Archiv für April 2011

30
Apr
11

Ach Mensch, was bist du dämlich! (1)

Wir können
von Null
bis unendlich
haben wir zu berechnen gelernt

Wir glauben
DEN Wert zu finden

der uns wissen lässt

wir bedeuteten

durch Zählbares
sind wir die
die aufzählen können

Mensch, weißt du noch
du könntest auch

leben

zwischen all den Nummern
bleibt wirklich Unzählbares
von unschätzbarem Wert

21
Apr
11

The Beast (4)

Ihre Ohren sind taub
aus Angst
dein Lachen
ertönt einmal nur laut
verfolgt sie
ein Leben lang

Ihre Augen sind geschlossen
aus Angst
dein eisiger Blick
einmal tief in die Augen
lässt die Seele gefrieren
ein Leben lang

Ihre Herzen sind voller Furcht
aus Angst
du könntest immer
könntest in jedem
könntest überall
könntest unaufhaltsam wüten

Vielleicht bin ich nicht
der Stärkste
nicht der Klügste
nicht der Beste
doch spüre ich
kämpfen zu müssen
denn ich fühle
wie du mich fürchtest
sehe die Angst
tief verborgen
hinter den toten Augen

20
Apr
11

The Beast (3)

Ein Augenblick
hinter blau schillerndem Grund
die traurigsten Augen
voller Verzweiflung vermissen sie
selbst die Träne
die nicht mehr fließt

Die Worte
aus unschuldigem Mund
mit Hass erfüllt vermisst sie
selbst den Gedanken
der sie schweigen lässt

In diesem Augenblick
mit zitternden Händen
voller lähmender Angst
hinter Wänden
verschlossenen Türen
verschwindet der Mensch
aus ihren Träumen
der leise nur noch
immer leiser
flüstert
lebe Wohl
mein Schatz

03
Apr
11

The Beast (2)

Mir hilft auch keiner
flüstert es
wenn Hände nach dir greifen

mach dich nicht lächerlich
lacht es
wenn dein Herz weint

wen interessiert es
schreit es
wenn man dich ruft

auf das Schlachtfeld
der Isolation
führt es
schafft dort in Seelenruhe
einen nach dem anderen
verloren
auf einsamem Posten
einfach vergessen
aus Angst
vor Demonstrationen
einer Macht
die im eigenen Kampf
hoffnungslos macht

01
Apr
11

The Beast (1)

Ich hörte dich
sagen
so wie sie
werde ich nie

Ich sah dich
machen
so wie sie
doch so wie sie
würdest du nie
dachtest du noch

Ich sehe dich nun
wurdest gemacht zu dem
der du nie sein wolltest
ich höre dich nun
wie du verleugnest den
der du einmal warst
kann nicht mehr verstehen
wenn du redest
kann dich nicht mehr erkennen
wenn du handelst
als wäre deine Seele
geflohen
wie die Strahlen der Sonne
ausgeschlossen
hinter zugezogenem Fenster
und verschlossenen Türen
im kalten Rauch
gefangen
und am lebendigen Leibe
ausgelöscht

In Gedanken an dich
sehe ich nur noch
ein weiteres Grab
einen Namen
geschmückt mit Blumen
ratlos stehe ich
vor deinem Andenken
und weiß nicht mehr
wo ich graben könnte
nach dem Menschen
der dort begraben
sein sollte




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