Archiv für Oktober 2011

31
Okt
11

In meiner Hand

Ach Herr, warum hast du mich nicht genommen
als die Lichter hell schon schienen
dachte doch, meine Zeit wäre gekommen
muss mir Frieden wohl verdienen

Ach Herr, warum, so sehr ich es auch versuche
warum darf ich ihn im Spiegel nie sehen
und so sehr ich den Weg dann auch verfluche
mich doch weiter hin zum Guten dreh´n

Ach Herr, warum, träume jede Nacht vom Krieg
gegen Armeen zu kämpfen ohne Waffe
ach Herr, warum träumte ich nie je vom Sieg
doch jeden Morgen, dass ich es schaffe

Ach Herr, warum muss ich sie so sehr nur lieben
fühle ich dich, wenn du so einsam bist
an deiner Seite, bis in den Morgen geblieben
alleine zurück, der nur einsam noch ist

Ach Herr, warum, müssen sie so sehr mich hassen
lassen Worte mich oft stundenlang weinen
ach Herr, warum, kann es selbst oft nicht fassen
doch hassen konnte ich noch keinen

Ach Herr, warum, lassen sie mich leiden, so arg
bekämpfen, bewundern, vergessen, verlachen
dank dir Herr, dass ich all meine Leiden so mag
für Welten Schönheit, mich stark zu machen

Fühlt es, den Moment, Augen zu, alle zusammen
du und ich, so plötzlich, von ganz tief drinnen
fühle deine Tränen, die Musik und mein Grinsen
in meiner Hand, lass uns zu tanzen beginnen

31
Okt
11

Troublesome-Soldiers

Genie und Wahnsinn, sooft dicht beieinander
die sich angeblich nur verfluchen
wenn sie ehrlich dann gestehen einander
sich in Wahrheit gar zu suchen

Wenn sie sogar an den Händen sich fassen
gehen sie oft auf besonderen Wegen
bereit den Andren nicht mehr abzulassen
sind ihrem Schicksal so erlegen

Es mag deren Weg dann manchmal holpern
doch fallen sie nie auf den Mund
so könnten sie jeden Meter gar stolpern
auf festem Grund nicht ungesund

Der Denker muss sich nur stets vertrauen
tut sich ein Abgrund vor ihm auf
die Brücke darüber selber zu bauen
nehmen die Dinge ihren Lauf

Denn der Irrsinn selbst mit Wahnsinnskleister
geneigt sich in der Pflicht zu sehen
nennt sich gerne den Brückenbaumeister
lässt jede Reise abwärts gehen

Doch bei tiefem Nebel, die Wege erschweren
gerade wie heute, zu unseren Zeiten
oft nur der Wahnsinn lässt sie überqueren
über der Abgründe Unendlichkeiten

Sie bereisten, gemeinsam oft ungeahnte Welten
doch die sooft auch nur im Wahne  gesehen
der reine Wein, den sie selber bestellten
liess selbst  schon Perlen vor die Hunde gehen

30
Okt
11

Die Königsdisziplin

Du sinkst immer tiefer
mit immer höheren Zielen
wachsen dir die Dinge
über denen du stehst
immer weiter
über den Kopf
niemand bleibt dir
nur das Gefühl
sie werden dich brauchen
als sprühst du vor Leben
das längst nicht mehr
nur in dir steckt
niemand antwortet
auf immer mehr Fragen
mehr und mehr
glaubst du zu wissen
warum es keiner je
verstehen wird
wie bitter die Tränen

bis du ganz alleine

im Dunkel bist
so dankbar
für diese eine Flamme
die unaufhörlich brennt
für diese Worte
die wie Artefakte
schon in aller Munde waren
bevor nur du sie entdecktest
so liegst du am Boden
mit dieser unglaublichen Kraft
den entferntesten Träumen
was du nie zu denken wagtest
es ist zum Greifen nahe

Dann weißt du es einfach
es ist ein Muskel
der dich halb Tod selbst
einfach weiter
immer weiter
deinen Weg gehen lässt
bis an sein Ende
hörst du ihn schlagen
die ganze Welt
kann es hören
so lange er nur lebt
wird er kommen
um sie zu retten

30
Okt
11

Lasst die Erde endlich beben

Ein alter Mann
eine alte Träne
eine immer währende
Geschichte

Damals im KZ
seine ganze Familie
sein bester Freund
vor seinen Augen
gespannt zwischen Pferden
in zwei Hälften gerissen
den Hunden zum Frass
vorgeworfen

Diesen Menschen alleine
bin ich verpflichtet
zum Dank
für jeden einzelnen Tag
für jeden einzelnen Schritt
für jedes Problem
das wir in Freiheit
gemeinsam haben dürfen
es zu lösen
für jeden Menschen
den nur wir
so frei
je erleben durften

Ihnen alleine
gilt mein Kampf
der Weg
des nicht Vergessens
wozu wir fähig waren
wenn wir nicht fähig sind
all denen
die gelitten haben
bis in den Tod
für den Menschen
den ich im Spiegel
bewundern darf

