Archiv für Juli 2011

30
Jul
11

Reichtum der fickt

Da es leider so aussieht, dass mir bereits zeitnah, Anfang September, eine Deadline gesetzt wird, ab deren erreichen ich zwangsweise erst einmal eine Zeit werde schweigen müssen, werde ich mich an meine Wurzeln erinnern, und:

Wieder rauf auf´s Gas. Sollte ich bis zu angesprochenem Zeitpunkt irgend jemanden in diesem ganzen Scheißladen noch nicht persönlich beleidigt, angegriffen, beschimpft oder mit meiner Meinung behelligt haben, so tut mir das aufrichtig Leid. War ganz sicher nicht meine Absicht.

Der Bänker, hochverdient weit oben im Turm
blickt zum Bordstein herunter, zum armen Wurm
bis Kokain und Johnny Walker
entlassen nachts perversen Stalker
der am Tage bedauert, den armen Junkie im Sturm

29
Jul
11

Lasst sie reden

“Sieg Heil und fette Beute”, so hetzt sie,  die NPD

die Demokraten verzweifeln, “verbieten, ohjemineh”

dabei überzeugt es doch nun wirklich jedes Kind

lasst ihr´s richtig erleben, wie dumm die Nazis wirklich sind

24
Jul
11

Bittere Pillen

Bereitwillig schluckt ihr
die bitteren Pillen
lassen kalt
nur noch ein Lächeln
in guten Mienen
zum bösen Spiel
erstarrt der Blick
im endlos grauen Horizont
bis der stumme Schrei
letzte Hoffnung
endgültig verhallt
in tauben Ohren

Bereitwillig schluckt ihr
die bitteren Pillen
gegen die eigene Wahrheit
ungelöster Probleme
scheinbarer Lösung zu glauben
auf endlose Fragen
müsstet ihr doch Antwort sein
Schulter an Schulter
gegen die Verzweiflung
einzig wahres Mittel
die Hoffnung
sein
gegen die Stille
einziges wahres Mittel
die Stimme
sein
gegen die Einsamkeit
einzig wahres Mittel
die Einheit
sein

Doch bereitwillig schluckt ihr
die bitteren Pillen
lassen Momente vergessen
in Einsamkeit
erstickt so die Menschlichkeit
in Risiken und Nebenwirkungen
bei Arzt und Apotheker
der traurigen Wahrheit beigepackt
quittieren leere Hüllen
am Ende
voll mit bitteren Pillen

19
Jul
11

Mensch, verdien´ dir die Liebe!

Deine Möglichkeiten sind unendlich
dieser Zeit bist du lange voraus
deine Art ist einzigartig, unverkenntlich
so gehst du, selbstverständlich, davon aus
wie du´s denkt, so muss es dann sein
voller Hoffnung, so siehst du dich
überzeugt akzeptierst du nie ein „nein“
bezeichnet Mensch sich so als menschlich

Doch in Wahrheit ist sie sehr begrenzt
die Zeit, die wir wohl hier noch haben
weil du nie dich als Teil bloß erkennst
einer Hölle, in der wir alle bald darben
schlagen wir den wahren Weg niemals ein
ohne die Demut, um je zu erkennen
den nächsten Fehler, er reiht sich nur ein
in eine Reihe, die als komplett zu benennen

Krieg, Leid, Elend, vernichtendzornighassendundstur
die Gelegenheit Mensch, sie macht dich zum Diebe
glaubst du an Liebe, als Teil deiner vedienten Natur
übersiehst du wahren, menschlichen Kampf. Nur für dich. In Liebe.

16
Jul
11

Begrenzt in Unbegrenztheit (1 – Facebook)

Gefällt mir
gefällt mir nicht
erfahrt ihr wirklich noch
eine Meinung
Menschen
ohne Worte
fühlt ihr euch wirklich noch
verstanden und verinnerlicht
wirkt doch
ein  Daumen hoch
ohne wirklich einen Finger
krumm zu machen
wie die Hand
die andere bloß wäscht
muss sie sich selber nicht beschmutzen
die am Ende
aalglatt
sich einfach zählt zu dem Rest
irgendwer
von denen, die gemeinsam hängen
irgendwo
in den engen Maschen
unserer sozialen Netze
sind die wirklich  haltenden Hände
doch dabei abzuzählen
an einem scheinbaren Finger

