Es ist schwierig darauf hinzuweisen
weil wir´s geschaffen um uns abzuspeisen
doch produzierend wie die Fastfoodkette
bringts Leben am Ende nur Hunger und Fette
und kommt, wie sie, täglich mehr noch in Fahrt
weil wir´s einfacher brauchen, a la carte
scheißegal wie ungesund
Hauptsache der Laden brummt
der Gast wird es vergeblich wagen
die Gastfreundschaft hier anzuklagen
wenn er lieber, denn als Gast einer Kette
in eigner Wirtschaft sein zu Hause hätte
wenn er vermisst, wie man Finger auch leckt
wie´s einfach halt am Besten schmeckt
“nimm die Bullette”, sagen sie
“und nagel´ sie ans eigne Knie”
so Mancher hat es schon erbrochen
was er gewagt auf einem Bein zu kochen
doch sie können gerne weiter motzen
find´s ja selber, öfter. Echt, zum Kotzen
schmerzhaft ist der schönste Traum
mit Nägeln schaff´ ich in mir Raum
so lange mir selbsf Schmerzen duften
will ich weiter am Rezepte schuften
denn am Ende, um´s Verrecken
das Süppchen könnt´ nach Freiheit schmecken
von der wir wieder wirklich leben
nicht wie bestellt bloß Bestellung aufgeben
von Luft und Liebe? Glaubt ihr nicht?
Hier! Probier! Ein Gedicht!
Klingt noch halbgar? Meinetwegen,
den Traum zur Hand einfach ins Feuer legen
um je zu erfahren. Was es heißt, satt zu sein
braucht´s den Traum vom Wir an jedem Bein.
Archiv der Kategorie '1. Board'
An euch
An prügelnde Polizisten, Richter und Henker
alle „ichschenkdendummenhoffnung“-Denker
auch manchen Mitarbeiter der Job-AG
was wäre ohne euch bloß los, oh Weh
An Schönheitschirurgen und Psychologen
von denen viele nicht bloß sich´betrogen
an alle die, die´s von allein nicht kapieren
warum sie heute wirklich wen therapieren
An alle die in der Not sich einschalten
am längren Hebel die Stange sich halten
an alle die Andere ins Nichts so führen
sich selber nicht als vergessen zu spüren
Was würden all die Mühen nützen
würd´ keiner Bänker beim Verbauen schützen
was nützte all das Blutvergießen
wenn sie Menschen wie mich einfach ließen
Seid für kranke Kinder doch von Nöten
müsst ihren Geist zur Not mit Pillen töten
nichts ginge mehr, hier auf Erden
würdet vom kranken Spiel kein Teil ihr werden
All die Assis die euch so sehr brauchen
könnte man Morgen in der Pfeife rauchen
könnten zum Gebet die Hände falten
ließet ihr nicht die Gerechtigkeit walten
Weil sie am Pausenhof euch´s Brot gestohlen
das ihr´bis heute müsst euch wiederholen
möcht´ ich für Nichts und mehr noch danken
für alle schiefen Blicke, Urteile, Schranken
Würdet ihr jetzt lesen, ihr könntet es spüren
mein Wille könnt´ mich zu euch führen
um euch dann, ungebeten
mit Anlauf in den Arsch zu treten
Wer die Penner hier sind, dass wird man sehen
wenn wir geschlossen dann hinter euch stehen
spätestens dann. Kriegen auch wir zwei es hin
weil ich so wie ihr. Nunmal einfach nicht bin
Zusammen
Hatte in letzter Zeit so viel zu klagen
doch heute will ich Dank euch sagen
an die Felsen in den Menschentrauben
vereint durch ihren gemeinsamen Glauben
ohne Not, weil heiß umworben
ist mancher gar dafür gestorben
sehen durch dunkle Augen größte Ziele
in aller Munde im geheimsten der Spiele
für all jene, die ich bis heute verloren
habe ich sooft schon Rache geschworen
voller Leid im Herzen eingebrochen
bin ich frierend schon nach Haus´ gekrochen
wollte die Wut so gern´ in Fressen rotzen
ihnen mein Leben vor die Füße kotzen
in den nimmersatten Menschenmassen
jeden einzelnen Menschen brennend hassen
doch kurz davor die Hand zu passen
konnte ich mich auf euch immer verlassen
liegt pur Energie in euren Tönen
die das Kämpferherz mit Kampf verwöhnen
muss ich tanzend, dabei nur am Flennen
in all dem Übel diese Chance erkennen
in Ketten am Grund´ des kalten Herzen
tanzen ausgelassen größte Schmerzen
sehe einen Rucksack eben Tonnen wiegen
als Welt in Trümmern uns zu Füßen liegen
fühlt er manchmal sich auch hingerissen
als würde keiner ihn wohl je vermissen
der Sorgen tausend, Angst nur eine
der Träume viele, Wahl wohl keine
würde er am liebsten sich zum Teufel hocken
mit ihm ganz einfach bis zum Ende zocken
