Archiv für Mai 2012

30
Mai
12

Hilfe! Ich will helfen!

Ich frag’ mich sooft, wann wohl begann
dies vernichtend’ Gift uns zu verführen?
Wer´s zu nehmen sich nicht leisten kann,
bekommt seine Wirkung zuerst zu spüren.

Umnebelnd verzehrt es uns den Sinn,
wenn sich Menschen an mich wenden,
merke ich erst, wie arm ich selbst bin -
hilfsbereit kann ich kaum Hilfe spenden.

Wahres Leben, wie vermessen du bist,
weil es mehr als das System verseuchte -
man merkt’s daran, wie frei man  ist,
wenn man zum Helfen Hilfe bräuchte.

23
Mai
12

Motherfuckin’ Gangstashit

Jungejunge
du bist mir schon
ein richtiger Künstler
so tight wie du
war bisher echt keiner
wenn er
auf eine Mutter
gespittet hat
Alter

Du und deine Homies
mit all den Fans
die euch zuhören
weil ihr so unglaublich
fresh seid
habt ihr
schonmal daran gedacht
so richtig Aggro
für den Frieden
zu batteln?

Früher haben Künstler
Dinge geschaffen
für die Wahrheit
damit sie ans Licht kommt
heute willst du nur noch
selber
real sein
um im Rampenlicht
stehen zu können

Früher haben Künstler
Verbrecher angeklagt
für das Recht der Menschen
die in Armut leben
heute Gangster verklagst du Menschen
zur Not so lange
bis sie arm sind
weil du glaubst
die goldenen Schallplatten
an der Wand deines Lofts
gäben dir dazu auch noch
das gute Recht

Früher haben Künstler
für ihre Überzeugung gekämpft
heute kämpfst du nur noch
damit du von dir selber
überzeugt sein kannst
um zu glauben
du hättest es verdient
wenn du flowst
und dabei all der Cash
zu dir fließt

Früher haben Künstler
für die gesprochen
die als Opfer
nicht n der Lage waren
sich zu erwehren
heute glaubst du noch
ein Gewinner zu sein
wenn du jemanden
Opfer
nennen kannst
und er nicht in der Lage ist
sich zu wehren

Früher haben Künstler
ihrer Zeit
den Spiegel vorgehalten
heute bist du
von Morgens bis Abends
nur noch damit beschäftigt
dich selber
im Spiegel
anzusehen

Meine Kunst ist
und bleibt vielleicht
brotlos
aber wenn ich durch sie
vom Bordstein bis zur Skyline
und wieder zurück
niemals so arm sein werde
wie du
bitch
mit all deinem Geld
es heute bist
so bleibt mir wenigstens
dieser eine Grund
manchmal wirklich stolz
sein zu können

22
Mai
12

Meine Heimat

Schlendernd laufe ich durch’s Land
wie ich sie liene, diese grüne Wand
rote Sonne scheint am Horizont
weiße Berge, ihre Lichterfront
durch grüne Hügel fließt der Fluss
Natur wirkt auf mich in einem Guss
warmer Wind weht durch mein Haar
dieser Flecken Erde ist so wunderbar
wenn beim Laufen Kiesel knirschen
ein Stück weiter die Jäger pirschen
in den Lungen frische Luft
in der Nase Blumenduft
ich könnt´ ewig ziellos weiterlaufen
fernab von Käufern und vom kaufen.

Doch ins Dunkel fällt ein Paradies
und hüllt es nachts in ein Verlies
wenn junge Menschen ihre Leben
bevor sie´s jemals lebten geben
nur noch Crystal, Koks, Amphetamin
man sieht Bauernkinder Bahnen zieh´n
an diesem Ort, wo ich geboren
da hab ich jeden Freund verloren
so laufe ich einsam durch die Nacht
wie die letzte auch wird durchgemacht
doch wo harte Jungs täglich weinen
wird Sonne wieder´s Grün bescheinen
mit ihren ersten warmen Strahlen
Hoffnung in die Landschaft malen -
ich erkenne es allmorgendlich, selbst allein´
möcht am Ende hier begraben sein
wo ich zu oft ich selbst nicht mehr bin
wieder und wieder zieht es mich hin

Ich trink auf dich, mein Tal der Schmerzen!
Und: Sorry, dass ich es selten erwähne.
Heimat, ich trag´ dich tief im Herzen
und ich liebe dich für diese Träne!