Sein Grab zu würdigen,

werde ich es nicht zulassen
das man weiter vergisst
in der eigenen Kälte
auf der Suche
nach einem Wort
nach einer Berührung
nach einem Freund
nach der Wahrheit
erstarrt ihr
bevor ihr je
die Strasse des Lebens
aus der Ferne nur hört
wie niemand mehr
sie noch befährt

Ich werde es nicht zulassen
denn euer Geld
macht euch nicht so reich
wie ihr fühlt
denn euer Wissen
macht euch nicht so schlau
wie ihr denkt
und unser Leid
gibt uns noch lange kein Recht
den Weg nicht zu gehen
dem wir verpflichtet
durch ein Leben
dessen Verlust
weit weniger schmerzlich
denn zu vergessen

Ich will nicht
mit irgendwem
ich will nicht
irgendwann
ich will nicht
irgendwo
ich will mit euch
ich will jetzt
ich will hier
nicht gegen irgendwen
sondern nur dafür
den letzten, einen neuen
Anfang
der das Ende bedeuten wird
wenn wir nicht begreifen
ihn zu finden

Wer immernoch glaubt
kommt Zeit

kommt Rat
wenn ihr immernoch beruhigt
wenn ihr immernoch an das glaubt
wenn man euch nur erzählt
wenn ihr immernoch nicht
zu begreifen
bereit
die Hüllen fallen zu lassen
zählt ihr zu den Feinden
wie der Gegner eigentlich
den ich nicht mehr habe

Denn unter mir
könnt ihr es spüren
will die Erde beben
auf das einstürzt
was der Wahrheit nicht standhält
auf das der Erdboden
wieder verschluckt
was er nicht selber gebar
auf das einstürzt
was ungerecht
auf das die Grenzen fallen
und Dämme brechen

Auf das hier und jetzt
es zu überleben
nicht einfach zu verschwinden
am Ende
im Nichts

Auf uns, werte Herren
die bereit zu kämpfen
dieser Welt verpflichtet
wissend
worum sie sich dreht
auf das ewige Leben
so
oder so

Auf Ewig
hier im Paradies
oder auf bald
in der Hölle
nur für die Versager
die es besser
hätten
wissen
müssen
Zeit stehen liessen
dabei die Welt vor Augen
und den Menschen
der leibhaftig gerissen
in Hälften
bleibt als ganze Wahrheit

29
Okt
11

R.i.P. (1)

Gut getarnt
verkünden sie dich

bis auf´s Blut

uniformiert in Tugenden
bewaffnenden Wissens
gedienst du
entwaffnet
dem
Zwecke angesichts
zum geopferten Ziele

Warum
bist du auch wirklich
nur so unglaublich
schwierig

25
Okt
11

Trendsetter

Im Trend sucht man den eigenen Stil
der, entgegen dem Trend, ihm zum Opfer fiel
modebewusst, aufgestylt und frisiert
wirkt, eben im Trend, oft so etwas kleinkariert

Wer kann dort alles und weiß oft Nichts
ging eigene Wege, Menschenmengen angesichts
dessen Freiheit, die jeder so gerne hätte
hängt oft nur am seidenen Faden, als Marionette

Wer erkennt von Morgen Glückes Kind
wo Reichtum reich macht, modisch Moden sind
die  ihre Auftritte im Rampenlicht hatten
genauer betrachtet sooft erleuchtet vom Schatten

24
Okt
11

Im Zeichen der Zeit

Am Strand des Lebens, blicke zum Horizont
glühend rot mein Himmel brennt
grollend nähert sich dunkel die Front
rasend schnell die Zeit mir rennt

Einen Schritt im Wasser, zu meinen Füßen
es ankern Schiffe in der Fremde
lansgam schon die Kälte lässt grüßen
rasselnd fern im Kettenhemde

Im Schatten der Berge beraten sich Gruppen
als läge hinter mir die Verschwörung
auf ihren Hügeln formieren sich Truppen
vor mir liegt nun die Zerstörung

Mit geschlossenen Augen, auf meinen Knien
Luft vom Meere, sie riecht nach Blut
in der Ferne blitzend, die Klingen sie zieh´n
Luft der Lungen, sie riecht nach Mut

Geballt die Faust, gewillt mich aufzurichten
in der Luft liegt nur noch die Stille
vom bitteren Ende die Winde berichten
so weht in ihnen schierer Wille

An den Ufern, genau wie der Felsen so still
gesenkt der Kopf, hoch der Kragen
ja, ich kann, ja, ich muss und ja, ich will
bereit die letzte Schlacht zu schlagen

Hole tief nochmal Luft, um laut zu schreien
ein letzter Blick, der zu Allem bereit
ineinander zu krachen, bald ist´s nun soweit
dem Kampf! Im Zeichen! Der Zeit!




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Bedeutet im Klartext: Teilen? Jederzeit! Zerteilen? Kein Stück! Alles, was hier an Texten erscheint, ist geschrieben ohne kommerziellen Hintergrund und in diesem soll es auch bleiben.
Und jedes Wort, das in meinem Namen erscheint, und sei es der Nick-Name, soll damit auch möglichst unter diesem weitergegeben werden, so, wie ich auch mit den Texten anderer verfahre.


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