Archiv für März 2010

29
Mär
10

In Auszügen: “Endlich 18″

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.4 Endlich 18”.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

Endlich 18

„Morgen“, betritt er freudestrahlend die Küche, genau wie an jedem anderen, gewöhnlichen Morgen auch.
„Morgen, HAPPY BIRTHDAY“ fällt ihm seine Mutter direkt um den Hals, denn heute ist keiner dieser anderen, gewöhnlichen Morgende.
Es ist sein Geburtstag. Der 18. So lange hatte er sich auf diesen Tag gefreut. Pläne waren längst geschmiedet.
Was er bis zu diesem Tag alles geschafft haben wollte. Was er ab diesem Tag alles schaffen will.

(…)

So sehr er sich auch über die vielen Glückwünsche freut, die er im Laufe des Tages entgegennehmen darf, über die Geschenke, die Angst diesmal wieder nichts von seinem Vater zu hören, sie ist zu groß, größer als das bisher je der Fall war.

(…)

Ein Wunsch ist ihm in Erfüllung gegangen. Der Tag seines achtzehnten hatte tatsächlich etwas verändert, auch wenn er noch nicht wirklich deuten kann, was diesen Gedanken hervorruft, so kann er es doch in aller Deutlichkeit fühlen.
Erstaunlicherweise ist er sogar gut gelaunt, was zum einen daran liegt, dass seine Mutter ihn aus Mitleid an diesem Morgen nicht wie gewöhnlich mit aller Gewalt versucht, in die Schule zu verfrachten.

Zum anderen ist die gute Laune bedingt durch die Vorfreude auf etwas, auf ein Gefühl, von dem er sich eigentlich geschworen hatte, er würde es nie kennen lernen: XTC.
Die Vorfreude auf das Gefühl, dass ihm einfach unbeschwertes, durch nichts belastetes, von ihm sonst ungekanntes Glück bescherte, sie reicht um die Geschehnisse des gestrigen Tages zu vergessen. Für den Moment.

(…)

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Bleibt zu sagen: Entscheidet selbst. Nur tut es richtig ;-P

28
Mär
10

Anybody. Killer. (2)

Der Blick aus dem Fenster, das Gefühl es wird enden,
der Tag wird kommen. Erwachen. Mit Blut an den Händen.
Kein Leben, kein Gefühl?
Alt. Abgenutzt. Kühl.

Was begann an eines Freundes Grab,
der sich alles nahm, doch uns etwas gab,
zu erinnern. Seinen endgültigen Schrei,
Zukunft? Mensch? Schluss. Aus. Vorbei.

Die Welt wie sie war, sie ertrank -
in den Tränen einer Mutter. In des Todes Gestank.
Nie wieder wie früher, kein Weg zurück,
verfolgt vom Pech. Auf der Suche nach Glück.

Nicht einer alleine, sondern wir gemeinsam,
sind so selten zusammen, sind gemeinsam nur noch einsam.
Nicht einer alleine nur  verzweifelt, verirrt,
wir alle gemeinsam sind blind und verwirrt.

Suchen das Glück, leben in der Ferne -
nur unser Antlitz der Stolz. Nur Besitz gibt uns Wärme.
Suchen das Glück, leben in Zahlen -
nur unser Antlitz der Stolz. Wer nichts besitzt leidet Qualen.

Wollt das ich schweige? Oder mich Schäme?
Fordert Einsicht? Bekommt nur die Häme,
denn bereuen fällt schwer, wenn du erst weißt -
um eines Freundes Mörder. Der Jedermann heißt.

27
Mär
10

In Auszügen: “Auf immer Wiedersehen”

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.3  Auf immer Wiedersehen”.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

Auf immer Wiedersehen

Ein Tag wie jeder andere. Nicht wie der Tag eines jeden Anderen, doch für ihn haben die Stunden, die hinter ihm liegen, nichts ungewohntes mehr.
Mit den Gedanken beim Wahnsinn. Wo er begann, wann er enden könnte. Mit den Gedanken bei seinem Tod. Wann er begann, wann er begonnen hat zu sterben.
Nur auf dem Weg zwischen Spiegel im Bad und dem Fenster in seinem Zimmer fühlt er sich, als sei er auf der Reise aus dem Leben Richtung Unendlichkeit.
Als würde auf diesem Weg sein Leben immer und immer wieder ablaufen in dem sprichwörtlichen Film kurz vor dem Eintreten des Todes, immer und immer wieder.
Nicht in Sekunden, nicht in Minuten, inzwischen nicht mal mehr in Tagen. Jahrelang, immer und immer wieder.