doch auf ihn geschissen, Kämpfergruß
bis zum Schluss, zur Not zu Fuß
wäret ihr jetzt hier, er würd´s versprechen
bis zum Ende einfach nicht zu brechen
wenn wir die Fäuste zum Gebete falten
sind wir gemeinsam durch nichts aufzuhalten
wenn wir gemeinsam nur die Augen schließen
aus ihnen blutend unsre Tränen fließen
wenn wir gemeinsam einfach alles geben
spürt ihr unter uns die Erde beben
wenn wir Schlachtfelder mit Mut begießen
seht ihr hoch uns zu den Kronen schießen
ihr wisst es ja, man braucht euch sehr
ich flehe euch an, bitte gebt doch noch mehr
will nun kurz nochmal die Augen schließen
die Aussicht den Moment genießen
könnten gewinnen, könnten verlieren
könnten versagen, doch bestimmt triumphieren
lieb´ dieses Leben so sehr, werde alles gern geben
um für Frieden am Ende mit euch kämpfend zu leben
An alle
An alle bis-hierher-und-nicht-weiter-Denker
alle zur-Not-eben-sich-selbst-Verschenker
an alle verlorenen sich-selber-Lenker
alle unverbog´nen selbst-Verrenker
an alle Chance-um-Chance-zu-gern-Versäumer
alle trotzdem-noch-vom-Morgen-Träumer
an alle über die sie als Versager klagen
alle die trotzdem eigne Wege wagen
an alle im-Spiegel-nicht-sich-selbst-Erkenner
alle Nacht-um-Nacht-nach-Wahrheit-Renner
an alle die vergessen in den Menschentrauben
als verbot´ne Frucht doch an sich glauben
an alle die unentwegt dort Ausweg spüren
„wohin“ man fragt „soll´s bloß noch führen?“
an alle die leuchtend auch sich selbst mal blenden
aus Überzeugung nicht bloß Zeit verschwenden
an alle die kein Erwachen kennen ohne Sorgen
sich wärmen doch im Traum vom Morgen
an alle Träumer die sie zu gern´ nur verlachen
alle die trotzdem einfach weitermachen
die das Hier und Heut´ im Traum verbrennen
ihr Utopia dort zu Hause nennen
an alle gottverdammten Sternsinger
eure stolz erhob´nen Mittelfinger
Ich sehe ihn vor mir, selbst verschwommen
unser aller Tag , er wird bald kommen
an dem man uns gemeinsam, Glied an Glied
als Wahrheit noch ins Auge sieht
an dem wir geschlossen ineinander uns reihen
synergisch den Sinnen wieder Sinn verleihen
so würde ein jeder uns am meisten Fehlen
daher meine Angst, will sie nicht verhehlen
wirst du immer weiter dich davon bloß stehlen
werde ich auf dich ewig bis unendlich zählen
Der Anfang vom Ende
Wohin die Ranken sich auch ranken
am Ende enden endlich blank Gedanken
wohin die Äste hier auch zeigen
ihre Stämme weg von Sonne neigen
Wohin die Blätter immer fliegen
am Boden sieht man Staub nur liegen
wohin sie auch die Pflanzen setzen
mit Dornen sie sich selbst verletzen
Wohin auch immer ihre Stämme ragen
wird an dicker Rinde Umwelt nagen
wohin die Triebe immer drängen
am Ende leblos ihre Blätter hängen
Wo immer auch die Wurzeln liegen
ihre endlich Quellen sie versiegen
wohin immer auch der Wind wird drehen
lässt er Reste bloß hinfort noch wehen
Selbst in jedem Strahle hellsten Lichts
scheint hindurch ein Hauch von Nichts
vor´m jüngsten Tag, zu dem sie kamen
lacht in ihrer Hand nur noch der Samen
Einstig Union
Unsrem Hoffnungsträger, der gemeinen EU
drückt kontinental erdrückend der Schuh
Italien muss man nach den Wahlen
für Bungabunga wohl weiter bezahlen
Es tanzt konstant am Pleitenrande
zum Armutsblues das Griechenlande
in Spanien ist die Jugend in Not
die Hälfte sucht nach Lohn und Brot
Die Grande Nation in unsren Reihen
kann Geld bald nur noch teurer leihen
und in der Austrittsfrage ist zerstritten
an Rückzug denkend ganz Great Britain
Hält man dann rettende Schirme uns hin
sind dank Moodys auch schon Löcher drin
während hier in Deutschland Freiwildplagen
uns die Nazis auf die Straße jagen
Bringt Zukunftsangst dank leerer Kassen
die Völker dazu, sich innig zu hassen
so sind Mauern wieder dort vorhanden
wo für Freiheit erst die Grenzen schwanden
Am gemeinsamen Wege, feuertrunken
ist jeder einzeln bald auf Grund gesunken
Freude schöner Götterfunken? Einstig Union
pfeifst du lang am letzten Loch doch schon.
Atemberaubend
So oft dich auch die Muse küsst,
auf ewig bleibt sie nie.
