Posts Tagged ‘Schicksal

02
Nov
11

Seemannsgarn (das Ende vom Lied)

Als einst die Zeit stand still der Welt im Schock
bließ ihr ins Segel treibend Hass
setzt am Meer auf Kurs die Gorch Fock
hatte im Laderaum ein Pulverfass

Die Besatzung, wie entflammt, brennend im Mut
nicht wissend, welchen Geist sie riefen
in ihrer Verzweiflung geeint, wie blind vor Wut
sie erweckten ihn aus tiefsten Tiefen

Als heimlich vom Fass lief ein Tropfen vom Blute
tropfte schicksalhaft gar bis zum Grunde
öffnete der Bestie den Schlund, die sonst ruhte
wittert selbst die Glut der kalten Lunte

An Bord derweil, dort erkannten eifrige Lümmel
ein Täubchen, es ließ sie Gefahren erahnen
versetzte die Besatzung in ein wildes Getümmel
war nur gekommen, sie zu warnen

Laut schlug der Alarm, sie gehorchten auf´s Wort
die Taube am Himmel, als Hexe zu jagen
befahl der Kapitän, schlich sich heimlich so fort
sie beschäftigt eine Schlacht zu schlagen

Ins Nichts segelte so, wie verloren, ein Schiff
schlug ihnen dort dann auch die Stunde
im Ganzen ihr Kahn, nur ein tödlicher Griff
zog ihn der Kraken schon zu Grunde

Gerichtet durch seinen verschlingenden Biss
brüllten die Gören, schrien die Wichte
er kannte keine Gnade, der sie dann zerriss
verteilte am Grunde der Geschichte

Nicht einer der Namen, der am Ende geblieben
in den Tiefen blutet Schicksals Wunde
ein Schiffsfriedhof, wohin Besessene trieben
und am Ende ihnen schlug die Stunde

Seither nun treibt das Täubchen in den Meeren
sieht sie tief unten, ein letztes Mal winken
fernab vom Krieg, dem Tod und den Heeren
zu ihnen friedlich bald herabzusinken

29
Sep
11

Kein Zweifel

Es lassen die Zweifel mich den Kopf verdrehen
die Zweifel selbst am Zweifel sehen
Zweifel liessen mich bezweifelt stets gehen
zweifelsohne bliebe ich wohl stehen

Müsste ich einen Zweifel nur am Sinn je sehen
auf der Stelle liessen sie mich drehen
bis ich verzweifelt müsste dann verstehen
keinem Zweifel mehr je nachzugehen

Enthusiastisch-fantastisch müsste fanatisch ich flehen
kein Zweifel, nur in Dankbarkeit zu zweifeln hier
für Schönheit, die bis ans Ende dieser Welt zu sehen
für den Glauben! Schicksal dieser Dank gilt dir!

15
Feb
11

Shorty need to be a thug

Einst als junger Tor, er war vom Leben begossen
der Traum seiner Zukunft zugezogen von Wolken
hatte er eigentlich nur zu versuchen beschlossen
auf verbotenen Wegen der Versuchung zu folgen

Überdrüssig der Welt, voll von Geld und Geltung
wo man ihn vergaß, er sich längst selber verlor
nahm er den Rausch wahr als eine Art der  Genesung
fühlte erstmals war er wer, stieg eine Treppe empor

Er genoss einen Aufstieg, bis er dann spürte
zwischen Sucht und Elend nur scheinbar geborgen
des Kindes falsche Entscheidung, wohin sie führte
von Gestern abgewandt, verloren die Lust auch auf Morgen

Viel zu spät erst konnte er selber es fassen
das er mit Menschen verkehrte, gar von ihnen lebte
die gegenseitiges Schicksal erfüllen, in dem sie sich hassen
das längst nichts mehr war, wo die dunkle Wolke einst schwebte

Vergessen die Träume, wirklicher Kummer und Sorgen
sich ganz heimlich gegen die Zukunft entschieden
Angst vor Menschen von heute, in einer Welt von morgen
hat´s nicht verpennt, am Ende bewusst zu erwachen vermieden

So lebt man gemeinsam in Unruhe, in seiner Subkultur
geprägt von Zwängen, frei von moralischen Regeln
die einen wie am Abstellgleis, das Dumme ist nur
zu viele von ihnen, die alle dort hinein segeln

Stellt sich also die Frage, wo kommen wir hin
eine ganze Gesellschaft will Alarm laut läuten
gibt dem Sinnlosen in seinem Sinne ihren Sinn
lässt den Hoffnungslosen als Feindbild bedeuten

