Archiv für März 2012

30
Mär
12

Ausweg

Leider
irren wir
wenn wir glauben
der Schlüssel zur Wahrheit
läge in den Dingen
die wir bereits
erfahren
schriftlich beschrieben
und bis zur Unkenntlichkeit
verrechnet haben

Leider
sind wir
viel zu bequem
Hinweise anzunehmen
die verborgen liegen
als Relikte
zwischen den Zeilen
unserer Wahrheit
die Tür zu erkennen
auf die sie deuten
die so verborgen liegt
hinter der Grenze
dessen, was wir annehmen
als das Unmögliche

Leider
macht uns das
viel zu ängstlich
gemeinsam
Kraft aufzubringen
die es bräuchte
sie endlich einzutreten

Diese Tür
hinter der
in der Verborgenheit
höhnisch grinsend
die Erleuchtung liegt
sich selber wiegt
in der Sicherheit
und daran erfreut
am finsteren Spiel
mit unseren Sinnen

30
Mär
12

Du bist der Anlass

So viele fallen viel zu jung zur Stund´
ohne Halt, zerschmettern am Grund
so viele Kinder geknechtet mit Hieben
Eltern zerbrechen, werden zu Dieben
so viele Kinder gezeichnet von Narben
Kindheit in Armut, der anderen Gaben
geboren in eine Welt voll nur von Neid
Angst vor´m Verlust, kommendem Leid
so stehen sie mit dem Rücken zur Wand
reiche ihnen erst mit Vorsicht die Hand
denn wie Rehe sind sie oft zu scheu
gehe ein Stück, ich reiche sie neu
entlang der Strasse ein Stück zu gehen
was sie brauchen, sollen selber sie sehen
es geht nur darum, sie zu verstehen
lasse sie reden, weinen, fragen, flehen
gebe bloß Antwort auf ihre Fragen
ohne sie mit der Weisheit zu plagen
meist dann in früher Morgenstund
verlassen Sorgen ihren Herzengrund
aus der jungen Seele, ihrer Tiefe
was bis ans Ende sonst innen schliefe
verlässt durch´s Auge mit den Tränen
die sie bei mir sicher wähnen
will ein letztes Grinsen noch geben
für die Momente, das wahre Leben
über Bibel, Leben, lieben und hassen
habe ich ihnen Entscheidung belassen
alleine fange ich oft zu träumen so an
sie seh´n in den Himmel, glauben dran
in der Nacht liege ich sooft und weine
im Bad, auf dem Boden, ganz alleine
wie sie gestern noch zu Grunde gehen
versuche sooft vergeblich aufzustehen
alleine mit Krämpfen, den Schmerzen
doch trage ihn, den Löwen im Herzen
bis auf Herzengrund ist er zu hören
wenn wir den Lebensgeist beschwören
danke Gott für diese Leidenschaft
Lebensmut und Willenskraft
gegen des Teufel´s verführerisch Tanz
was keiner schafft, ein Junge, er kann´s
leer wäre mein Leben, wenn er nicht bliebe
nur dieser einend Moment in inniger Liebe

29
Mär
12

Verteufelt

Glaubst du wirklich, bloß Gott zu besingen
erleuchtet´s Dunkel in den Dingen
glaubst du wirklich, bloß das Wort Liebe
vertreibt der jungen Herzen Diebe

Das die Wahrheit nicht wirklich Wahrheit ist
weisst du nicht bloß, weil du es bist
das du am ersten Ausweg, selbsterklärend
einfach ausstiegst ist verheerend

Das Wahrheitstor wird geöffnet von Schmerzen
zur Höllenpforte führt die Wut in den Herzen
ein Hauch von Liebe, der lag in der Luft
doch ging unter längst, im verheißenden Duft

Du rufst Gottes Namen, um ihm zu nützen
statt die Schöpfung vor den Gefahren schützen
die Schönheit, seiner einst vollendeten Welt
ist von dunklen Mächten längst umstellt

Jahrtausende lang, so ließ er sie entstehen
Teufel´s Lehre lässt uns Wahrheit nicht sehen
denn Gottes Weg, er führt nicht durch´s Buche
damit wandelte erst unser Segen zum Fluche

Die Bibel selbst ebnet den Weg für Dämonen
nur sie führen vom hier bis in die Visionen
aus dem hier und jetzt, getrieben von Schmerzen
der Dämon schließt sich ein im Herzen

So hat der Teufel selbst dir Gott genommen
den du bei der Geburt einst mitbekommen
lockte mit Offenbarung nochmal ein Stück
Gottverlassen, so ließt du dich selber zurück

Schwörst auf den Gott, nennst ihn vollkommen
längst vergessen, was von oben einst gekommen
deine Augen, die Ohren, die Seele im Herzen
lasst die Erleuchtung durch die Lehre schwärzen

Denn Gott, die Schöpfung, du, der heilige Bund
verkündet unbeschwert bloß ein Kindermund
viele Kinder leiden, denen nur wenig geblieben
denen ihr Gott so lange nun schon ausgetrieben

Statt hoffend einfach die Hände zu falten
ihr wartet auf den, der´s Meer könnte spalten?
Den einzelnen Boten, ihn hätte Gott nie berufen
für Gebote, die so viel Unverständnis schufen

Dein Lebensgeist fliegt Nachts so verlassen
wird im grauen Alltag bald verblassen
bis der Teufel dann hebt´s dunkelste Tuch
enthüllt die Feder, die schrieb´s heilige Buch

