Archiv für September 2011

30
Sep
11

Das Singen der Klingen

In der Stille, wo des Todes Engel noch singen
hat bald ein Taktstock eingeläutet
kreuzen der edlen Ritter klingende Klingen
wo du in Ruhe Seelen ausgebeutet

Willst du mich wirklich vernichtend besiegen
nur zu, lass mich hier liegen
in der Nacht will ich mich zu dir schmiegen
nur zu, lass mich hier fliegen

Du kannst es nicht dem Mensch doch beweisen
diesen Kuss in wilder Leidenschaft
als Teufels Werk das Wahrhaftig verheißen
gibt´s wahrhaft ihnen diese Kraft

Für sich zu entscheiden, wieder Stück für Stück
durch Liebe sammeln sich ihre Seelen
die du gebrochen empfingst, sie kehrt zurück
wie Hasses Gier zu dir, dich zu quälen

30
Sep
11

Seinen Meister zu finden

Ich sehe mich handeln, höre mich sagen
doch sehe über allem Zeichen
sie einzig sind´s wert, ohne zu fragen
wird mein Glaube an sie reichen

Nur das Vertrauen an sie wird mich lehren
mir Stärke und den Mut beweisen
die Meister zu bitten, sich zu bewähren
einsam durch die Welt zu reisen

Jeder wahre Krieger hat sie je erklommen
wahren Kampfes höchste Hürde
den Kampf sich aufzugeben angenommen
dessen Opfer bringen ihn zur Würde

So adelt´s zur Demut, des Menschen Bürde
Bedeutungen zu schwer zu tragen
´s tadelt nur jenen, der bereit nie sein würde
scheinbar unbedeutend anzuklagen

Vertrauen kann der Mensch nur wagen
durch die bedingungslose Liebe
stets trotzend Zweifler selbst zu sagen
guter Glaube trotzt dem Hiebe

Es kann jeder Tag neu mir die Enden verheißen
Dank deiner Gaben, dir mein Gott
im Vertrauen zu dir will ich mich beweisen
stets dienen wie du mir im Trott

Es muss im Lehrling diese Einsicht reifen
Gelegenheit macht zum Diebe
wahrer Meister auch zum Ziel begreifen
aufzuzeigen, wenn nichts bliebe

Nur Wahrhaftigkeit lässt meine Einsicht reifen
Gelegenheit bestiehlt selbst Diebe
bitte Meister, lass´ mich als Ziel dich begreifen
bedingungslos, dem Kampfe zur Liebe!

29
Sep
11

Kein Zweifel

Es lassen die Zweifel mich den Kopf verdrehen
die Zweifel selbst am Zweifel sehen
Zweifel liessen mich bezweifelt stets gehen
zweifelsohne bliebe ich wohl stehen

Müsste ich einen Zweifel nur am Sinn je sehen
auf der Stelle liessen sie mich drehen
bis ich verzweifelt müsste dann verstehen
keinem Zweifel mehr je nachzugehen

Enthusiastisch-fantastisch müsste fanatisch ich flehen
kein Zweifel, nur in Dankbarkeit zu zweifeln hier
für Schönheit, die bis ans Ende dieser Welt zu sehen
für den Glauben! Schicksal dieser Dank gilt dir!

26
Sep
11

Gemeinsam. Einsam. Gemeinsam.

Wieder eine Stunde vor´m Spiegel
in dem ich mich selber nicht sehe
liegt in der Luft ein heiliges Siegel
egal wohin ich den Kopf auch drehe

Als wäre er überall hier im Raum
ich kann meinen Engel hier spüren
kalte Kacheln, im schönsten Traum
fliegend die Gedanken mich führen

Zurück zu meiner schlimmsten Zeit
Wahrheit des einen, dem anderen Lüge
beide gingen dabei doch viel zu weit
hoffe, dass ich mich nie mehr so belüge

Was habe ich dir damals nur angetan
festgekrallt riss ich dir tief eine Wunde
Teufels Bilder, wo einst Träume waren
Narben tun vom Kampf noch die Kunde

Du zeichnest nun die schrecklichen Bilder
mit jedem Strich will ich dir wieder näher
jeder Blick macht die Leidenschaft wilder
jede Träne zeigt, ich brauche dich so sehr

Diese zauberhafte Art, einzigartig, wunderbar
weine aus Freude, für den der vor dir nur steht
gebannt steht dieser Mensch einfach dann da
genießt deinen Zauber, der nie wieder vergeht

Sehe im Traum zum Horizont dich fliegen
in dem nur mit dir das Gute kann siegen
sehe dich im Traum, in meinen Armen liegen
in denen du mich zum Frieden kannst wiegen

