Posts Tagged ‘Regen

19
Feb
12

Tanz der Lichter

Der Visionär, mit dem Blick in der Ferne
man sieht, wie du dich gerne siehst
der Kapitän, so hattest du dich gerne
sehe wie gerne du vor Wahrheit fliehst

Denn krächzend geht es nicht zur Neige
aus langem Schatten, tief im Dunkel
spielt schief die Töne, zweiter Geige
Frust entwächst aus dem Gemunkel

Auf den verlassenen Pfaden eingereiht
mit einem Mal, da wurd’s dir klar
hörst Applaus aus der Vergangenheit
der ja, eigentlich, der deine war

Bis zu dem Tage, als plötzlich Licht
ein Herz, zart wie Samt, zäh wie Leder
durch dich schien, sich in dir bricht
ein Schmerz, unter Druck, wie eine Feder

Wie hast du geschlagen und gerungen
Schreck fuhr durch deine Glieder
vom Boden bis zum Himmel gesprungen
geht nun warm langsam dar nieder

Wie ein Zauber, der belebende Regen
tanzt wie tausend bunte Lichter
dies Kind stürmt raus, welcher Segen
sieh hin, es erhellen die Gesichter

Gespreizte Arme, Augen geschlossen
dreht sich´s im Freien, dies Kind
von ihren Augen kommt´s geflossen
zart bewegt im Hauch von Wind

Auch ich musst raus, dass Grollen hier
wieder hinter der Bühne, alleine gelassen
nur ein Engel im Regen, die Musik in mir
muss in Leidenschaft sie tanzen lassen

08
Jan
11

Haiku (I)

Einsame Herbstnacht
Von den Dächern tropft Regen
In unser Schweigen

10
Jun
10

Schlange endet. Vor´m Kaninchen.

Der Sinn des Lebens. Lässt ihn entwischen
hinterher. Vor´m Packen hörst du´s zischen
weichst zurück. Dir ist Angst und Bange
statt Erfüllung. Das Gesicht einer Schlange.

Bleibt dir nichts, bleibt nichts außer fliehen
erfüllt von Angst. Wütend. Leblos. Exil  beziehen
fällst ins Loch. Und kannst wieder lachen
totes Leben. Kann sterbende lebendig machen.

Fühlst dich nicht wohl,  bist innerlich leer
„das Leben ist hart. Hier zu leben ist schwer“
Fühlst dich nicht wohl, wärst innerlich leer
ganz unten. Wenn Nebenmann kein Toter wär.

Kurz vor´m Ende, es zieht der Himmel schon zu
ein letzter Wille. Die Wut. Lässt dir keine Ruh´
ohne Sinn. So zu leben, es war so ungewollt
nach oben. Regen fällt, überall Donner der grollt.

Solche Angst, ein Blitz schlägt ein. Blickst in eine Pfütze
erkennst. Ohne Arme, der Wille zu greifen. Zu nichts nütze
blickst in die Pfütze. Der Blitz schlägt ein. Es wird dir Bange
das Kaninchen erstarrt. Blickt ins Gesicht einer Schlange.




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