Author Archive for Sebastian Deya

26
Jul
14

Perlentaucher

ist ein einziger Ozean
unendlicher Weite
jeder Gedanke
ein Tropfen
wenn du hinein weinst
schimmert er blau
wenn Herzblut tropft
schimmert er rot
wenn du hoffst
schimmert er grün
wenn du liebst
erhitzt er
bist du wütend
beginnt er zu kochen
wenn du hasst
fällt sein saurer Regen
wenn du einsam bist
friert er dir zu
bist du es nicht mehr bist
lauft ihr Schlittschuh
taut er wieder auf

Nun standest du
so lange im Regen
und hast gefroren
jedes Gefühl ist auf
Glatteis geendet
du stehst nun davor
eine Plane bedeckt
was in allen Farben
leuchtete
wenn ich weiß nicht
was ich fühle
hineintropfte

Nun stehst du vor
dieser Plane
und jedes Gefühl
nur noch ein Geräusch
ein Tropfen
auf Plastik
doch siehst du nicht mein
Lächeln hindurch?
Ich friere
ich halte
die Luft an
für dich also schneide
endlich ein Loch
ich werde das
Eis brechen

Spring ins kalte Wasser
und lass uns
noch einmal eintauchen
beim nächsten Mal
Luft holen
sehen wir Sonne
am Himmel
einen Regenbogen
nach verziehenden
Wolken
des noch warmen
Sommerregens

25
Jul
14

Haiku IV

Am Horizont Blut -
rot bekleidet Dämmerung
letzte Ab’ndsonne

24
Jul
14

Der Wankende

Aus Fehlern lernt man, das ist Fakt,
doch wird das Lernen Drahtseilakt,
wenn Mensch lieber laut empört
richtend auf die Tugend schwört
und mit Fingern zeigt, verlacht,
um zu tun, als ob er keine macht.
Von oben herab lässt man gern grüßen,
tritt ab und an auch mal mit Füßen -
als ob jene, die sich selbst zerstören,
dort außen vor dazu gehören.

Warum ihm dort nicht Angst und Bange?
Etwas hält ihn bei der Stange!
Warum er sie nicht fallen lässt?
Ist doch klar! Er hält sich fest!
Er ging seinen Weg, immer weiter,
oben wankend, Richtung Leiter -
bis er’s gewagt sich umzublicken.
Nun will er sich so gerne zwicken,
doch hat er nicht die Hände frei -
wenn er es tät, wär es vorbei.

Konzentrier dich also anzukommen
und tu, was du dir vorgenommen!
Siehst du die Finger auf dich zeigen,
die dir wünschen, direkt abzusteigen -
es wird dir nur Angst und Bange!
Halt dich fest! Bei einer Stange!
Wurde euch ein neuer Weg zum Ziel?
Ihr gingt schon weit? Euch wird’s zu viel?
Ihr wollt vor Wut die Fäuste ballen?
Dann lasst nicht los! Wir werden fallen!

 

 

 

20
Jul
14

Alles dreht sich

Kreatives und Gedichte
Logik, Sprache und Berichte
Tausend Ideen und ein Schopf
alles dreht in meinem Kopf -
platzt er nicht, schreib ich Geschichte.

20
Jul
14

Und sie marschieren wieder hinterher (4)

Ihr also glaubt
wirklich Widerstand
zu leisten?

Aus der schlafenden Masse
ausgebrochen
seid ihr dabei,
zu einer trampelnden
Herde zu werden,
die auf jeden
zu hält,
der euch im Weg
steht.

Der Widerstand ist
zur Not
eben auch alleine
bereit,
sich dem entgegen
zu stellen,
was auf uns alle
zukommt!

 

 

20
Jul
14

Und sie marschieren wieder hinterher (3)

Ihr sagt mir,
ich sei
wie alle anderen
bloß ein Schlafschaf -
wie alle anderen
ein Tier
einer blinden
Herde?

Hört ihr nicht?
Ich sage
nicht
stehen geblieben,
sondern schreie
umgekehrt!

Außerdem wäre
schlafend zu stehen
immernoch
wesentlich besser,
als ferngesteuert
im Halbschlaf
zu wandeln.

 

20
Jul
14

Und sie marschieren wieder hinterher (2)

Natürlich ist es
nicht verkehrt,
wenn man sich
zusammen
in Bewegung
setzt.

Wer aber nicht
selber über
die Richtung
nachdenkt,
der marschiert
automatisch
mit nach rechts!

20
Jul
14

Und sie marschieren wieder hinterher (1)

Seht ihr nicht, der Meister der Lügen,
der bloß nie ganz die Wahrheit sagt,
wird um die Wahrheit euch betrügen,
weil ihr den Verlust nicht beklagt.

Man sieht ihn in den Köpfen rühren,
damit die Hirnsuppe verdampft,
bis zum Punkt wird er euch verführen,
wo das kleine Herz verkrampft.

Ihr folgt ihm blind durch Dunst und Nebel
und legt er ihn endgültig um,
schießt Blut in Augen und sein Hebel
macht aus dümmlich komplett dumm.

20
Jul
14

Mit ein bisschen Puderzucker

Man nennt es heute
Liebe
wenn man etwas
für jemanden
übrig hat -
wohl weil sie bloß
nur noch ein
Rest ist
von den Torten
die man abkriegt
aus der Bäckerei
die geschlossen wird
sobald wir darin
am langen Arm
endgültig
verhungert sind.

20
Jul
14

Geh auf Augenhöhe

Kehre gedanklich doch zurück!
Vergiss dies Zwischenstück!
Was man dir gab und stahl!
Mach es dir  nicht zur Qual!

Ich sage dir: Du bist wichtig
und machst so vieles richtig -
deshalb: Von nun an, jedes Mal,
lass zu wählen dir die Wahl!

Begreif als richtig, was dir so ist
und belass es, wie du’s  siehst!
Belass es ruhend auf sich liegen,
lass dich nicht auf Kniee kriegen!

Wen du als normaler siehst,
dem lässt du zu, das er’s genießt -
wird sein Wichtiges gewichtiger,
weil du ihn siehst als  richtiger.

Vergiss sie mal, deine Macke,
denn bauen andre ihre Kacke,
dann entschuldigst per se du,
ohne guten Grund dazu.

Für wirklich Gut und Richtig,
bist du für mich doch wichtig!
Und das du es mir so benennst,
so wie du es selbst erkennst!

Nicht eine Meinung ist wichtiger,
und nicht ein Falsch ist richtiger -
weil es ganz einfach richtig ist,
das du irrend menschlich bist.




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