Archiv für Februar 2011

25
Feb
11

Wohin Führer lügen

Zur falschen Zeit, am falschen Ort
er war in den Wahnsinn geboren
so ging er dann als Kind schon fort
mit Führer´s Worten in den Ohren

Dieses Kind, so wild entschlossen
man hatte ihm das Hirn gewaschen
verlor seine Unschuld, hat geschossen
die weiße Weste, voller Lügen ihre Taschen

Von der Rasse, Lebensraum im Osten
sein Kindheitstraum dafür zu kämpfen
er ahnte nicht, was er würde ihn kosten
doch brennende Erde begann zu dämpfen

Junge Freunde fielen, Kinder und Frauen
all das Blut, die klirrende Kälte der Nacht
doch gab kein zurück mehr aus dem Grauen
Krieg war seine Heimat, wofür er gemacht

Bis  er dann vom Feind umstellt
betete er noch verzweifelt darum
Führer´s Versprechen, dass es auch hält
doch man hatte ihn verkauft für dumm

Hungernd, dürstend, frierend, verlassen
kam im Kessel leider dann der Tag
als er sah, wie Kameraden sich aßen
an dem auch er der Verzweiflung erlag

Was hätte er wohl alles gegeben
hätte er nur vorher schon gewusst
was ihm bedeutet, nichts wird überleben
diesen Krieg, in den er mit 17 gemusst

Wo er am Ende dann alleine gelassen
in dieser Lüge, die er lebte
begann er noch alles, sich  zu hassen
als das Blut gar an den Zähnen klebte

Hörte er den Führer durch´s Rohr
das er Stalingrad hat aufgegeben
s´ war der Moment, in dem er erfror
an Hass verloren sein junges Leben

Zur falschen Zeit, am falschen Ort
er war in den Wahnsinn geboren
so ging er dann als Kind schon fort
des Führer´s Worte in den Ohren

23
Feb
11

Tweet 20

Gewappnet
für jeden Konflikt
eine Antwort
eine Bombe
eine Flotte
ein Heer
Krieg
das Problem
längst vergessen
wenn wir nur wüssten
Frieden ist mehr

21
Feb
11

Haiku (2)

Gleißende Sonne
Die kalte Straße zerfließt
Endet im Meere

15
Feb
11

Wer uns jetzt noch fehlt…?

Erstens, da höre ich die Frau Merkel
so unverständlich
die Muttersau, inmitten grunzender Ferkel

Zweitens, da sehe ich Herrn Westerwelle
der Umfaller
gibt scheinbar nach, auch bei der kleinsten Schelle

Drittens, wären noch Granaten wie Mappus und Rech
die Barmherzigen
nahezu immer im Recht, wenn nicht hat´s Recht hier leider Pech

Viertens, nicht zu vergessen, die Opposition, wie Claudia Roth
die Blendenden
von außen bunt angemalt, inhaltlich wohl leider schon Tod

Ergibt zusammen die Augsburger Pappnasenkiste
die Macher
unter denen ich in Deutschland mein Dasein friste

Doch fragt ich mich noch eben, „wer soll das bloß richten?“
fiel´s mir wie Schuppen vom Haar,  wir könnten den Arnie verpflichten
ist er doch erstens für jeden verständlich,
der Schatz seiner Worte, er ist nicht gerade unendlich
er hat zweitens auch noch Stehvermögen
steckt der Terminator alles doch ein, wo andre aus den Latschen flögen
drittens hat er, wenn er auch Blut mal vergossen
sich den Weg, ganz anständig, wenigstens selber noch frei geschossen
dazu viertens ist es auch nicht schlecht
im Vergleich zur deutschen Politik, da wirkt er selbst als Maschine noch echt
und wer ihn glaubt in einem Kabinett als Flop
dem halte ich entgegen: Er hat auch Erfahrung als Kindergarten-Cop

Und auch wenn diese Meinung mit dem Kritiker bricht
wer genau hinsieht, der muss es leider erkennen
die traurige Wahrheit, so will ich sie nennen
das ich das mal sage, ich fasse es selber fast nicht
´s gibt wohl kein Tabu, dass unsere Politik nicht bricht:
Da ist doch noch das Schauspiel, dass selbst Arnie kann verschlechtern nicht.