(…)

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Wie immer sage ich: Entscheidet selbst. Nur tut es richtig ;-P

27
Mär
10

In Auszügen: “Ausgeträumt?”

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.2 Ausgeträumt?“.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

Ausgeträumt?

Morgens, kurz nach halb zehn. In Deutschland.
Leicht verkatert erhebt er sich aus seinem Bett, ohne wirklich zu wissen, was das Unwohlsein bedingt, das ihm auf den Magen schlägt.

Ohne wirklich zu wissen, was er gestern eigentlich getan hat. Beim Versuch, sich zu erinnern, erinnert er sich gelesen zu haben.

In einem Buch, er erinnert sich gekommen zu sein bis Seite sieben, sie handelte vom Tag der Ruhe. Also muss er beschlossen haben zu ruhen, denn schließlich haben wir nun Sonntag.

Beim Blick durch sein Zimmer fällt ihm auf, das zwar nichts zu fehlen scheint, doch alles ist bedeckt von Staub. Es ist so staubig, dass die Gegenstände, die ihm eigentlich so viel bedeuten, durch die er bedeutet, gar nicht mehr zu erkennen sind.

(…)

“Noch schnell das Radio an, da geht das mit dem Putzen gleich nochmal leichter von der Hand“, doch bei der Einstellung des Senders ärgert er sich kurz.

Auf allen Kanälen das Gleiche zu hören, nichts als sirenenhaftes, sich dauernd wiederholendes Singsang dröhnt aus seinen Boxen.
„Egal, man gewöhnt sich an alles“, denkt er sich und als die kreischenden Hochtöne das Glas seiner ihn mit der Aussenwelt verbindenden Fenster zum Bersten bringen, ist er endgültig überzeugt, das Radio anzulassen.
„Von wegen viel Lärm um nichts“ denkt er und um nicht das Risiko eingehen zu müssen noch einmal Scherben zu kehren, nimmt er einfach Bretter und nagelt sie zu, die geblieben Löcher in der Wand, „schließlich heizt man ja nicht für die Katz“.
Trotz der Unmengen an Staub, die sich nach wie vor in seinem Zimmer befinden, macht er sich wegen Belüftung keinen weiteren Kopf, schließlich kann er ja noch die Tür aufreissen.

Als er also seinen Spiegel gereinigt hat, „endlich“, beginnt er auch direkt und in aller Ruhe mit der Körperpflege, wie gewohnt.
Duschen. Cremen. Stylen. Vor den Spiegel. Wohlfühlen.

(…)

Hastig beginnt er in die Tasten zu trommeln, will seinen Freunden von seinen Sorgen  berichten, doch das Unbehagen wird noch größer, als er plötzlich das Gefühl bekommt alles und jeden gesehen zu haben, aber nix und niemanden zu kennen.

Als er für einen Moment das Gefühl bekommt, nicht nur er hätte sich vor der Welt abgeschottet, sondern auch die Welt vor ihm.
Als er plötzlich das Gefühl bekommt, der eigene Gedanke, um den Nutzen seiner Augen, könnte auch in den Köpfen seiner Mitmenschen umhergeistern.

„Was, wenn auch sie ihre Augen nur benutzen, um zu sehen, was man sieht, sieht man sie? Nicht um wirklich zu sehen?“
“Was, wenn alle“, wie er es selber tut, „ihre Ohren nur benutzen, um wegzuhören?“

„Was, wenn alle den Mund nur benutzen um zu widersprechen oder mit sich selbst zu sprechen?“

Wie er es selber tut.

(…)

„SETZ DICH“, nicht nur so laut wie der Donner, sondern einschlagend wie ein Blitz, er kann nicht weiter, fällt zurück, auf die verstaubte Couch, frierend, wie schockgefroren, gleichzeitig darbend, als würde er in der Hitze seines Zimmers braten.

Hypnothisiert von den rhythmischen Schreien seiner Lieben, die aus dem Radio winseln.

Wie das auf Tonträger gebannte, wahrhaftige Lied des Todes.

(…)

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So, entscheidet wieder selbst. Nur tut es richtig ;-P

26
Mär
10

Mein Engel

So intelligent, so stark. Ein Engel. Täglich wird klar,

brauche dich. Verlaufe mich. So schön, so wunderbar.