11
Mai
12

Seinen Meister zu finden

Wie oft muss ich ihn noch
grinsen sehen
in diesem Albtraum
wenn wieder einer von uns
hinfort getragen
von diesem traurigen Leben
nachdem er sich
mit dem Zeitgeist
betrogen
zur Ruhe gebettet
in den ewigen Frieden
eines scheinbar gemachten
Nestes

Wie oft muss ich ihn noch
schnitzen sehen
in diesem Albtraum
in dem Nichts bleiben darf
vom Menschen
außer dieser einen Kerbe
für jeden
am Ende
gemeinsam Nichts ergebend
außer den Bettpfosten
zwischen denen er sich selbst
zur Ruhe bettet
wenn er auch den Letzten von uns
dazu gemacht

Wie oft muss ich noch
schweißgebadet
einsam aufschrecken
in diesen, seinen Gemäuern
bis mir endlich
ein Traum in Erfüllung geht
in dem wir gemeinsam
aufwachen
Schulter an Schulter
aufstehen
um den Duft der Freiheit
zu atmen
und seiner kalten Klinge
zu zeigen
aus welchem Holz
wir wirklich
geschnitzt sind

06
Mai
12

Schattendasein

In dieser einen Nacht am Chiemsee
fiel vor langer Zeit wie Pulverschnee
nach einem Knall ein Ascheregen
um grünend Boden zu belegen

Er sickerte dann wie Dünger tief ein
und ließ die Erde dort fruchtbar sein
so konnten diese Wurzeln schlagen
die erst mit in ihrer Umwelt lagen

Es begannen jedoch Triebe zu sprießen
die bis heute Richtung Himmel schießen
dort genießen sie mit großer Wonne
ihren Platz hoch oben an der Sonne

Man sieht kaum ihre prachtvoll’ Kronen
die königlich am Himmel thronen
doch darunter längst in ihrem Schatten
begann´s blühend Leben zu ermatten

Es muss in bitterlicher Kälte frieren
was um sie herum droht sich zu verlieren
die ohne Wärme dort durch´s Leben irren
mit jedem Schritt noch mehr zu verwirren

So hat die Sonne wohl schon ausgelacht
wenn man am Boden nicht mit aller Macht
gemeinsam versucht diesen Ort zu erhellen
beginnt aufzustehen und Bäume zu fällen!

05
Mai
12

Gunda Jaron / Slov ant Gali / Sebastian Deya: Gedichte vom nicht so tapferen Schneiderlein

Manchmal wünschte ich
ich könnte mein Leben ablegen
wie ein unbequem gewordenes Kleid

immer wenn ich mich
unpassenderweise
nicht mehr wohl fühle
in meiner eigenen Haut
und drohe
aus allen Nähten zu platzen

dann wenn ich glaube
nicht mehr weiter zu wissen

schlägst du mir wieder nur
ausgerechnet
genau das eine Modell vor
von dem ich sicher bin
es passt mir eh nicht

in diesen Momenten
wenn ich mich
so bloß gestellt
fühle
wünsche ich mir
manchmal nichts sehnlicher
als Maß zu nehmen
um mich mit aller Gewalt
einmal selber
in deinen Allerwertesten
zu treten

damit auch du dann vielleicht
endlich erkennen kannst
wie sehr ich wirklich
im Arsch bin

04
Mai
12

Wortgewaltig

Lassen wir sie
doch Formen
beherrschen
ihre Worte ordnen
und ganze Bände
so sprechen

Lass uns doch
lieber formen
was wirklich zählt
Leben
es nehmen
wie es kommt
soll´s in Träume fließen
mein Herzblut
aus der klaffenden Wunde
die du geleckt

Lassen wir doch
lieber Taten
sprechen




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
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