Posts Tagged ‘Flügel

02
Mär
12

Lebe. Immer. Weiter.

Ich bin
dir so dankbar
für jede Träne
die ich um dich
weinen darf
seit dem Tag
der mein Leben
veränderte

Deine Mama
vor deinem Grab
ich vergesse nie
wie sie deinen Namen
schreit
wieder und wieder
ich vergesse nie
wie sehr
ich mir wünschte
deine geschlossenen Augen
könnten um dich weinen
wie sehr
ich mir wünschte
dein geschlossener Mund
er ruft
ein letztes Mal noch
um Hilfe
doch kein Ton
der dich
verließ

Ich danke dir
so sehr
das du
für mich
da bist
seit dem Tag
immer dann
wenn sie mich brauchen
für deine Hand
wenn ich
auf den Knien
deine Finger
spüre
wie sie mich streicheln
durch mein Haar
wenn ich
liege
ich danke dir
so sehr
für dein Lächeln
wenn ich
um dich
weine
für deine Flügel
wenn ich
fliege
mit dem Körper
den du nimmst
um zu leben

Bis zu dem Tag
an dem
nur du
und ich
die Welt veränderten
an dem ich
deiner Mama
von dem Engel erzähle
den sie gebar
in den Tod
der mich
leben lässt
lebe
immer
weiter
lebe
immer
weiter

26
Sep
11

Gemeinsam. Einsam. Gemeinsam.

Wieder eine Stunde vor´m Spiegel
in dem ich mich selber nicht sehe
liegt in der Luft ein heiliges Siegel
egal wohin ich den Kopf auch drehe

Als wäre er überall hier im Raum
ich kann meinen Engel hier spüren
kalte Kacheln, im schönsten Traum
fliegend die Gedanken mich führen

Zurück zu meiner schlimmsten Zeit
Wahrheit des einen, dem anderen Lüge
beide gingen dabei doch viel zu weit
hoffe, dass ich mich nie mehr so belüge

Was habe ich dir damals nur angetan
festgekrallt riss ich dir tief eine Wunde
Teufels Bilder, wo einst Träume waren
Narben tun vom Kampf noch die Kunde

Du zeichnest nun die schrecklichen Bilder
mit jedem Strich will ich dir wieder näher
jeder Blick macht die Leidenschaft wilder
jede Träne zeigt, ich brauche dich so sehr

Diese zauberhafte Art, einzigartig, wunderbar
weine aus Freude, für den der vor dir nur steht
gebannt steht dieser Mensch einfach dann da
genießt deinen Zauber, der nie wieder vergeht

Sehe im Traum zum Horizont dich fliegen
in dem nur mit dir das Gute kann siegen
sehe dich im Traum, in meinen Armen liegen
in denen du mich zum Frieden kannst wiegen

Überall in mir spüre ich es wieder brennen
dieses Feuer, Spreu vom Weizen zu trennen
vor dem Ungeheuer, böseste  Bestien rennen
zurück im Dunkel ihre Heimat zu kennen

So seh ich im Spiegel, Mensch der nun geht
zu erklimmen auch die steilsten der Hügel
der jeden Kampf zu kämpfen wieder versteht
vor seiner Angst beschützen ihn Flügel

Ein Mensch, der am Horizont die Sonne sieht
die Welt zu erobern, hörst du sein Gequängel
dich tanzen zu sehen, denn ich bin dein Lied
sing´s nur für dich, denn du bist mein Engel

18
Sep
11

Engel und Krieger

Ich bete gerade zu diesem einen Engel
der nun endlich wieder mir zusammen hält
der Schönheit Blüte und der Hoffnung Stengel
die ganze Welt, die im Wahn längst zerfällt

Ich bitte dich, komm nur hierher zurück
will so gerne in den Himmel dich heben
die neue Welt dir zeigen, Stück um Stück
zusammen einmal über den Dingen schweben

Der Gedanke alleine, er tut mir so gut
nur einen Tag gemeinsam mit dir zu sein
möchte so sehr niederknien vor dem Mut
dich umarmen, bis zum letzten Sonnenschein

Doch diese düsteren Gedanken, sie quälen
hättest es doch vielleicht so teuer bezahlt
den mutigsten Weg aller Tugend zu wählen
jeder Ruf nach dir, der in der Ferne verhallt

Wir alle haben deine Not nicht gesehen
doch trotz der Angst vor diesem Biest
konntest für einen Menschen sehr weit gehen
egal, wo du bist, hoffe, dass du mich siehst

Wie sehr ich deinen Mut doch´hier verehre
dein Andenken auf den Händen gar trage
deinen Eltern nochmal den Engel beschere
für die schlimme Antwort, auf traurige Frage

Kann ich mich gerade im Spiegel doch sehen
wie eine Träne über meine Wange fließt
so kehrst du zurück, um mit mir dann zu gehen
mit einem Lächeln, dass wie Blumen du gießt

In meinem Körper ist zurück nun die Kraft
es fängt an zu heulen sogar dieses Biest
wie eine Rückkehr, die Unmögliches schafft
mit ihr das Blut durch toten Körper schießt

Egal, was du willst, wir werden es machen
für einen Engel Gerechtigkeit zu schaffen
so lange weinen, singen, tanzen, fühlen, lachen
so wird’s das Biest schon im Scheine dann raffen

Ich will mit dir all die Kämpfe einfach wagen
und ist es des Teufels vierte Staatsgewalt
will ich mit deiner Stimme ihr auch sagen
sie ist nicht mal einen einzigen Gedanken alt

Gabst deinen Mut und nahmst mir die Angst
meinen Frieden habe ich eh lange gemacht
sagst mir noch „wenn du willst, du kannst“
erinnere Menschen, der nur zum Kämpfen erdacht

Bis zu dem Tage werden deine Flügel uns tragen
ich will die Schönheit nicht zu denken wagen
könnte ich dir Hand-in-Hand gar Danke sagen
und ein Kuss bloß reicht, um nie zu verzagen

Alleine der Krieger und sein Engel
sind am Ende dann die Sieger
eine vorlaute Göre und ein Bengel
erobern Welten. Als Engel und Krieger.