„Ichweißallesbesserbrauchstmichalshilfe“ bleibt als Tour
auf der die Opfer als tatkräftige Täter nun leben
der Kampf der Not gegen das Elend nur
in dem sich alle hier die Klinke längst geben

Bleibt zu hoffen, für eine friedliche Welt von Morgen
das wir es lernen, noch wirklich gemeinsam zu leben
vielleicht werden aus Problemen wieder ehrliche Sorgen
all die Sinnlosigkeit einen wirklichen Sinn noch ergeben

Denn wenn wir nicht merken, wohin wir uns führen
wird des Kindes Schicksal, in seinem kalten Lauf
doch noch den befürchteten Flächenbrand schüren
liegt er richtend erst wirklich auf Jedermann´s Schläfe auf.

10
Jul
10

Ungeschriebene Gesetze: Paragraph 1

Der Tag wird kommen
benommen
werden erkennen
wie weit ist es gekommen?
überall Leid
keiner kann mehr
Täter schuldig benennen

Deja-vu der Geschichte
bekannte Täter
keine Gerichte
die Recht sprechen
Täter
die zu Recht verbrechen

Recht einzuklagen
ohne hinterfragen
Recht zu haben
ohne Gerechtigkeit
nur am Recht sich zu laben

Einfach weiter verbrechen
Schicksal wird sprechen
immer geltendes Recht:

„Unfassbar
die Bürde des Menschen
– unantastbar.“

15
Apr
10

In Auszügen: “Traurig, aber wahr…”

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.5 Traurig, aber wahr…”.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

„Traurig, aber wahr!“, er hört es schon wieder. Wie oft hat er diese Geschichte erzählt in den letzten acht Jahren, hundert, vielleicht hundertwanzig Mal.
Diese Antwort, sie kam sooft, sie kam jedesmal so überzeugt, jedes einzelne Mal.

„Ein Feigling, sich einfach aus dem Leben zu verpissen“, auch diese Wort vielen oft. Alleine diese Worte über einen toten Freund zu hören, es hat ihm sooft den Schlaf geraubt in der Nacht. Denn er weiß, sein Freund war kein Feigling.

(…)

Die traurige Wahrheit? Dieses Gefühl. Er hatte tatsächlich Recht.”

TraurigAberWahrDownload

R.I.P. Entscheidet selbst. Diesmal bitte richtig.

10
Apr
10

Wertvolle Wertelosigkeit

Sehen. Hören. Verstehen. Beschreiben die Dinge, wie wir sie sehen,

schulbuchmäßig gefühlsecht. Worte über Realität, die Realitäten übergehen.

Sehen. Hören. Verstehen. Beschreiben die Wege, wie wir sie sehen,

planmäßig planlos. Augen am Ziel, wissen wohin, doch nicht warum wir sie gehen.

Sehen. Hören. Verstehen? Beschreiben das Leben, wie wir es sehen,

gemeinverträglich egozentrisch. Im Sinne aller, zu überhören, wenn Einzelne flehen?

Sehen. Hören. Verstehen? Beschreiben das Recht, wie wir es sehen,

ungerecht selbstgerecht.  Gutes Recht, im eigenen Sinn, an allen Verbrechen begehen?

Sehen. Hören. Verstehen? Beschreiben die Wahrheit, wie wir sie sehen,

abgeklärt unaufgeklärt. Auf unserer Welt, am Besten nur die eignen Wege zu gehen?

Sehen? Hören? Verstehen? Wenn wir beschreiben, dabei den Fehler begehen,

unmenschlich mitfühlend. Als Ziel anzusehen; alleine leben,  möglichst bequem. Uns gemeinsam? Nur überstehen.

02
Apr
10

der preis ist…

Der Preis? Wer weiß?

Für Zivilcourage? Den etwas anderen Fleiß?

Der Preis? Die  Belohnung?

Vergessen. Verachten. Hoffnung. Auf Verschonung.

Der Preis? Überzogen?

„Für andere tun? Wird immer belohnt!“ ´S war glatt gelogen.

Ein Preis? Auf falsch oder richtig?

Glatt belogen. „Hör auf dein Herz. Nur das ist wichtig!“

Was es dafür gibt? Wer weiß?

Wird ausgezeichnet, selbst auf den Kopf! Steht am Ende ein Preis…

02
Apr
10

Das Klagelied

Habe das Gefühl

zu fallen,

leere Strassen –

Schreie hallen.

