Posts Tagged ‘Träne

22
Mai
12

Meine Heimat

Schlendernd laufe ich durch unser Land
schaue gerne auf die grüne Wand
wenn Sonne rot scheint am Horizont
thront vom Berg die Lichterfront
durch grüne Hügel fließt der Fluss
Natur wirkt auf mich in einem Guss
warmer Wind weht mir durch’s Haar
dieser Flecken Erde, wunderbar
wenn beim Laufen Kiesel knirschen
ein Stück weiter noch Jäger pirschen
in den Lungen nur die frische Luft
in der Nase dieser Blumenduft
ich könnt´ ewig ziellos weiterlaufen
fernab von Käufern die verkaufen.

Doch ins Dunkel hüllt sich´s Paradies
die Nacht wandelt das Tal zum Verlies
wenn junge Menschen ihre Leben
bevor sie´s jemals lebten geben
mit Crystal, Koks und Amphetamin
sieht man Bauernkinder Bahnen zieh´n
an diesem Ort, wo ich geboren
da habe ich jeden Freund verloren
so laufe ich einsam durch die Nacht
wie die letzte auch wird durchgemacht
doch wo harte Jungs täglich weinen
wird Sonne wieder´s Grün bescheinen
mit ihren ersten warmen Strahlen
uns Hoffnung in die Landschaft malen
so erkenn ich morgendlich – allein´
möcht am Ende hier begraben sein
wo ich zu oft ich selbst nicht mehr bin
wieder und wieder zieht’s mich dorthin

Ich trink auf dich, Tal der Schmerzen;
sorry, dass so selten ich’s erwähne -
Heimat, ich trag´ dich tief im Herzen
und lieb´ dich selbst für jede Träne!

14
Apr
12

Bei jedem Blick

Bei jedem Blick
in dein Gesicht
verliere ich mich
in der Unschuldigkeit
eines Lächelns
das mich bezaubert

Bei jedem Blick
in dein Gesicht
wird mir klar
wie kostbar
unsere Momente sind
in denen ich fürchte
um dein Licht
bedrohlich
kommt ihm bereits
in aller Stille
eine Träne
entlang deiner Wange
unaufhaltsam
immer näher

Bei jedem Blick
in dein Gesicht
fühle ich
die Wärme
spüre ich
wie das Eis
immer dünner wird
auf dem wir
uns bewegen
auf dem ich
beginnen möchte
mit dir zu tanzen
um Arm in Arm
nur mit dir
endlich einzubrechen
um nur mit dir
endlich nach Hause
einfach zu versinken
in heimisches
Gefilde

02
Mär
12

Lebe. Immer. Weiter.

Ich bin
dir so dankbar
für jede Träne
die ich um dich
weinen darf
seit dem Tag
der mein Leben
veränderte

Deine Mama
vor deinem Grab
ich vergesse nie
wie sie deinen Namen
schreit
wieder und wieder
ich vergesse nie
wie sehr
ich mir wünschte
deine geschlossenen Augen
könnten um dich weinen
wie sehr
ich mir wünschte
dein geschlossener Mund
er ruft
ein letztes Mal noch
um Hilfe
doch kein Ton
der dich
verließ

Ich danke dir
so sehr
das du
für mich
da bist
seit dem Tag
immer dann
wenn sie mich brauchen
für deine Hand
wenn ich
auf den Knien
deine Finger
spüre
wie sie mich streicheln
durch mein Haar
wenn ich
liege
ich danke dir
so sehr
für dein Lächeln
wenn ich
um dich
weine
für deine Flügel
wenn ich
fliege
mit dem Körper
den du nimmst
um zu leben

Bis zu dem Tag
an dem
nur du
und ich
die Welt veränderten
an dem ich
deiner Mama
von dem Engel erzähle
den sie gebar
in den Tod
der mich
leben lässt
lebe
immer
weiter
lebe
immer
weiter

