Posts Tagged ‘blick

14
Apr
12

Bei jedem Blick

Bei jedem Blick
in dein Gesicht
verliere ich mich
in der Unschuldigkeit
eines Lächelns
das mich bezaubert

Bei jedem Blick
in dein Gesicht
wird mir klar
wie kostbar
unsere Momente sind
in denen ich fürchte
um dein Licht
bedrohlich
kommt ihm bereits
in aller Stille
eine Träne
entlang deiner Wange
unaufhaltsam
immer näher

Bei jedem Blick
in dein Gesicht
fühle ich
die Wärme
spüre ich
wie das Eis
immer dünner wird
auf dem wir
uns bewegen
auf dem ich
beginnen möchte
mit dir zu tanzen
um Arm in Arm
nur mit dir
endlich einzubrechen
um nur mit dir
endlich nach Hause
einfach zu versinken
in heimisches
Gefilde

01
Nov
10

Lasst uns nun kämpfen

Am Fuße der Treppe, da stand ich nun
als kleines Kind, das Haupt war gesenkt
jeder Blick nach vorne, er schien verschenkt
voller Angst beschloss ich ihn doch zu tun

Doch was ich sah war Nichts als Nichts
so erdachte ich, noch einmal umzukehren
hoffend Vergangenheit könnt´ mir bescheren
es flossen nur die Tränen der Bilder angesichts

Der Hof, auf dem ich als Kind gespielt
lag vor mir nun als eisige Tundra brach
der graue Bau, in dem man mir Lehren sprach
grau auf grau, wie sich´s auf der Welt verhielt

Er war verschwunden hinter Felsen und Eis
nach vorne nur nichts, Blicke nach hinten bitter
vor mir der Abgrund, hinter mir nun ein Gewitter
so kroch ich los, kochte innerlich langsam heiß

Hinter den Felsen, erfroren in der ewigen Kälte
tote Körper von Müttern, Vätern und Kindern
nur verwelkte Blumen, die Kadaver von Rindern
mit den Schreien der Lieben, es reichte als Schelte

Mich doch aufzurappeln, um auf den Grund zu gehen
die Angst zu ergründen, um die Lüge, die ich lebte
seit jeher ich fühlte, als ob man ins nichts mit mir strebte
auf dem Weg nun alleine, wollte mich selber verstehen

So fand ich ihn dann. Diesen Bau, der einst war grau
gemahlen zum Häufchen, in aller kleinste Scherben
zerbrochene Weltbilder, sie zeugten so vom Verderben
der Menschen. Zu leben zu dumm, zu sterben zu schlau

Ich stand alleine im Regen und hörte zu gut
die Schreie der Lieben, von ihren bitteren Enden
das längst begonnen, doch wohin sollte ich wenden?
Schlug die Faust in die Scherben, um zu sehen nach Blut

Verlor meine Sinne, doch weigerte mich zu glauben
dies sei das Ende, so schloss ich die Augen
schrie gen Himmel, was sollte die Stimme noch taugen
plötzlich ein Flüstern, es begann dem Dunkel zu rauben

Von Menschen wie mir, kämpfend, um gefrorenes Herz
sie begannen zu reden, nach mir zu rufen
ich nach ihnen. Stimmen geeint, die ein Obdach schufen
für neue Hoffnung, in ihm zu heilen den Schmerz

Vom du zum ich und VOM ICH ZUM WIR
in gemeinsamen Glauben, so wurden wir ein
dies Gefühl, ein Teil nun dieser Welt zu sein
diese Welt, sie wurde ein Teil von mir

Drehte mich um sie, sie drehte um mich
während langsam die Vermissten sich fanden
um mich herum, nur ihre Stimmen verschwanden
im Mahlstrom der Stimmen durfte spüren ich dich

Wie du nach mir wolltest greifen noch
konnte nicht, deine Hand nicht mehr fassen
die Augen, ich musste sie geschlossen lassen
so nah bei mir, verlor ich der Nächsten dann doch

Dich sicher zu wissen, ich musste schwören
einfach weiter zu kämpfen, mich durchzuringen
wie jede der Stimmen mein Opfer zu bringen
die Augen zu öffnen, es könnte den Traum zerstören