10
Jul
11

Todunglücklich

Um mich heult auch keiner
so weinst du
deiner Trauer keine Träne nach
aus bloßer Verzweiflung
nimmst du dir selber
die Traurigkeit
als einzige Hürde
für das wahre Empfinden
wirklichen Glückes
musst du sie nehmen
die schmerzliche Erinnerung
an schöne Momente
deine Sehnsucht
eine letzte Hoffnung
auf ihre Wiederkehr

08
Jul
11

Mensch, was bist du dämlich! (2)

Ach Mensch, was bist du dämlich
regiert für dich das Geld doch deine Welt
glaubst ihm scheinbar wirklich nämlich
jedes dieser Versprechen, dass es auch hält

Wenn es dir sagt, es mache dich satt
verschweigend den Bettler der leidet
der nichts als  bloße Angst noch hat
verhungerrnd ewig um den Fleischtopf neidet

Wenn es dir sagt, es mache dich reich
verschweigend den, der in Armut gefangen
alle Auswege sieht in Dubai beim Scheich
sich dann aus Angst vor Morgen aufgehangen

Wenn es dir sagt, es könne glücklich machen
lässt du dir die Märchen gerne erzählen
doch hast du bloß dann nichts mehr zu lachen
verlierst all deinen Glauben, wird’s dir je fehlen

Ach Mensch, hast du denn einfach vergessen
siehst du wirklich hinweg über unfassbares Leid
es gab schon Reichtum, Glück und satt zu essen
diese Not brachte Geld, von der es angeblich befreit

Doch geblendet siehst du stolz im Spiegel dich dann
Brust raus, Arsch rein und hoch die Pfoten
bedauerlich, „das arme Schwein“, dass wie du so nicht kann
in strammer Haltung feierlich; ein „Hoch!“ auf den  Despoten!

03
Jul
11

Lebe wohl, mein Kind

Einen Moment nur in Gedanken
Augen geschlossen, Pflanzen die ranken
diesen einen Moment bin ich wieder
öffne vorsichtig nur meine Lider
plötzlich ein Blick, so wunderbar
gleicht Meinem, als ich Kind noch war
will zu streicheln, zu grinsen beginnen
doch ich sehe seine Träne rinnen
das Kind so traurig, es winkt
Schultern hängend, der Kopf, er sinkt
schreiend kann ich nur noch flehen
beginnt der kleine doch sich wegzudrehen
muss ihn einfach laufen lassen
so sehr ich versuche, ihn auch zu fassen
weinend knie ich nur noch dar nieder
nie gewesenes Kind, es kommt nie wieder
weinend starre ich auf die kalten Fließen
als die Gedanken nur so durch mich schießen
weinend nur noch, so musste es gehen
hätte ich seine Augen doch wirklich gesehen
weinend verliere ich, was mich noch trug
er sah es ein, ich werde nie alt genug
ihn in den Armen zu halten, meinen Traum
verloren weinend, in diesem kalten Raum
um wirklichen Teil, den´s unwirklich nur gibt
weinend um den, der mich bedingungslos liebt

Weinend liege ich hier nun schon Stunden
meine Seele so dringend, nach Hoffnung erkunden
zwischen diesen Tränen habe ich sie gefunden
schon ok, denke ich, ich komme über die Runden
nur alleine kann ich gerade nicht stehen
brauche deine Hilfe, bitte hilf mir zu gehen
plötzlich stehe ich fest auf den Beinen
beginnt die Trauer sich im Herz zu einen
kann mein Kind, als Sonne, am Morgen erscheinen
wird dazu mein traurig Liedlein erklingen
die ganze Welt, sie soll´s mit mir singen
je fester verwurzelt, desto höher soll´s springen
will bis ans Ende dieser Welt dich bringen
ich habe meinen Traum dafür gegeben
werde weiter so, bis zum Ende leben
selbst wenn´s der Menschen gäbe nicht einen
bliebe ich halt liegen, würde ewig hier weinen
einsam wird so mein Blümchen sprießen
selbst am Grabe, an dem keine Tränen fließen
kommt keiner zu sehen, wie glücklich wir sind
wird mich keiner je kennen, außer mir und dem Kind.




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