Posts Tagged ‘Angst

28
Apr
12

Falling in Love

Sicher trägt der Mensch die Liebe
mit der Wiege schon im Herzen
doch können Gelegenheit und Diebe
das hellste Licht selbst schwärzen

Zu viele der Herzen hoffen heut´ still
sie lernten es schon bei den Eltern
das nicht einer sie auch wirklich will
zwischen Webcamfick und Zuhältern

Nimmt Manchem das moderne Leben
die Sehnsucht geht von ganz allein
bei all dem Hass, den Menschen geben
will man lieber Keinem je zu Nahe sein

So treffen dann viele, den sie hoffen zu lieben
am Leidensweg, wo man auch durchgemacht
und einigend Angst, dass sie einsam sonst blieben
hat bald ihr Kind. Einsam auf die Welt gebracht.

28
Apr
12

Neuland

Wie oft muss ich noch vor´m Spiegel steh´n
wie oft die Angst noch in den Augen seh´n
bis ich bereit bin zu gestehen
bereit es endlich einzusehen

Wie oft muss ich ihn bloß noch verstehen
den falschen Weg auf dem wir gehen
bis ich mich endlich wirklich traue
bereit bin und auf Hoffnung baue

Wie oft muss ich mich selber noch hassen
wie oft noch träumen vom Verlassen
bis ich bereit bin für die Wende
bereit zu kämpfen gegen´s Ende

Das wir doch alle hier lang´ schon kennen
im Gewissen nur beim Namen nennen
erschienen erst in schlimmsten Träumen
lässt´s nun die Wut vor Mündern schäumen
was keiner traut laut auszusprechen
diese Angst lässt Menschen brechen
wenn wir einfach immer weiterleben
wird es weiter einfach Opfer geben
bis wir es gemeinsam wagen
unser Leben wirklich anzuklagen

Wie oft muss ich es mir noch versprechen
Morgen endlich auszubrechen
wie oft muss ich es mir noch versprechen
Morgen all das Leid zu rächen

Wann werden wir es gemeinsam verstehen
diesen Ort, den wir sehen
wenn Gedanken hoch im Himmel kreisen
es ist die Zeit dorthin zu reisen

Wo jeder Mensch das Größte ist
so lange du nur menschlich bist
wo es keinem Menschen daran fehlt
was heut´ mehr noch als das Leben zählt
wenn wir in Gedanken diesen Traum erbauen
uns gemeinsam ihn zu leben trauen

Wie oft muss ich es mir noch versprechen
bitte helft mir endlich auszubrechen

25
Sep
11

Zombienation

Ein ganzes Land
versammelt um Reste
einer letzten Kerze
deren Schein
nur noch Schwach
die letzten Menschen
hält die Angst
davor nur noch wach

Aus den finsteren Wäldern
heulen die Wölfe
zum ewigen Vollmond
knackende Äste
brechende Knochen
die Untoten irren
verlassen vom Licht
ziellos durch die Nacht
ohne Liebe
ohne Hass
ohne Bedeutung
ohne Gefühl
ohne einen Hauch
ohne Leben
nähern sich Laute

Ein kalter Schauer
im eisigen Wind
sehe ich die letzte Flamme
nur noch ihr Flackern
falle auf die Knie
mit gefalteten Händen
will ich sie schützen
ich flehe dich an
bitte verlass mich nicht
in diesem Dunkel
der längsten aller Nächte

16
Jul
11

Begrenzt in Unbegrenztheit (1 – Facebook)

Gefällt mir
gefällt mir nicht
erfahrt ihr wirklich noch
eine Meinung
Menschen
ohne Worte
fühlt ihr euch wirklich noch
verstanden und verinnerlicht
wirkt doch
ein  Daumen hoch
ohne wirklich einen Finger
krumm zu machen
wie die Hand
die andere bloß wäscht
muss sie sich selber nicht beschmutzen
die am Ende
aalglatt
sich einfach zählt zu dem Rest
irgendwer
von denen, die gemeinsam hängen
irgendwo
in den engen Maschen
unserer sozialen Netze
sind die wirklich  haltenden Hände
doch dabei abzuzählen
an einem scheinbaren Finger

06
Nov
10

Soziale Gerechtigkeit

So viele Alte
die ungehört beklagen
das Bisschen
über das sie verfügen
müssten sie sparen
bis in den Tod
mit der Angst
um einen würdigen Abschied

Derweil die Mächtigen
die öffentlich beklagen
das Bisschen
über das sie verfügen
müssten sie sparen
mit der Angst
um die Pyramiden
für die andere ausgeblutet
während sie sich darin einbalsamiert
zur Ruhe gebettet.