So intelligent, so stark Ein Engel. Weiß nicht was war,

ohne dich. Verbrauche mich. So intelligent, so wunderbar.

So gut, so schön. Ein Engel. Denke. Sag´ aus der Ferne,

glaub´ an dich. Verliere mich. So intelligent. Hab´ dich so gerne.

So gut, so schön. Ein Engel. Hoffe. Dachte nie, s´ nimmt diesen Lauf,

vertrau in dich. Verliebe mich. So gut. So wahr. Noch geb ich nicht auf.

26
Mär
10

Kein Frieden

Bin müde. So müde. Will schlafen,

ruhen. Kein Heim. Kein sicherer Hafen.

Bin alt. So kalt. Will lieben,

vertrauen. Kein Platz, nur unter Dieben.

Bin alleine. So einsam. Will umarmen,

halten. Kein Mensch. Keiner will sich erbarmen.

Ohne Hoffnung. Ohne Träume. Will verblassen,

schlafen. Ohne Frieden. Die Welt gen Himmel verlassen?

26
Mär
10

In Auszügen: “Es wird Zeit.”

Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, weiterhin kann ich  so jedem Leser die Entscheidung leichter machen, ob, wieviel und wann er Zeit ins Lesen investiert.

Bei Interesse findet sich die Geschichte unter der Elternseite  “5. Geschichten” meines Blogs, Punkt “5.1 Es wird Zeit“.

Oder ihr ladet euch, wenn ihr wollt, die Geschichte einfach als .doc herunter, dazu müsst ihr nur den Link unter dem Auszug klicken. Viel Spass!

Es wird Zeit.

Er öffnet die Augen. Er findet sich wieder in einem Szenario, welches ihm unbekannt scheint. Jedoch fühlt er sich nicht, als wäre er Fehl am Platz.Ein Raum, hohe Mauern. Aus grauen Steinblöcken. Ein roter Teppich ziert den kalten, harten Boden – aus dem vermutlich selben Material wie die Wände – zumindest ein wenig. Er lehnt an der Wand, lässt einen Blick durch den Raum schweifen. Lauter Unbekannte, nur Männer, wie es scheint. Ob er sich bloss einbildet, ein ganzes Stück kleiner zu sein, als alle dieser anwesenden Männer? Er ist sich nicht sicher. Ob er sich bloss einbildet, alleine zu sein in diesem mit Menschen gefüllten Raum? Auch hier ist er sich nicht sicher. Ein wenig fühlt er sich, als sei er zwar anwesend, jedoch gebannt in die Rolle eines bloßen Zuschauers.

Er blickt sich weiter um, und, in der Mitte des Raumes, endlich ein vertrautes Gesicht. DAS Gesicht. IHR Gesicht.

(…)

Er öffnet die Tür. Und was er zu sehen bekommt, es ist schlimmer, als er es je hätte befürchten können.

Lediglich zwei Menschen im Raum. Sie. Auf dem Schoss eines Typen, den er nicht kannte, so finster anmutend, eine Anziehung auf sie auswirkend, die ihm das Gefühl vermittelt, sie wäre gebunden an seinen Schoss. Sie bemerkt ihn zuerst gar nicht, streichelt das Haar des Unbekannten, zärtlich, wie hypnotisiert.

Blickt ihm dabei mitten in die Augen. Würdigt ihn dabei keines Blickes. Hilflos muss er ansehen, wie die Hand ihres neuen Angebeteten immer wieder auf und ab fährt auf ihren Schenkeln, kurz vor ihrem Ziel wendend. Immer und immer wieder. Plötzlich dreht sich ihr Blick. „Ich bin es“ will er sagen, doch er blickt in die Kälte. In Herabwürdigung. Als würde sie versuchen ihn hinauszuwünschen, mit diesem kalten, für sie völlig fremden Blick.

(…)

Plötzlich Schreie. Sie fleht. Sie winselt. Kreischt, die erbarmungswürdigkeit ihrer Rufe bricht ihm das Herz.

Alleine die Vorstellung, was gerade in den zurückgelassenen vier Wänden ablaufen könnte, sie ist so real und grausam, dass er sie nicht ertragen kann.

Er schließt die Augen, während des Rennens, als könne er die Bilder einfach vergessen. Verdrängen, was er nicht mal leibhaftig mit angesehen hatte.

(…)

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So, entscheidet selbst. Nur tut es richtig ;-P






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