Die schönsten Zeilen schreibt
ein Dichterherz, wenn es versinkt
tief im Meere der Melancholie
© Erik Stuart und Sebastian Deya (2013)
Tanz der Toten (1)
Mein ganzes Leben nun
tanze ich
auf diesem Grab
mein Loch schaufelnd
tiefer und tiefer
getrieben
von trügerischer Gewissheit
als könne nur
andauernder Fall
bedeuten
nie aufzuschlagen
beschwingt von den Liedern
all derer
die unter mir singend
begraben liegen
beflügelt von den Trieben
all derer
die emporschiessend einst
Farben trugen
als könnten sie
auf fruchtbarem Boden
tränengetränkt
durch den kommenden Winter
leuchten
Doch schon im Spätspommer
begannen die ersten Blätter
zu fallen
genährt von düngenden Giften
werfen sie sich gegenseitig
des Winters langen Schatten voraus
verwurzelt in Angst
vor der bitteren Kälte
gehen sie ein
in den frostigen Böen
flüstert der Wind uns bereits
er wird bald kommen
um ewig zu bleiben
während ich
verwesend
eins werde
mit dem braunen Morast
unter mir
über mir
die Geier längst greisen
weil kein Hahn mehr
nach mir
kräht
nach all den Nächten
die ich vor Angst
nicht schlafen konnte
Fühle ich nun
meine Zeit ist gekommen
kurz vor´m Ziel
völlig am Ende
werde ich mich
ein letztes Mal erheben
um in der Melodie
fallender Blätter
auflebenden Windes
aufkeimender Hoffnung
ein letztes Mal
zu tanzen
den letzten Tropfen
Herzblut
zu vergießen
auf den im Herbst
welkenden Frühling
Um sie fühlen zu lassen
sie stehen nur noch
wahre Liebe
Hand in Hand geht sie
unzertrennlich
mit der Erinnerung
an all jene
die zu wunderbar waren
sie je zu vergessen
um sie sehen zu lassen
sie stehen nur noch
wahre Hoffnung
Seite an Seite kämpft sie
mit unschuldigen Opfern
brennender Leidenschaft
für den Wunsch
sie zu rächen
die zu wunderbar waren
sie je zu vergessen
sie begreifen zu lassen
sie stehen nur noch
denn wahrer Glaube
Stück um Stück versinkt er nur
weil er der Hand
so sehr vertraut
die ihn halten wird
ihm zu zeigen
was Hier und Heute
bedeutet
deinem Herz
das in diesem Moment
erfährt
was auf immer und ewig
bedeuten könnte
unseren Augen
die sich schließen
um Schulter an Schulter
für das Leben zu kämpfen
bis wir sie
erst wieder öffnen
um zu sehen
der letzte Schnee
ist vorerst geschmolzen
Um zu erwachen
mit der Kraft
Samen zu suchen
die es im Spätsommer
einst hinaustrug
um mit Freude
sie diesmal so lange
zu setzen
auf das dieser Frühling
ewig
überwintert
In Höhen und Tiefen
Ich bitte dich
pass´ auf dich auf
bitte doch verstehe mich
seither nimmt´s seinen Lauf
als du vor einem Jahr
noch so weit unten
von ihnen war nicht einer da
als du vor Schmerzen dich gewunden
schwebst heute noch aus diesem Loch
bis direkt hoch auf die Welle
hoch oben ohne Flügel noch
stehst du schon in Flammen, helle
bist wie die Klinge so scharf
wie Keramik so hart
besondren Schutzes bedarf
diese Blume, so zart
seht im Frühling sie erblühen
und im Sommer sie brennen
bis in den Herbste sie glühen
im Winter sie die Flamme zu nennen
gießt ihr Öl noch ins Feuer
entfacht die lodernd Euphorie
billig wie ihr wird guter Rat teuer
nur leisten könnt ihr ihn euch nie
machtet auch die Rechnung auf
mit tauben Ohren, als sie schrie
nehmt teuer diesen Preis in Kauf
das wie gläsern Diamanten springen
so betäubend kreischen Jubelchore
wenn Engel ihre Lieder singen
du, mein Schatz, spitz´ dein Ohre
will sicher dich nach Hause bringen
wenn die Schreie dann im Wind verhallen
will ich für dich mein Liedchen singen
lass´ auf dieser Wolke sanft dich fallen.
Glaubensbekenntnis
Hörst du wie
die Lieder verstummen
erkennst du wie
die Menschen verdummen
fühlst du dich
völlig benommen
spürst du ihn
selber doch kommen
Bald werden sie
wegholen kommen
was sie bereits
vom Anfang genommen
bald werden sie
uns alles nehmen
doch wir werden uns
nur kurz dann schämen
bevor sie sich
zum Herzen neigen
mit einem Finger dort
die Wahrheit aufzeigen
bald werden sie
dich endgültig rauben
sie lassen dir dann
nicht mal deinen Glauben
Siehst du sie? Schon am Ende
deine Hülle. Bloß. Und Leer
hörst du ihn? Lauthals schon lachen
wünscht du dir von dem noch mehr
was sie dir gaben gegen´s Leben
du wünscht es dir zurück so sehr.
Kingzmuzikk
Leftside
Mob-Figgaz
Benjamin s. Welt
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