10
Jul
11

Todunglücklich

Um mich heult auch keiner
so weinst du
deiner Trauer keine Träne nach
aus bloßer Verzweiflung
nimmst du dir selber
die Traurigkeit
als einzige Hürde
für das wahre Empfinden
wirklichen Glückes
musst du sie nehmen
die schmerzliche Erinnerung
an schöne Momente
deine Sehnsucht
eine letzte Hoffnung
auf ihre Wiederkehr

03
Jul
11

Lebe wohl, mein Kind

Einen Moment nur in Gedanken
Augen geschlossen, Pflanzen die ranken
diesen einen Moment bin ich wieder
öffne vorsichtig nur meine Lider
plötzlich ein Blick, so wunderbar
gleicht Meinem, als ich Kind noch war
will zu streicheln, zu grinsen beginnen
doch ich sehe seine Träne rinnen
das Kind so traurig, es winkt
Schultern hängend, der Kopf, er sinkt
schreiend kann ich nur noch flehen
beginnt der kleine doch sich wegzudrehen
muss ihn einfach laufen lassen
so sehr ich versuche, ihn auch zu fassen
weinend knie ich nur noch dar nieder
nie gewesenes Kind, es kommt nie wieder
weinend starre ich auf die kalten Fließen
als die Gedanken nur so durch mich schießen
weinend nur noch, so musste es gehen
hätte ich seine Augen doch wirklich gesehen
weinend verliere ich, was mich noch trug
er sah es ein, ich werde nie alt genug
ihn in den Armen zu halten, meinen Traum
verloren weinend, in diesem kalten Raum
um wirklichen Teil, den´s unwirklich nur gibt
weinend um den, der mich bedingungslos liebt

Weinend liege ich hier nun schon Stunden
meine Seele so dringend, nach Hoffnung erkunden
zwischen diesen Tränen habe ich sie gefunden
schon ok, denke ich, ich komme über die Runden
nur alleine kann ich gerade nicht stehen
brauche deine Hilfe, bitte hilf mir zu gehen
plötzlich stehe ich fest auf den Beinen
beginnt die Trauer sich im Herz zu einen
kann mein Kind, als Sonne, am Morgen erscheinen
wird dazu mein traurig Liedlein erklingen
die ganze Welt, sie soll´s mit mir singen
je fester verwurzelt, desto höher soll´s springen
will bis ans Ende dieser Welt dich bringen
ich habe meinen Traum dafür gegeben
werde weiter so, bis zum Ende leben
selbst wenn´s der Menschen gäbe nicht einen
bliebe ich halt liegen, würde ewig hier weinen
einsam wird so mein Blümchen sprießen
selbst am Grabe, an dem keine Tränen fließen
kommt keiner zu sehen, wie glücklich wir sind
wird mich keiner je kennen, außer mir und dem Kind.

23
Okt
10

(Modernes) Sonett vom Kreis, der sich schließt

Der Punkt, an dem der Menschen Kreis sich schließt
Wo sich Einsicht einstellt, dann Erkenntnisse siegen
An dem all das Leid und die geweinte Träne in Kriegen
Befruchtend in Demut, in die Menschlichkeit fließt

Doch auch ohne den Feind, der uns heut´ noch beschießt
Man sieht Leid und Elend hier die Menschen doch biegen
Viele Menschen zerbrechen, die wir sicher könnten wiegen
Egos die Opfer fordern; im Kreis der ohne Einsicht schließt.

Lasst uns doch weinen, mit der Mutter die um´s Kinde trauert
Menschen fühlen, nicht bloß ihre Schicksale noch besprechen
Lasst uns fürchten, mit dem, der aus Angst nur noch kauert

Es kommt die Zeit und unser Vergessen, es wird sich rächen
In Gedenken, Angst die sich streut, die uns in Kälte mauert
fasst eure Hände. Gemeinsam noch den Kreis zu durchbrechen.




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