Author Archive for Sebastian Deya

23
Sep
14

Tausend Thermometer über dem Wer

Ein ganzer Planet steht in Flammen
und guter Rat wird teuer,
wenn der Mensch sich deshalb fragt
warum schreie ich wohl Feuer,

dann geht’s los, auf Marschmarsch,
los mit dem Thermometer,
zur Not gerammt in einen Arsch,
das Ergebnis verrät, später,

das Menschen brennend schwitzen
und erschweigt gar Schmerzen,
übersieht man, dieses Überhitzen
kommt manchmal von Herzen,

weil niemand sieht, um’s verrecken,
viele dieser Schmerzen rühren,
von Thermotern, die schon stecken
und die in die Enge führen.

Mancher Arsch muss so verstehen,
woher und wie weit sie  gehen,
wenn dann Winde wirklich wehen,
die nicht glauben, was sie sehen,

denn sie sind nie erleichtert, nein,
weiterweiter, bis es reicht,
rammt man die Thermometer rein,
zur Not, wenn man vergleicht,

zeigen die erwünschten Schmerzen
Gott sei Dank, die Thermometer
und verschweigen die von Herzen
Gott sei Dank, bis später,

weil der Mensch wohl gern vergisst,
um’s Ergebnis sich zu drehen,
sich nicht begreift, wenn er vermisst,
um am Klima nicht zu sehen:

Krank wäre es, nicht zu schwitzen,
wir sind dem Nullpunkt nah,
selbst in Flammen und am Überhitzen
und der Winter ist bald da.

22
Sep
14

Aufschrei eines Urzeitmenschen (1 – am Anfang war kein Wort)

Es ist ein Phänomen der Zeit,
man hört es oft, hier und dort,
man erklärt sich Einsamkeit
und vergeudet so sein Wort,

während andre dran verderben,
die zu müde sind, zum klagen,
die an Einsamkeit gar sterben,
weil wir zu müde sind, zu fragen,

als ob sie voreinander stehen,
um sich dieses Lied zu singen,
Gründe, keinen Grund zu sehen
sind’s, was ihre Worte bringen,

doch das Schönste ist geschenkt,
geht man seinen Weg zurück,
zu sehen, was man nicht bedenkt,
hin zum Anfang, dieses Stück,

so kann man zwei stehen sehen,
die nicht mal Worte haben,
nur die Gründe, zum verstehen,
Gründe, die das Wort ergaben,

weil man sich was zu sagen hatte,
man sich etwas sagen wollte,
stand das Wort einst auf der Matte,
das sich heut nun fragt, was sollte

ich denn wohl noch dazu sagen,
weil es benutzt wird, aufzuzeigen,
wurd aus sprechen die Kunst zu Klagen
und aus zuhör’n die zu Schweigen.

16
Sep
14

Aus 1001 Tod

Es hält mich hier kein Bett mehr warm,
weil das Gefühl durch Nächte trägt,
als schlügen Wecker sekündlich Alarm,
weil das letzte Stündchen schlägt,

wo andre trocken Schäfchen zählen,
dreh’n Gedanken ihre Runden,
die mich mit dem Ergebnisquälen,
beim zählen der gezählten Stunden.

Ich frage mich, warum weinen
sich Menschen keine Träne nach,
unter Masken, die mir scheinen,
liegen lange alle Nerven brach,

unter’m Dachstuhl, der nur kracht,
als käm er längst schon runter
heult man rum und verlacht
und erscheint dabei recht munter.

Man hofft es wohl, wie man’s dacht
doch den Teufel tut’s und wendet,
was den ersten Fortschritt macht,
es beginngt und endet,

dieser Krieg ist längst verloren,
mit dem Tag, als er begann,
war die letzte Schlacht geboren,
mit dem Plan, den man ersann.

Ich höre stumme Schreie über
dieser Stadt, sie steht in Flammen,
weinend stehen wir darüber,
wenn Herzen auf Pflöcke rammen

und geben ihnen ein Gesicht,
wenn sie sich zu Recht sorgen,
für die Hoffnung scheint kein Licht,
genauso wenig, wie für Morgen,

doch weint auch bald das letzte Kind
und wird auch diese Träne Rauch,
dann iegt ein Abschiedskuss im Wind
und weht über Morgen seinen Hauch

und setzt es ihnen unser Zeichen,
die Flammen in ihr Lied zu pflanzen,
wird blauer Grund die Noten reichen
und ein erstes Kind um’s Feuer tanzen.

14
Sep
14

Wenigstens weiß ich nichts zu wissen.

wissen ist
keine macht
es macht nur
mächtiger

wer klug ist
weiß sich
informationen
zu holen
wenn er denkt
sie nötig zu haben

der mensch denkt
es wäre nötig
informationen
zu haben
um wirklich
notwendig
zu sein

so kann man
glauben
man läge richtiger
als die ersten
menschen
während man
dabei ist
alles einzureißen
was sie einst
erschufen

ich frage mich
was sie wohl
getan hätten
hätten sie das
nur schon
eher gewusst

14
Sep
14

Diagnose: Substanti-Viren! (3)

nach der be-
achtung
gleich links
liegt das ver-
stehen
rechts daneben
liegt die ver-
achtung
vielleicht
anders
herum
höchstens
gegen
über

wenn man
aufhört
sich
die dinge
immer wieder
neu zu be-
greifen

14
Sep
14

selbst wenn ist das problem

ich frage mich sooft
hört ihr euch
eigentlich
selbst noch reden
wenn ihr in die augen
unserer kinder seht
die längst nicht mehr
wissen was sie
zu alledem noch
sagen sollen
obwohl sie immer mehr
zu ertragen haben
sie bleiben leer

selbst wenn ihr
alle täter verhaftet
gibt es höchstens
keine anklage mehr
selbst wenn ihr
den krieg beendet
trägt höchstens
keiner mehr uniform
selbst wenn ihr
das geld abschafft
ist höchstens

alles umsonst
wenn endgültig
keiner mehr weiß
was er sagen soll
wenn er sich
fragt
was ihm denn
eigentlich
noch alles
fehlt

14
Sep
14

Wildfire*

ja manchmal
wirke ich wohl
etwas lauffaul
ich nehme mir
kein taktisches
beispiel
an vermeintlich
guten zügen
ich spiele
reflexartig
den no look
doppelpass
in die tiefe
freier räume

wer braucht
ballbesitz?

*deshalb bin ich übrigens auch ein messi – edeltechniker und stolzer restmüllbesitzer




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
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