Musstest mich so gequält, brechend, fast tot gar sehen
doch Stein für Stein, unser Heim, ´s ist am Entstehen
siehst mich weinend, schreiend, redend, am Flehen
aus Angst um mich musst du beschließen zu gehen

Du fehlst mir so sehr, wie unsere Blicke sich einen
doch ich tu´s auch für dich, auch das deinige Leben
denn ohne den Kampf, die unsere Welt hat´s gegeben
unsere Kinder wird sie quälen. Unsere, alle, die Deinen

So lass sie uns noch weinen, diese letzte der Tränen
ob ich die Augen je wieder öffne, dein Gesicht zu sehen
es ist so ungewiss. Doch bitte, musst mich verstehen
ich liebe mich, dich zu sehr, muss sicher uns wähnen

Sehe vor geschlossenen Augen aus Nichts entstehen
aus den Scherben, diesen einen Platz
an dem ich dich halten kann, den wertvollsten Schatz
werde mit Unbekannten diesen Weg zu Ende gehen

Denn du bist sie wert, jede noch so große Qual
ihr wisst, ich kann nicht mehr zurück noch gehen
ließt längst schon los, auf nimmer Wiedersehen
meine Furcht um uns alle, sie lässt mir keine Wahl

Auch mit dieser Angst, dass ich nur noch kann vererben
diesen letzten Gedanken, um schließlich zu verharren
um mit geschlossenen Augen dann ewig zu erstarren
hab solche Angst. Ich bin längst bereit, für uns zu sterben.

Doch wie es auch kommt, ich muss so nicht gehen alleine
die Welt im Arme. Hoffe ich so, je wieder zu fallen in deine.

19
Aug
10

Der Blick auf Morgen

Der Nebel weicht, offenbart. Was er hielt verborgen
der Blick ins Leben. Ein Blick auf Morgen
sehe ins Licht. Sehe mich morgen, seh, wie er hofft
wie sooft. Ganz unverblümt die Wahrheit klopft

Seh´ mich bloß weiter hoffen. Jedes Ende, es ist offen
so viele Fragen. Von Antworten nicht erhellt, bloß besoffen
sehe die vielen Menschen. Wie sie reden, wie sie lügen
sich doch mit Phrasen meist nur selbst betrügen

„Menschen, sie ändern sich, man lebt sich auseinander“
denk ich zurück. Die Wahrheit des Kindes eine andre war
ein Freund kam nicht. Ging nicht. Versprochen vom Leben
unendliche Einigkeit. Nur dafür. Keine Argumente dagegen

„So ist´s nunmal. Der eine schafft´s, der andre nicht“
für alle Opfer. Vergangenes. Zukünftiges. Ein Schlag ins Gesicht
Verzweiflung tritt nicht auf. Einmal da, wirft sie Schatten
jede Hoffnung die fällt. Wird zur Hoffnung, die die Nächsten nie hatten

Der Blick ins Leben. Ein Blick auf Morgen
zwischen all den Menschen. Den immer gleichen Sorgen
die gleichen Gespräche. Die immer gleichen Antworten
Menschen. Wie sie reden von Hoffnung, doch Trauer bloß horten

Sehe sie denken. Wie sie zweifeln, seh sie wieder erleben
wie das Leid den Ausdruck zeichnet, wie sie sich ergeben
wie sie einst hier erwachten. Wie sie nur einst alles hatten
wie geplatzte Träume. Aus Hungrigen machen die nun Satten

Der Blick ins Leben. Ein Blick auf Morgen
zwischen all den Menschen. Den immer gleichen Sorgen
immer gleiche Antworten. Jeder wird, wie er werden wollte
gegangen auf Wegen, die man eigentlich nie sehen wollte

Immer gleiche Antworten. Jeder wirkt, wie er werden sollte
stolz lebend an diesem Ort. Den man eigentlich nie kennen wollte
Der Nebel weicht, offenbart. Was er hielt verborgen
unseren Blick ins Leben. Gemeinsam einsam, ohne wahre Lust auf Morgen.




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