24
Jan
12

Am Ende für´s Leben

Es steckt so viel vom Schmerz in ihr
war gestern Abend schon gegangen
all der Hass, er entlädt sich auf mir
lässt mich oft um Hoffnung bangen

Die Bilder gehen mir nicht aus dem Kopf
ein kleines Mädchen, gepackt am Zopf
wie sie unter einer kalten Dusche blutet
es ist die eigene Mutter, die es zumutet

Eine Drahtbürste zerreisst ihren Rücken
sehe das böse Gesicht und sein Entzücken
sie nimmt alles auf, mit einer Kamera
und jedesmal, wenn die kleine unartig war

Dann musste sie´s mit Freunden gucken
spüre heute noch das verängstigte Zucken
jedesmal wenn sie glaubt, zu verfehlen
sieht man bald Dämonen ihre Seele quälen

„Es tut mir so Leid, dass ich nun schon hier
doch lieber Gott, sie waren so gemein zu mir“
so hörte ich sie im Schlaf schon sprechen
Schmerz ließ heulend mich zusammenbrechen

Vier Tage wach, doch beschließe zu gehen
zehn Kilometer, ich muss nach ihr sehen
quer durch die Wiesen, beginne zu rennen
spüre das Feuer wieder im Herzen brennen

Auf meine Vernunft hofft ihr wohl vergebens
nicht bloß Liebe, es ist auch mein Willen
nur allzu süchtig macht der Sieg eines Lebens
nur er kann meine Sehnsucht stillen

Ich werde wieder tun, was keiner kann
keine Medizin und kein Psychologe
der eh keinen je zurückbesann
nicht vom Kaltgetränk und nicht von Droge

Setze die Nadel an, aus Fetzen von Leid
nähe ich ihr´s schönste Abendkleid
für den einsamen Kämpf, gegen die Norm
schmieden meine Finger ihr die Uniform

Im ganzen Körper spüre ich die Schmerzen
trage so viel fremdes Leid im Herzen
doch fühle im Kalten noch so große Kraft
die nur verlorener Seelen Rückkehr schafft

Die reichen wird, um am Ende zu gewinnen
kann so laut in mir die Musik spüren
sie lässt den letzten Tanz mich besinnen
brennend das Kind glühende Feder führen

Sollte mich dann doch die Kraft verlassen
du brauchst nicht zu weinen, glaube mir
lieber liebend gestorben, als lebend zu hassen
für mich gibt’s eh niemals den Frieden hier

Doch bis dahin will ich zu kämpfen versprechen
selbst wenn es dann in Armut endet, wie es begonnen
weder mit allen, noch mit einem, werde ich brechen
habe am Ende so. Oder so. Nochmal für´s Leben gewonnen

15
Jan
12

Viva la Revolution!

Stehe an deinem Grab und will es gern´ sagen
nie, nein und nimmer
sage ja, doch und schlimmer
kann deine Gründe nicht als Falsch anklagen

Es ist viel weiter noch gekommen
an diesem ehrlichsten der Orte
fehlen mir so, mal wieder, die Worte
das Leben hat zu vielen ihren Traum genommen

Das geht raus, an die Brüder im Nebel
um die ganze Welt
an jeden unter´m Himmelszelt
vereint kommen wir noch an lange Hebel

Wo kommen nur bloß schon Guillotinen her?
Wir müssen uns die Hände geben
werden dieses Jahr gen Ende leben
du musst sie entfernen, Monsieur Robespierre

Ist es Freiheit, dann gibt’s mehr als eine Wahl
ob Maske oder Gesicht im Lichte
es geht um das Ende der Geschichte
Gleichheit verbietet Ausgrenzung und Qual

Gibst du achtfach Versprechen, bin ich dein Wirbelwind
ich bin bereit noch heute loszufegen
bereit, mit jedem mich so anzulegen
es ist frei von Angst, dass himmlische Kind

Wir werden gemeinsam gehen, einfach Srück für Stück
glaubt an die Kraft, wir werden es schaffen
mit der geeinten Macht unserer Waffen
lassen wir keinen liegen, wir holen sie alle zurück

Lasst uns in dieser jungen Nation die Bühnen bauen
dort brennen dann all die Kerzen
für unsere Kinder und die verlorenen Herzen
neigt still die Köpfe, um in den Himmel zu schauen

Wir sollten gemeinsam unsere Augen schließen
all die Tränen, die wir noch schuldig sind
weinen wir dort gemeinsam in den Wind
überall ertönen die Namen, wie sie heißen und hießen

Musik erzählt ihre Geschichten, könnt ihr´s spüren?
Am Boulevard der gebrochenen Herzen
an der Strasse uns´rer Kinder Schmerzen
es ist an der Zeit, Lieder vom Sieg werden führen

Der Wind kommt auf, es flackern die Flammen
lasst uns die Geschichten kennen
in den Dochten wird die Hoffnung brennen
spürt ihr die Kraft, mit der wir Mauern niederrammen?