14
Sep
11

Der Engel Blutdurst

Ein junges Leben mit vielen Enden
Schicksals Lücke ließ dich wenden
Dämonen die mit Wahrheit schänden
blieben Narben auf den Kinderhänden

So zog in die Welt mit diesem Schmerz
der schönste Engel und sein reines Herz
doch zu tief gefallen, zu hoch geflogen
machtest um dich selbst bald einen Bogen

Bis eines Nachts zum Mond der Wolfe nun
zu den Dämonen singt, die Herzen ruh´n
wo zu Nächten Himmel auf sich schwingt
ein toter Körper nur zu Boden sinkt

Es trugen dich die gebrochenen Flügel
über die Erde, bis zu Schicksales Hügel
wo all die jungen, die verlorensten Seelen
jede Nacht, sich gegenseitig einsam quälen

Dann zu jener, der verhängnisvollsten Nacht
bis ein dunkler Magier dort halt gemacht
so ließ er die jungen Seelen dann singen
bis Geister konnten ihm die Bestie bringen

Sie verzehrte dann im tiefen Schlunde
deine Träume nun als Schaum vor´m Munde
im Schatten düster und der Nacht anonymer
machst Welten noch bunter, Grase noch grüner

Trat  ein junger Mensch dir ins Leben
wollte nehmen, was du nie wolltest ihm geben
so riefst du in der Stille einer dunklen Nacht
der Bestie Kraft, die dich glücklich nun macht

So waren´s Engel die sich schließlich schufen
zu den dunklen Geistern ihrer Macht berufen
damit den Bruder und die Schwester zu laden
ließen jeden Fremdling in der Hölle braten

Schwer beladen mit der unendlichsten Schuld
überspanntet ihr die Bögen, der Götter Geduld
viele Wege die zum Ende sich neigten
als alle Finger auf ein einzges Ziel dann zeigten

Einen Moment durftest du sie noch fühlen
der Opfer Blute, in Wellen dich dann fortzuspülen
zwischen Kadavern und Leichen, nur die Kühlen
bis heute sieht man noch im Wahn sie wühlen

Ohne zu leben, zu denken, nochmal zu fühlen
frisst du nun Herzen, mit Blut runter sie zu spülen
ein Engel, der sich ewig  noch nährt nur am Wahn
der einst flog. Er geht nie mehr hin, woher er kam

24
Mai
10

Bevor ich aufklatsche

Ich wollt. Dass ich ne Fliege wär
das auf und ab; so endlos ziellos
es akzeptieren. Wär halb so schwer
in hoch und tief. Statt klein und groß.

Ich wollt. Dass ich ne Fliege wär
es akzeptieren. Wo ich morgen bin
dies ewig rastlos hin und her
hoch und tief. `S reichte wohl als Sinn.

Es akzeptieren? Wo ich morgen bin
im Licht? Wollt, dass ich ne Fliege wär
strahlendes Fensterglas. Einfach hin
wo verdammt? Nehm ich nun Flügel her?

19
Apr
10

Vom Mond, der Zeit und anderen Dingen

Da es im Internet wohl immer darum geht, ein möglichst breites Publikum zu treffen, was liegt näher, als sich mit anderen Autoren seinen Blog zu teilen und somit die potentielle Zielgruppe zu vergrößern?

Und da es am Potential nicht mangelt, auch wenn man´s manchmal anders denken mag, so bin ich stolz euch heute bereits meinen ersten Gastautor aus meiner Blogroll präsentieren zu können, Andreas Gebert der das Blog “scythe society” betreibt:

Ein Dämon steht am schwarzen Fels, blickt voller Ehrfurcht auf das trübe Meer. Wellen schlagen gegen Steine und heben sich vor ihm empor. Zahllos viele kleine Tropfen, sie fliegen wie feiner Regen auf ihn nieder.
„Die Welt ist eigenartig komisch. Und doch so faszinierend schön…“, spricht er in die schwarze Nacht.
Der Mond am Himmel, er wäre so gern wie er ein Dämon. Dann könnt er stehn am Felsen und blicken übers nasse Meer. Er müsste sich kein Stück bewegen, denn was er will ist eine Pause. Dieser Wunsch bleibt ihm verwehrt.
Doch die Zeit steht über Allem und so nimmt sie sich, was unser Mond begehrt. Manchmal rennt sie wie der Teufel, im Moment steht sie ganz still. Sekunden kriechen, wollen keine Einheit bilden. Minuten werden stolze Stunden, machen Wartenden das Leben schwer.
Die Gestalt am schwarzen Felsen, sie interessiert sich nicht mehr für Zeit und Raum. Sie fühlt die Zeiger nur noch langsam ticken. Das Leben scheint ihr zu schnell.
Ein Licht geht an in weiter Ferne. Ein Strahl voll Sorgen, so wird er von mir heut Nacht genannt.

Einen letzten Atemzug kostet ihn seinen Abschiedsbrief:
„Leb wohl, du schönste aller Welten.“
So öffnet unser kleiner Dämon seine rabenschwarzen Flügel und stürzt hinab ins Paradies.

Vom Mond, der Zeit und anderen Dingen” aus dem Blog “scythe society“,

by Andreas Gebert.




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