Folge ihrem Klang -

kein Loblied, ein winselnder Ton,

sehe in den Himmel -

keine Freiheit, nur Menschen. Nur Hohn.

Schrecke zurück –

blicke zu Boden,

der ätzende Gestank von Gleichgültigkeit -

umgeben von Toten.

Blicke zurück, ins Firmament -

weg sind die Menschen,

nur noch das Biest. Der Mensch? Er rennt.

Hat sich verirrt -

Wissenschaft. Durch sie nicht erleuchtet,

sondern verwirrt.

Kann nicht mehr weiter, zerstört -

der Hoffnungen Rest,

werde hier sterben. Hoffend. Das Gott mein Flehen erhört.

29
Mär
10

In Auszügen: “Endlich 18″

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.4 Endlich 18”.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

Endlich 18

„Morgen“, betritt er freudestrahlend die Küche, genau wie an jedem anderen, gewöhnlichen Morgen auch.
„Morgen, HAPPY BIRTHDAY“ fällt ihm seine Mutter direkt um den Hals, denn heute ist keiner dieser anderen, gewöhnlichen Morgende.
Es ist sein Geburtstag. Der 18. So lange hatte er sich auf diesen Tag gefreut. Pläne waren längst geschmiedet.
Was er bis zu diesem Tag alles geschafft haben wollte. Was er ab diesem Tag alles schaffen will.

(…)

So sehr er sich auch über die vielen Glückwünsche freut, die er im Laufe des Tages entgegennehmen darf, über die Geschenke, die Angst diesmal wieder nichts von seinem Vater zu hören, sie ist zu groß, größer als das bisher je der Fall war.

(…)

Ein Wunsch ist ihm in Erfüllung gegangen. Der Tag seines achtzehnten hatte tatsächlich etwas verändert, auch wenn er noch nicht wirklich deuten kann, was diesen Gedanken hervorruft, so kann er es doch in aller Deutlichkeit fühlen.
Erstaunlicherweise ist er sogar gut gelaunt, was zum einen daran liegt, dass seine Mutter ihn aus Mitleid an diesem Morgen nicht wie gewöhnlich mit aller Gewalt versucht, in die Schule zu verfrachten.

Zum anderen ist die gute Laune bedingt durch die Vorfreude auf etwas, auf ein Gefühl, von dem er sich eigentlich geschworen hatte, er würde es nie kennen lernen: XTC.
Die Vorfreude auf das Gefühl, dass ihm einfach unbeschwertes, durch nichts belastetes, von ihm sonst ungekanntes Glück bescherte, sie reicht um die Geschehnisse des gestrigen Tages zu vergessen. Für den Moment.

(…)

Endlich18Download

Bleibt zu sagen: Entscheidet selbst. Nur tut es richtig ;-P

28
Mär
10

Anybody. Killer. (2)

Der Blick aus dem Fenster, das Gefühl es wird enden,
der Tag wird kommen. Erwachen. Mit Blut an den Händen.
Kein Leben, kein Gefühl?
Alt. Abgenutzt. Kühl.

Was begann an eines Freundes Grab,
der sich alles nahm, doch uns etwas gab,
zu erinnern. Seinen endgültigen Schrei,
Zukunft? Mensch? Schluss. Aus. Vorbei.

Die Welt wie sie war, sie ertrank -
in den Tränen einer Mutter. In des Todes Gestank.
Nie wieder wie früher, kein Weg zurück,
verfolgt vom Pech. Auf der Suche nach Glück.

Nicht einer alleine, sondern wir gemeinsam,
sind so selten zusammen, sind gemeinsam nur noch einsam.
Nicht einer alleine nur  verzweifelt, verirrt,
wir alle gemeinsam sind blind und verwirrt.

Suchen das Glück, leben in der Ferne -
nur unser Antlitz der Stolz. Nur Besitz gibt uns Wärme.
Suchen das Glück, leben in Zahlen -
nur unser Antlitz der Stolz. Wer nichts besitzt leidet Qualen.

Wollt das ich schweige? Oder mich Schäme?
Fordert Einsicht? Bekommt nur die Häme,
denn bereuen fällt schwer, wenn du erst weißt -
um eines Freundes Mörder. Der Jedermann heißt.




Blog Stats

  • 56,980 hits

Gedanken-Feed

Ein Klick bis zum Feed-Abo

 Mit einem Feed-Reader abonnieren

Meine Gedichte HIER abonnieren

FollowMe


TwitterCounter for @Macaveli85

Juli 2014
M D M D F S S
« Jun    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Archive


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.