
Apr
10

Wertvolle Wertelosigkeit

Sehen. Hören. Verstehen. Beschreiben die Dinge, wie wir sie sehen,

schulbuchmäßig gefühlsecht. Worte über Realität, die Realitäten übergehen.

Sehen. Hören. Verstehen. Beschreiben die Wege, wie wir sie sehen,

planmäßig planlos. Augen am Ziel, wissen wohin, doch nicht warum wir sie gehen.

Sehen. Hören. Verstehen? Beschreiben das Leben, wie wir es sehen,

gemeinverträglich egozentrisch. Im Sinne aller, zu überhören, wenn Einzelne flehen?

Sehen. Hören. Verstehen? Beschreiben das Recht, wie wir es sehen,

ungerecht selbstgerecht.  Gutes Recht, im eigenen Sinn, an allen Verbrechen begehen?

Sehen. Hören. Verstehen? Beschreiben die Wahrheit, wie wir sie sehen,

abgeklärt unaufgeklärt. Auf unserer Welt, am Besten nur die eignen Wege zu gehen?

Sehen? Hören? Verstehen? Wenn wir beschreiben, dabei den Fehler begehen,

unmenschlich mitfühlend. Als Ziel anzusehen; alleine leben,  möglichst bequem. Uns gemeinsam? Nur überstehen.

09
Apr
10

zerrissen

„Sie liebt dich? Sie liebt dich nicht?“ Musst es wissen,

dauernde Angst. Lässt dich verpassen, „sie könnt dich begleiten, ein kleines Stück“. Zerrissen.

Sie liebt dich? Sie liebt dich nicht. Lässt es sie wissen,

dauernde Angst. „Wird mich verlassen, trifft einen Anderen, bleibst alleine zurück.” Zerrissen.

05
Apr
10

Vergessen

Hatte vergessen. Wie man sich traurig fühlt, der Schmerz zu banal

sich ganz unten zu wissen.

Gewohnheit. Am Tage zu glauben, kann schlimmer nicht werden. Fatal.

Hatte vergessen. Weiß nun wieder, um den Schmerz. Traurig sein, was es heißt

ganz unten. Alleine zu sein,

Traurigkeit. Nachts erwachen, wissen. Wahr nun die Angst, die jedem Traum dich entreißt.

05
Apr
10

www.Identitätskrise.de/ich?

„Ja. Du. Genau du, viel redend, nichts sagend. Der nur über´s bloggen bloggt,

der glaubt an seine Worte, dass sie hätten Wert. Der Werte zerstört,

genau du. Rättenfänger, der über den Sinn redet, nur mit Illusionen lockt,

der glaubt an seine Worte, dass sie wären wichtig. Fühlst dich erhört,

fühlst einen Thron. Du, der gebückt, leer, nur vorm düster-flimmernden Nichts hockt,

du, der glaubt, den Sinn zu kennen. Von Sinnen verlassen, vom Sinn empört“,

„unerhört!“. „Du. Genau du. Sooo überzeugt? Widerspruch. Wie plötzlich dein Atem stockt,

bist völlig geschockt. Sage brauchst Augen zum Reden, selbst Tränen, sie werden gehört,

bist nicht erleuchtet, sondern völlig gestört. Redest vom wir, du, der nur alleine da hockt,

nächtelang zockt, über Spiele gar bloggt, im Auftrag der Wahrheit. Eindeutig. Gestört.

Ja. Du. Hast 800 Freunde, doch bist immer einsam, social Network, in dessen Maschen –

zu zappeln, nur das ist gemeinsam. Wissen ist Macht“, haben´s gedacht. Plötzlich verderben,

Tag X, Server down. Welt im Dunkel, trotz google earth, ausweglos, auf gepackten Taschen,

mit Wissen überladen. Sterben. Vererben? Fünf Worte, „kann nicht mehr angezeigt werden.“




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
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