01
Nov
10

Lasst uns nun kämpfen

Am Fuße der Treppe, da stand ich nun
als kleines Kind, das Haupt war gesenkt
jeder Blick nach vorne, er schien verschenkt
voller Angst beschloss ich ihn doch zu tun

Doch was ich sah war Nichts als Nichts
so erdachte ich, noch einmal umzukehren
hoffend Vergangenheit könnt´ mir bescheren
es flossen nur die Tränen der Bilder angesichts

Der Hof, auf dem ich als Kind gespielt
lag vor mir nun als eisige Tundra brach
der graue Bau, in dem man mir Lehren sprach
grau auf grau, wie sich´s auf der Welt verhielt

Er war verschwunden hinter Felsen und Eis
nach vorne nur nichts, Blicke nach hinten bitter
vor mir der Abgrund, hinter mir nun ein Gewitter
so kroch ich los, kochte innerlich langsam heiß

Hinter den Felsen, erfroren in der ewigen Kälte
tote Körper von Müttern, Vätern und Kindern
nur verwelkte Blumen, die Kadaver von Rindern
mit den Schreien der Lieben, es reichte als Schelte

Mich doch aufzurappeln, um auf den Grund zu gehen
die Angst zu ergründen, um die Lüge, die ich lebte
seit jeher ich fühlte, als ob man ins nichts mit mir strebte
auf dem Weg nun alleine, wollte mich selber verstehen

So fand ich ihn dann. Diesen Bau, der einst war grau
gemahlen zum Häufchen, in aller kleinste Scherben
zerbrochene Weltbilder, sie zeugten so vom Verderben
der Menschen. Zu leben zu dumm, zu sterben zu schlau

Ich stand alleine im Regen und hörte zu gut
die Schreie der Lieben, von ihren bitteren Enden
das längst begonnen, doch wohin sollte ich wenden?
Schlug die Faust in die Scherben, um zu sehen nach Blut

Verlor meine Sinne, doch weigerte mich zu glauben
dies sei das Ende, so schloss ich die Augen
schrie gen Himmel, was sollte die Stimme noch taugen
plötzlich ein Flüstern, es begann dem Dunkel zu rauben

Von Menschen wie mir, kämpfend, um gefrorenes Herz
sie begannen zu reden, nach mir zu rufen
ich nach ihnen. Stimmen geeint, die ein Obdach schufen
für neue Hoffnung, in ihm zu heilen den Schmerz

Vom du zum ich und VOM ICH ZUM WIR
in gemeinsamen Glauben, so wurden wir ein
dies Gefühl, ein Teil nun dieser Welt zu sein
diese Welt, sie wurde ein Teil von mir

Drehte mich um sie, sie drehte um mich
während langsam die Vermissten sich fanden
um mich herum, nur ihre Stimmen verschwanden
im Mahlstrom der Stimmen durfte spüren ich dich

Wie du nach mir wolltest greifen noch
konnte nicht, deine Hand nicht mehr fassen
die Augen, ich musste sie geschlossen lassen
so nah bei mir, verlor ich der Nächsten dann doch

Dich sicher zu wissen, ich musste schwören
einfach weiter zu kämpfen, mich durchzuringen
wie jede der Stimmen mein Opfer zu bringen
die Augen zu öffnen, es könnte den Traum zerstören

Musstest mich so gequält, brechend, fast tot gar sehen
doch Stein für Stein, unser Heim, ´s ist am Entstehen
siehst mich weinend, schreiend, redend, am Flehen
aus Angst um mich musst du beschließen zu gehen

Du fehlst mir so sehr, wie unsere Blicke sich einen
doch ich tu´s auch für dich, auch das deinige Leben
denn ohne den Kampf, die unsere Welt hat´s gegeben
unsere Kinder wird sie quälen. Unsere, alle, die Deinen

So lass sie uns noch weinen, diese letzte der Tränen
ob ich die Augen je wieder öffne, dein Gesicht zu sehen
es ist so ungewiss. Doch bitte, musst mich verstehen
ich liebe mich, dich zu sehr, muss sicher uns wähnen

Sehe vor geschlossenen Augen aus Nichts entstehen
aus den Scherben, diesen einen Platz
an dem ich dich halten kann, den wertvollsten Schatz
werde mit Unbekannten diesen Weg zu Ende gehen

Denn du bist sie wert, jede noch so große Qual
ihr wisst, ich kann nicht mehr zurück noch gehen
ließt längst schon los, auf nimmer Wiedersehen
meine Furcht um uns alle, sie lässt mir keine Wahl

Auch mit dieser Angst, dass ich nur noch kann vererben
diesen letzten Gedanken, um schließlich zu verharren
um mit geschlossenen Augen dann ewig zu erstarren
hab solche Angst. Ich bin längst bereit, für uns zu sterben.

Doch wie es auch kommt, ich muss so nicht gehen alleine
die Welt im Arme. Hoffe ich so, je wieder zu fallen in deine.

23
Okt
10

(Modernes) Sonett vom Kreis, der sich schließt

Der Punkt, an dem der Menschen Kreis sich schließt
Wo sich Einsicht einstellt, dann Erkenntnisse siegen
An dem all das Leid und die geweinte Träne in Kriegen
Befruchtend in Demut, in die Menschlichkeit fließt

Doch auch ohne den Feind, der uns heut´ noch beschießt
Man sieht Leid und Elend hier die Menschen doch biegen
Viele Menschen zerbrechen, die wir sicher könnten wiegen
Egos die Opfer fordern; im Kreis der ohne Einsicht schließt.

Lasst uns doch weinen, mit der Mutter die um´s Kinde trauert
Menschen fühlen, nicht bloß ihre Schicksale noch besprechen
Lasst uns fürchten, mit dem, der aus Angst nur noch kauert

Es kommt die Zeit und unser Vergessen, es wird sich rächen
In Gedenken, Angst die sich streut, die uns in Kälte mauert
fasst eure Hände. Gemeinsam noch den Kreis zu durchbrechen.




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