Überall in mir spüre ich es wieder brennen
dieses Feuer, Spreu vom Weizen zu trennen
vor dem Ungeheuer, böseste  Bestien rennen
zurück im Dunkel ihre Heimat zu kennen

So seh ich im Spiegel, Mensch der nun geht
zu erklimmen auch die steilsten der Hügel
der jeden Kampf zu kämpfen wieder versteht
vor seiner Angst beschützen ihn Flügel

Ein Mensch, der am Horizont die Sonne sieht
die Welt zu erobern, hörst du sein Gequängel
dich tanzen zu sehen, denn ich bin dein Lied
sing´s nur für dich, denn du bist mein Engel

25
Sep
11

Zombienation

Ein ganzes Land
versammelt um Reste
einer letzten Kerze
deren Schein
nur noch Schwach
die letzten Menschen
hält die Angst
davor nur noch wach

Aus den finsteren Wäldern
heulen die Wölfe
zum ewigen Vollmond
knackende Äste
brechende Knochen
die Untoten irren
verlassen vom Licht
ziellos durch die Nacht
ohne Liebe
ohne Hass
ohne Bedeutung
ohne Gefühl
ohne einen Hauch
ohne Leben
nähern sich Laute

Ein kalter Schauer
im eisigen Wind
sehe ich die letzte Flamme
nur noch ihr Flackern
falle auf die Knie
mit gefalteten Händen
will ich sie schützen
ich flehe dich an
bitte verlass mich nicht
in diesem Dunkel
der längsten aller Nächte

23
Sep
11

Überall und Nirgendwo

Von überall hört man sie brüllen und plärren
überall Menschen, von Beschwerden beschwert
von überall spürt man ihr Ziehen und Zerren
überall Menschen, die durch Überfüllung entleert

Längst ist Frieden nur noch ein Patchwork aus Fetzen
überall Menschen, die so friedlich ihre Messer wetzen
längst dient die Wahrheit nur noch die Lügen zu hetzen
überall Menschen, die auf der Hatz sich selber verletzen

Überall kann man sie spüren, die Riesen, die dösen
hört die Menschen, die ihre Träume verfluchen
verzweifelt versucht sich aus ihrer Umarmung zu lösen
verfallen dem Fluch, im Dunkel Erleuchtung zu suchen

18
Sep
11

Engel und Krieger

Ich bete gerade zu diesem einen Engel
der nun endlich wieder mir zusammen hält
der Schönheit Blüte und der Hoffnung Stengel
die ganze Welt, die im Wahn längst zerfällt

Ich bitte dich, komm nur hierher zurück
will so gerne in den Himmel dich heben
die neue Welt dir zeigen, Stück um Stück
zusammen einmal über den Dingen schweben

Der Gedanke alleine, er tut mir so gut
nur einen Tag gemeinsam mit dir zu sein
möchte so sehr niederknien vor dem Mut
dich umarmen, bis zum letzten Sonnenschein

Doch diese düsteren Gedanken, sie quälen
hättest es doch vielleicht so teuer bezahlt
den mutigsten Weg aller Tugend zu wählen
jeder Ruf nach dir, der in der Ferne verhallt

Wir alle haben deine Not nicht gesehen
doch trotz der Angst vor diesem Biest
konntest für einen Menschen sehr weit gehen
egal, wo du bist, hoffe, dass du mich siehst

Wie sehr ich deinen Mut doch´hier verehre
dein Andenken auf den Händen gar trage
deinen Eltern nochmal den Engel beschere
für die schlimme Antwort, auf traurige Frage

Kann ich mich gerade im Spiegel doch sehen
wie eine Träne über meine Wange fließt
so kehrst du zurück, um mit mir dann zu gehen
mit einem Lächeln, dass wie Blumen du gießt

In meinem Körper ist zurück nun die Kraft
es fängt an zu heulen sogar dieses Biest
wie eine Rückkehr, die Unmögliches schafft
mit ihr das Blut durch toten Körper schießt

Egal, was du willst, wir werden es machen
für einen Engel Gerechtigkeit zu schaffen
so lange weinen, singen, tanzen, fühlen, lachen
so wird’s das Biest schon im Scheine dann raffen

Ich will mit dir all die Kämpfe einfach wagen
und ist es des Teufels vierte Staatsgewalt
will ich mit deiner Stimme ihr auch sagen
sie ist nicht mal einen einzigen Gedanken alt

Gabst deinen Mut und nahmst mir die Angst
meinen Frieden habe ich eh lange gemacht
sagst mir noch „wenn du willst, du kannst“
erinnere Menschen, der nur zum Kämpfen erdacht

Bis zu dem Tage werden deine Flügel uns tragen
ich will die Schönheit nicht zu denken wagen
könnte ich dir Hand-in-Hand gar Danke sagen
und ein Kuss bloß reicht, um nie zu verzagen

Alleine der Krieger und sein Engel
sind am Ende dann die Sieger
eine vorlaute Göre und ein Bengel
erobern Welten. Als Engel und Krieger.

