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26
Mär
10

In Auszügen: “Es wird Zeit.”

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich  so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite  “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.1 Es wird Zeit“.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

Es wird Zeit.

Er öffnet die Augen. Er findet sich wieder in einem Szenario, welches ihm unbekannt scheint. Jedoch fühlt er sich nicht, als wäre er Fehl am Platz.Ein Raum, hohe Mauern. Aus grauen Steinblöcken. Ein roter Teppich ziert den kalten, harten Boden – aus dem vermutlich selben Material wie die Wände – zumindest ein wenig. Er lehnt an der Wand, lässt einen Blick durch den Raum schweifen. Lauter Unbekannte, nur Männer, wie es scheint. Ob er sich bloss einbildet, ein ganzes Stück kleiner zu sein, als alle dieser anwesenden Männer? Er ist sich nicht sicher. Ob er sich bloss einbildet, alleine zu sein in diesem mit Menschen gefüllten Raum? Auch hier ist er sich nicht sicher. Ein wenig fühlt er sich, als sei er zwar anwesend, jedoch gebannt in die Rolle eines bloßen Zuschauers.

Er blickt sich weiter um, und, in der Mitte des Raumes, endlich ein vertrautes Gesicht. DAS Gesicht. IHR Gesicht.

(…)

Er öffnet die Tür. Und was er zu sehen bekommt, es ist schlimmer, als er es je hätte befürchten können.

Lediglich zwei Menschen im Raum. Sie. Auf dem Schoss eines Typen, den er nicht kannte, so finster anmutend, eine Anziehung auf sie auswirkend, die ihm das Gefühl vermittelt, sie wäre gebunden an seinen Schoss. Sie bemerkt ihn zuerst gar nicht, streichelt das Haar des Unbekannten, zärtlich, wie hypnotisiert.

Blickt ihm dabei mitten in die Augen. Würdigt ihn dabei keines Blickes. Hilflos muss er ansehen, wie die Hand ihres neuen Angebeteten immer wieder auf und ab fährt auf ihren Schenkeln, kurz vor ihrem Ziel wendend. Immer und immer wieder. Plötzlich dreht sich ihr Blick. „Ich bin es“ will er sagen, doch er blickt in die Kälte. In Herabwürdigung. Als würde sie versuchen ihn hinauszuwünschen, mit diesem kalten, für sie völlig fremden Blick.

(…)

Plötzlich Schreie. Sie fleht. Sie winselt. Kreischt, die erbarmungswürdigkeit ihrer Rufe bricht ihm das Herz.

Alleine die Vorstellung, was gerade in den zurückgelassenen vier Wänden ablaufen könnte, sie ist so real und grausam, dass er sie nicht ertragen kann.

Er schließt die Augen, während des Rennens, als könne er die Bilder einfach vergessen. Verdrängen, was er nicht mal leibhaftig mit angesehen hatte.

(…)

EsWirdZeitDownload

So, entscheidet selbst. Nur tut es richtig ;-P






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