Archiv für April 2010

30
Apr
10

Trauriges Ende?

Ich bin
traurig
eure Hoffnungen, so schaurig
Mensch aus Glas
Macht
Tränen
zum Spaß
zerbrechlich
zart
zerbrechend hart.

Mensch aus Glas
Macht
Tränen
aus Spaß
gute Mine
sprengt Kinder
zum bösen Spiel.
Zu wenig Hoffnung.
Davon zu viel.

Mensch aus Glas
undurchschaubar
offen
von Erleuchtung durchleuchtet
vom Wissen besoffen
rät mir zu hoffen.
Erzählt böse Geschichte
guten Endes?
Offen.

25
Apr
10

tödlicher Frieden (3)

Was bleibt dem,
der den Frieden braucht,
wenn der Duft nach Freiheit
in der Kanonen Mündung verraucht?

Was bleibt dem,
der den Frieden nicht hat,
nicht mal zu essen, wenn man seine Hoffnung ersäuft im
im Öl, damit die Maschine wird satt?

Was bleibt denen,
die den Frieden brauchen,
als sich nach einer Illusion zu sehnen,
wenn in den Pfeifen des Friedens; ihrer Kinder Körper verrauchen?

Was bleibt denen,
die den Frieden nicht kennen,
ohne den Kampf für den Frieden. Als Hass, Elend, Gier,
selbst die Bomben als menschlich zu nennen?

Was bleibt denen,
die versuchen an Frieden zu glauben,
wenn selbst die Vögel nur fliegen; aufgeschreckt
vom Feuer? `S sind Zeugen des Krieges, selbst eure weißesten Tauben.

25
Apr
10

tödlicher Frieden (2)

Wird Mensch, oder darf er ihn erleben, den Frieden,

so lange die Kugeln Körper,  so lange Kugeln die Hoffnung durchsieben?

Wenn Menschen, die Frieden wollen, die ihn  bringen, angeblich gar bedingen,

nicht hören wie Opfer schreien, während sie ihrer Menschlichkeit Loblieder singen?

25
Apr
10

Freitod

Da es im Internet wohl immer darum geht, ein möglichst breites Publikum zu treffen, was liegt näher, als sich mit anderen Autoren seinen Blog zu teilen und somit die potentielle Zielgruppe zu vergrößern?

Und da es am Potential nicht mangelt, auch wenn man´s manchmal anders denken mag, so bin ich stolz euch heute bereits meinen zweiten Gastautor, sogar eine Gastautorin vorstellen zu können, Sabrina Schelker!!!

Freitod!

Birken apathisch am Industriehimmel
stehen wie Wünschelruten einer anderen zeit
Relikte, vergessenen Heimes

Welchen Gott verlassen? Welches Götzenbild erschaffen?

Jämmerliche Szenerie, Tristésse!
Letzte Kulisse vor dem Exodus, dem Neongott- die Birken
Kältestarre- der Schnee ist Watte

Und tunkt Ruß um Schornsteinaquedukte
in weiße, wahre Unschuld!
Wer ist heute noch ungläubig, ist´s unhold!

Welchen Gott verlassen? Was haben Menschen bloß erschaffen?

Bahnschranken- alles Automatik
Zeitschiene verkleinert sich
Letztes Wurmloch aus Knechtschaft- Sehen Sie den Ausweg?

Vorsicht! Bahnschienen nicht betreten!
Du sollst, er sollst, sie soll…
Die Freiheit- wer könnte Sie mir nehmen?

Welchen Gott verlassen? Was haben Menschen bloß erschaffen?

Exeunt.

Sabrina Schelker, 2010

25
Apr
10

Tödlicher Frieden

Im Auftrag des Schicksals. Wetzt euer Frieden die Messer,

ändert er alles. Für die Beschenkten? Macht er Nichts besser.

Im Auftrag des Schicksals, der Ehre, von Gott gewollt,

über tote Körper. Totes Land. Rollen sie, eure Panzer aus Gold.

21
Apr
10

Geht vorbei

Mein ganzes Leben;

ich fieberte ihm entgegen,

diesem Tag. An dem ich glücklich bin.

Und Frei.

Ging vorbei.

Mein ganzes Leben;

ich fiebere ihm entgegen,

diesem Tag. An dem ich bin frei,

endlich.

Vorbei.

20
Apr
10

Kreis-Lauf

Die Entfernung wird größer, schon einige Meter –

„nur nen kleinen Moment, nur noch ein wenig. Später.“

Sieht sie gehen, Meter um Meter, Schritt für Schritt –

Will hinterher, aber kann doch nicht mit.

Sieht sie fort-schreiten, kein Blick nach hinten –

sieht sie gehen, am Horizont, wie sie verschwinden.

Nun sitzt er da, fühlt sich verlassen, alleine –

weiß nicht warum, doch Angst hat er keine.

„Warum warst du, wofür bist du – wichtig,

so unglücklich? Fühlst dich trotzdem so richtig?“,

Der Abend naht, die Hoffnungen schwinden –

wird müde, kalt. Ein letzter Blick – nach hinten,

die Entfernung wird kleiner. Noch ein kleines Stück –

laufen im Kreis, wieder kein einziger Blick. „Sind zurück,

endlich. Nicht länger einsam, nicht länger alleine“ –

eine Träne. Bleibt sitzen, bewegt. Der Bewegungen keine.