Dein Gott im Himmel, er will auf dich bauen
fangt endlich an und schenkt wirklich vertrauen
mit dem was dir gegeben, sieh raus in die Welt
der Hoffnungen Feld wird von Schönheit bestellt

Geh raus an die Luft, atme tief einmal ein
so wird Gott dein Wind im Segel sein
vor der warmen Sonne die Augen zu schließen
zu seh´n wie Ranken in den Himmel schießen

Es bewahrt uns nur, vor´m drohenden Ende
weg von der Lehre, zur Schöpfung die Wende
denn der Teufel gönnt der Schöpfung nur Ruh´
werden Waffen aus Wundern. Gottes Wunder bist du

29
Mär
12

Gegenstandslos

Wenn du
tausendmal sagst
es zähle nur Liebe
ohne den Lieben
dem noch zu sagen
ich liebe dich
was ist Liebe
für dich bloß
nur noch ein Wort?

Wenn du
tausendmal sagst
es zähle nur Gott
ohne die Schöpfung
je noch zu preisen
was ist Gott
für dich bloß
nur noch ein Name?

Wenn du
tausendmal sagst
du kennst die Wahrheit
ohne einmal wahrhaftig
zu zeigen
was wahr wirklich ist
ist Wahrheit
für dich
doch bloß
nur noch Illusion

28
Mär
12

Am Fuße des Traumes

Die Fassade empor, in Richtung des Daches
in meinem Traum ist es ein flaches
das vertrauteste Haus, im weitesten Raum
doch, von oben dann, sehe ich kaum

All die, die unten sich versammelt haben
auch all die, die mir mein Leben erst gaben
noch so vertraut, doch die Wolken aus Schaum
verschleiern sie alle hinter nebligem Saum

Ich höre sie rufen, doch die Schreie verhallen
kamen wohl nur, um zu warnen vor´m Fallen
will sie begreifen, meine Hand ihnen recken
ein kleines Stückchen mich noch strecken

Wie vertraut höre ich dabei Engelein singen
verlass´ mich so sehr auf ihre Schwingen
als könnten sie diesen Traum schon erkennen
ohne des Träumenden Namen jemals zu nennen

Ein letzter Schrei, es hallt noch ein „Halt!“
im nächsten Moment nur noch bitter, so kalt
so ließ mich weit oben alleine die Einsamkeit
geh´n diesen einen Schritt, viel zu weit

Ich falle so tief, hör´ meine Schreie noch klingen
bete so sehr, dass Engel mich doch sicher bringen
am Fuße des Traumes schützt mich nur ihr Geleit
vor´m Fall in die Tiefe, bis ans Ende der Zeit

19
Mär
12

Der Wahnsinn

Vielleicht ist
der größte Fehler
den wir begehen
zu glauben
wir wüssten ganz genau
was wirklich
wahnsinnig ist

Ich glaube
wahnsinnig wäre
wenn wir uns vorstellen müssten
die Wahrheit
ist in Wirklichkeit
vielleicht eine ganz Andere
als die,
die wir uns vorstellen

Und ich denke
wahnsinnig wäre
wenn wir dann Wahrheit
wirklich erfahren würden
und uns nichts bliebe
als die Vorstellung
was wir erfuhren
sei in Wirklichkeit
nicht die Wahrheit

17
Mär
12

Dieses Gefühl

Dieses Gefühl, was sie auch sagen, wie sie auch heißen
das letzte Kapitel, es wird erst Wahrheit beweisen?
dieses Gefühl, was sicher scheint, es wird dich zerreißen
das letzte Kapitel kann Verdammnis nur heißen?

Dieses Gefühl, wenn sie sagen, es ginge um dich
innerlich, innerlich weißt du, sie fühlen nur sich?
egal, wie oft sie auch sagen, man kämpfe um dich
innerlich spürst du bereits, wie man dir wich?

All deine Worte, deine Sorgen, dein Leid und die Klagen
wie sehr du auch willst, kannst es Niemandem sagen?
diese Angst, um all deine Träume, von besseren Tagen
wie sehr du auch müsstest, nie könntest du´s wagen?

Mit der Wahrheit im Kopf, im Herz den Dämonen
wie schnell du auch fliehst, er wird dich bewohnen?
Das Ende vor Augen, kannst´s so sehr noch betonen
wie sehr du auch flehst, keiner will dich verschonen?

Bitte, suche weiter, du findest den Sinn in den Dingen
selbst, wenn dich die toten Engel schäfrig singen
bitte, glaube mir, mein Kind. Dein Lied wird erklingen
selbst, wenn die Storche scheinbar Tote bringen

Egal, wie bitter, egal, wie traurig und egal, wie verdorben
glaubst du an uns, hat der Teufel dich umsonst umworben
egal, wie bitter, egal, wie traurig und egal, wie verdorben
glaubst du an uns, bin ich am Ende nie umsonst gestorben

Was dir zum Leben nóch fehlt, dass kann man dir geben
denn, wer immer du auch bist. Ich will dich erleben
wenn uns der Glaube nie fehlt, wir werden´s erstreben
denn, wo du auch sein magst. Ich will dich erheben

Wenn du nur lebst, werden, die sich sicher schon schienen
am Ende sicher bekommen, was sie wirklich verdienen
wenn du nur lebst, werden, die so verloren schon schienen
am Ende gemeinsam besitzen, was wir alle verdienen.




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.


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