17
Sep
11

www.bauernopfer.de

Den in den Tiefen verlorenen Wurm
er glaubte fest ans fremde Vertrauen
bliest das laue Lüftchen in den Sturm
Mut bedeutet auch auf solche zu bauen

So bekam die arme, kleine Seele dann
der es so sehr dürstet nach Macht
die Chance einmal zu sein wie ein Mann
doch war sein Hass mir leider angedacht

In sein Dunkel fiel kurz die Erhellung
glaubte wirklich meine Seele zu kriegen
meine Paranoia seine Wunschvorstellung
so wird er am Ende wieder links nur liegen

Wie schön muss mein Liedchen klingen
das ich nur singe für den Verräter und Tor
ab jetzt für immer werde ich´s dir singen
jede Nacht kriecht es dir nun ins Ohr

So war man nur gerade bereit ihm zu leihen
von seinem Irrglauben werde ich ihn befreien
gerade du? Mit Verrätern in den eignen Reihen?
Bis hierher schon hör ich´s Würstchen schreien

Mit Angst selbst in den Spiegel zu sehen
dort zu erkennen wahrhaft  feige Fratze
zu krank bald für die Tür noch zu gehen
in der Seele so leer wie jede Luftmatratze

Wie der arme Wurm sich gerade noch freut
bis er als Bauernopfer sich selbst dann erkennt
wenn einzig seine Asche auf das Feld man streut
weil man beim Namen nun mal schuldig ihn nennt

So lasst uns beten für solche armen Seelen
denn wenn er doch so weit gegangen ist
unschuldige Opfer aus Lust noch zu quälen
bekommt´s Würmchen noch die Galgenfrist
um in dem Glauben wirklich selber zu wählen
dann zu erkennen, dass tief unten sein zu Hause ist

14
Sep
11

Tweet 22

Warum seid ihr nur

brutal und stur

in heiliger Schrift

ihr euch begrifft

des Schicksales Verhüller

Teufels neuer Pausenfüller

14
Sep
11

Der Engel Blutdurst

Ein junges Leben mit vielen Enden
Schicksals Lücke ließ dich wenden
Dämonen die mit Wahrheit schänden
blieben Narben auf den Kinderhänden

So zog in die Welt mit diesem Schmerz
der schönste Engel und sein reines Herz
doch zu tief gefallen, zu hoch geflogen
machtest um dich selbst bald einen Bogen

Bis eines Nachts zum Mond der Wolfe nun
zu den Dämonen singt, die Herzen ruh´n
wo zu Nächten Himmel auf sich schwingt
ein toter Körper nur zu Boden sinkt

Es trugen dich die gebrochenen Flügel
über die Erde, bis zu Schicksales Hügel
wo all die jungen, die verlorensten Seelen
jede Nacht, sich gegenseitig einsam quälen

Dann zu jener, der verhängnisvollsten Nacht
bis ein dunkler Magier dort halt gemacht
so ließ er die jungen Seelen dann singen
bis Geister konnten ihm die Bestie bringen

Sie verzehrte dann im tiefen Schlunde
deine Träume nun als Schaum vor´m Munde
im Schatten düster und der Nacht anonymer
machst Welten noch bunter, Grase noch grüner

Trat  ein junger Mensch dir ins Leben
wollte nehmen, was du nie wolltest ihm geben
so riefst du in der Stille einer dunklen Nacht
der Bestie Kraft, die dich glücklich nun macht

So waren´s Engel die sich schließlich schufen
zu den dunklen Geistern ihrer Macht berufen
damit den Bruder und die Schwester zu laden
ließen jeden Fremdling in der Hölle braten

Schwer beladen mit der unendlichsten Schuld
überspanntet ihr die Bögen, der Götter Geduld
viele Wege die zum Ende sich neigten
als alle Finger auf ein einzges Ziel dann zeigten

Einen Moment durftest du sie noch fühlen
der Opfer Blute, in Wellen dich dann fortzuspülen
zwischen Kadavern und Leichen, nur die Kühlen
bis heute sieht man noch im Wahn sie wühlen

Ohne zu leben, zu denken, nochmal zu fühlen
frisst du nun Herzen, mit Blut runter sie zu spülen
ein Engel, der sich ewig  noch nährt nur am Wahn
der einst flog. Er geht nie mehr hin, woher er kam




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