„Wartet auf“ – nichts. Kann´s nicht benennen,

glaubt. Seinen Platz, ohne Plätze zu kennen –

sie kommen wieder, Runde um Runde,

das Ende rückt näher. Stunde um Stunde,

Ein letztes Mal, eine letzte Chance –

das letzte Gebet. Wie in Trance.

Sind wieder vorbei, hört sie noch fluchen –

Im Kreislauf verloren, dessen Ende zu suchen.

War immer alleine, hat den Anschluss verpasst –

dem Schicksal ergeben? Bereit. Alleine zu tragen die Last,

alleine zu sein. Zu warten, statt zu suchen. Statt Hatz –

hat er vertraut, den Zeitpunkt zu kennen, den richtigen Platz.

Anstatt gemeinsam zu starten, nur um im Ziel sich Erster zu nennen–

er hat sich vertraut. Den Tod als Schicksal, den Rückstand, ihn als Anlauf zu kennen.

Hat sich vertraut. „Den Platz, das Ziel, den richtigen Zeitpunkt. Könnt ihn erkennen“ –

den Glauben gesammelt. Alleine sterben. Den Kreis durchbrechen. Augen zu. Rennen?

19
Apr
10

Schatten der Nacht

Das Leben blüht, das Leben pulsiert, die Sonne lacht,

der Tag erwacht. Spür keine Wärme; was hab ich falsch gemacht?

Von innen kühl, der Tod kursiert, hab nicht bedacht,

im Schatten der Nacht. Zu ruhen; für den Frieden angedacht,

vom Schlaf bewacht. Wegzuhören, wenn der Teufel lacht,

um Mitternacht. Hingehört, mitgelacht. Schlaflosigkeit. Hat mich um den Tag gebracht.

19
Apr
10

Vom Mond, der Zeit und anderen Dingen

Da es im Internet wohl immer darum geht, ein möglichst breites Publikum zu treffen, was liegt näher, als sich mit anderen Autoren seinen Blog zu teilen und somit die potentielle Zielgruppe zu vergrößern?

Und da es am Potential nicht mangelt, auch wenn man´s manchmal anders denken mag, so bin ich stolz euch heute bereits meinen ersten Gastautor aus meiner Blogroll präsentieren zu können, Andreas Gebert der das Blog “scythe society” betreibt:

Ein Dämon steht am schwarzen Fels, blickt voller Ehrfurcht auf das trübe Meer. Wellen schlagen gegen Steine und heben sich vor ihm empor. Zahllos viele kleine Tropfen, sie fliegen wie feiner Regen auf ihn nieder.
„Die Welt ist eigenartig komisch. Und doch so faszinierend schön…“, spricht er in die schwarze Nacht.
Der Mond am Himmel, er wäre so gern wie er ein Dämon. Dann könnt er stehn am Felsen und blicken übers nasse Meer. Er müsste sich kein Stück bewegen, denn was er will ist eine Pause. Dieser Wunsch bleibt ihm verwehrt.
Doch die Zeit steht über Allem und so nimmt sie sich, was unser Mond begehrt. Manchmal rennt sie wie der Teufel, im Moment steht sie ganz still. Sekunden kriechen, wollen keine Einheit bilden. Minuten werden stolze Stunden, machen Wartenden das Leben schwer.
Die Gestalt am schwarzen Felsen, sie interessiert sich nicht mehr für Zeit und Raum. Sie fühlt die Zeiger nur noch langsam ticken. Das Leben scheint ihr zu schnell.
Ein Licht geht an in weiter Ferne. Ein Strahl voll Sorgen, so wird er von mir heut Nacht genannt.

Einen letzten Atemzug kostet ihn seinen Abschiedsbrief:
„Leb wohl, du schönste aller Welten.“
So öffnet unser kleiner Dämon seine rabenschwarzen Flügel und stürzt hinab ins Paradies.

Vom Mond, der Zeit und anderen Dingen” aus dem Blog “scythe society“,

by Andreas Gebert.

15
Apr
10

In Auszügen: “Traurig, aber wahr…”

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.5 Traurig, aber wahr…”.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

„Traurig, aber wahr!“, er hört es schon wieder. Wie oft hat er diese Geschichte erzählt in den letzten acht Jahren, hundert, vielleicht hundertwanzig Mal.
Diese Antwort, sie kam sooft, sie kam jedesmal so überzeugt, jedes einzelne Mal.

„Ein Feigling, sich einfach aus dem Leben zu verpissen“, auch diese Wort vielen oft. Alleine diese Worte über einen toten Freund zu hören, es hat ihm sooft den Schlaf geraubt in der Nacht. Denn er weiß, sein Freund war kein Feigling.

(…)

Die traurige Wahrheit? Dieses Gefühl. Er hatte tatsächlich Recht.”

TraurigAberWahrDownload

R.I.P. Entscheidet selbst. Diesmal bitte richtig.




Blog Stats

  • 56,818 hits

Gedanken-Feed

Ein Klick bis zum Feed-Abo

 Mit einem Feed-Reader abonnieren

Meine Gedichte HIER abonnieren

FollowMe


TwitterCounter for @Macaveli85

April 2010
M D M D F S S
« Mär   Mai »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Archive


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.