15
Feb
11

Shorty need to be a thug

Einst als junger Tor, er war vom Leben begossen
der Traum seiner Zukunft zugezogen von Wolken
hatte er eigentlich nur zu versuchen beschlossen
auf verbotenen Wegen der Versuchung zu folgen

Überdrüssig der Welt, voll von Geld und Geltung
wo man ihn vergaß, er sich längst selber verlor
nahm er den Rausch wahr als eine Art der  Genesung
fühlte erstmals war er wer, stieg eine Treppe empor

Er genoss einen Aufstieg, bis er dann spürte
zwischen Sucht und Elend nur scheinbar geborgen
des Kindes falsche Entscheidung, wohin sie führte
von Gestern abgewandt, verloren die Lust auch auf Morgen

Viel zu spät erst konnte er selber es fassen
das er mit Menschen verkehrte, gar von ihnen lebte
die gegenseitiges Schicksal erfüllen, in dem sie sich hassen
das längst nichts mehr war, wo die dunkle Wolke einst schwebte

Vergessen die Träume, wirklicher Kummer und Sorgen
sich ganz heimlich gegen die Zukunft entschieden
Angst vor Menschen von heute, in einer Welt von morgen
hat´s nicht verpennt, am Ende bewusst zu erwachen vermieden

So lebt man gemeinsam in Unruhe, in seiner Subkultur
geprägt von Zwängen, frei von moralischen Regeln
die einen wie am Abstellgleis, das Dumme ist nur
zu viele von ihnen, die alle dort hinein segeln

Stellt sich also die Frage, wo kommen wir hin
eine ganze Gesellschaft will Alarm laut läuten
gibt dem Sinnlosen in seinem Sinne ihren Sinn
lässt den Hoffnungslosen als Feindbild bedeuten

„Ichweißallesbesserbrauchstmichalshilfe“ bleibt als Tour
auf der die Opfer als tatkräftige Täter nun leben
der Kampf der Not gegen das Elend nur
in dem sich alle hier die Klinke längst geben

Bleibt zu hoffen, für eine friedliche Welt von Morgen
das wir es lernen, noch wirklich gemeinsam zu leben
vielleicht werden aus Problemen wieder ehrliche Sorgen
all die Sinnlosigkeit einen wirklichen Sinn noch ergeben

Denn wenn wir nicht merken, wohin wir uns führen
wird des Kindes Schicksal, in seinem kalten Lauf
doch noch den befürchteten Flächenbrand schüren
liegt er richtend erst wirklich auf Jedermann´s Schläfe auf.

14
Feb
11

Tweet 19

Wann endlich ruht
all die Trauer
aufgestockte Wut
die Augen auf
ein lauter Schrei
in den leeren Raum
endlich aus der Traum
Schluss, aus
und vorbei

06
Feb
11

Psychologie für Menschenkenner und Tierfreunde (4)

Das schwarze Schaf
durch und durch düster
nutzlos und eigenartig
doch scheinbar gemacht
von einer sauberen Herde
in ihrem Sinne
benutzt und gezüchtet

Ausgegrenzt
in ihrem Sinne
an ihm aufzuzeigen
warum es gilt
Grenzen zu kennen

Auffallend
in ihrem Sinne
an ihm aufzuzeigen
warum es gilt
unauffällig zu sein

Verloren
in ihrem Sinne
an ihm aufzuzeigen
wohin es führt
gegen Ströme zu schwimmen

Das schwarze Schaf
per Hand bemalt
passt es nicht ins Weltbild
von einer sauberen Herde
öffentlich ausgestoßen
in ihrem Sinne
als Sündenbock
gefangen gehalten




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