In den Sternen könnt ihr die Zukunft schon sehen
für die einen gilt es, sie zu rächen
für die Kinder unseren Schutz auszusprechen
im Kerzenlicht dann muss ein ganzes Volk endlich stehen

Ein Junkie, ein Toter, ein Schuss, Stich und Strich
lasst uns all die Seelen, die gehen und gingen
lasst sie uns retten, ihre Lieder in die Köpfe bringen
wir lassen so viele Kinder ganz einfach im Stich

Der Krieg, die Politik, der Hass, Geld und Banken
die Gefahren und nicht Teil des Ganzen heißen
lasst uns doch einfach ihre Burg einreißen
wir sind das Volk, dessen Lieder uns flanken

Die Musik in mir, kannst du sie spüren?
Für die neue Bewegung schon lange bereit
sie gehen schon lange, viel zu lange, viel zu weit
deshalb will ich den letzten Tanz nun schüren

Fühlt ihr das Wunderbare, an diesem Leben?
Die Chance wird es für niemanden je wieder geben
wir können gemeinsam diesen Brocken heben
unter unseren Füssen kann die ganze Erde beben

In den Gedanken fliegen uns´re Friedenstauben
eine Hand „Victory“. In der anderen das Megaphon
viva la vida loca! Viva la Revolution!
Die Arme will ich, gekreuzt dann, über´m Kopfe glauben

Brüder und Schwestern, lasst uns kämpfen für´s Leben
erst nur die Augen zu, gehen, fühlen und sprechen
zur Not auch schlagen, zerstören und brechen
Hand in Hand, erst ein Stückchen über´m Boden schweben

Im letzten Kriegsschrei explodieren, so zur Nova werden
von der Mitte, bis an den Rand des Randes
schießt sie durch die Strassen dieses Landes
auf, mein Freund! Holen wir uns den Himmel auf Erden!

13
Jan
12

DeathRowStyle

Wenn du wissen willst, wie weit wir gehen
dann musst du in den Stammbaum sehen
Brüder brennend dort am Scheiterhaufen
ihre Hitze, sie entflammt beim Laufen

Warum sollte ich mich schonen?
In mir kämpfen täglich die Dämonen
meine Brust gestählt von ihren Seelen
die täglich neu mit Zweifeln quälen

Wenn listig klappern böse Schlangen
wir lassen sie um´s Gifte bangen
wenn sie lauschen gar mit 1000 Wanzen
dann lassen wir die Puppen tanzen

Alle die sind, zu schwach zum Laufen?
Wir lassen Durstige gern Tinte saufen
all die Falschen und die Linken
die lassen wir darin ertrinken

Ist einem Freund die Zeit zu schade
erwartet ihn ganz sicher keine Gnade
doch ist es uns zu kurz, das Leben
nicht Feinden auch die Hand zu geben

Hör´ auf mir heute Angst zu machen
oder hör´ mich morgen müde lachen
bin am Schnellsten erst auf allen Vieren
frei wie ein Vogel, mit Nichts zu verlieren

Wer um wahren Wert des Lebens weiß
bezahlt für eines gern den höchsten Preis
wir glauben, bis ans Ende uns´rer Zeit
es bedeutet von heut´ in alle Ewigkeit

Zu diesem Spiel gehören Schmerzen
folgst du wirklich deinem Herzen
dann können sie dich heute quälen
und für Morgen diesen Muskel stählen

Mit dem Rücken zur Wand, in der Enge
dort verstau´n wir so die ganze Menge
deshalb ist einer von uns, in diesem Spiel
für dich, mein Freund! Zwei zu viel!

12
Jan
12

Verblendet

Einsam weinen scheue Herzen
in den Momenten größter Schmerzen
von weit unten hört man´s klagen
verzweifelt geistern bohrend Fragen

„Warum nur konnte ich´s nicht sehen?“
was so viele zu vergessen flehen
die Einsicht, die oft Willen bricht
zu spät gern zeigt sich´s wahre Gesicht

So führt der Verzweiflung letzter Mute
und bewirkt, wie meistens, nicht das Gute
so nimmt man´s einfach dann in Kauf
setzt sich selber eine Maske auf

Für einen Moment nur allzu sicher
vor Hohn und Spott und bösem Gekicher
befreit euch von Lasten, die auf euch lagen
am Besten so lange, bis wir alle eine tragen

Nur leider wird uns, ihr müsstet´s selber erraten
dann wahren Gesichtes dickstes Ende erwarten
aus den Köpfen wandern langsam all eure Träume
bleiben in Gesichtern bloß die weißesten Schäume

16
Dez
11

Der Narr

Ja, wie wahr, ich bin ein Narr
meine Augen sind blau
mein Blick oft starr
stehe ganz gerne mal zur Show
unbefangen muss ich´s machen
einfach sehen, wohin sie führen
höhnisch sehe ich sie über mich lachen
auch ein Narr kann Schmerzen spüren

Ganz unbekümmert stehe ich auf
renne los, ins offene Messer
lasse den Dingen ihren Lauf
so geht es Anderen oft besser
ich öffne ihnen gerne Herzen
wenn ich selbst misstrauisch bin
freu´n sie umso mehr meine Schmerzen
halt ich die andere Wange auch noch hin

Manchmal scheint es eines Lebens Sinn
sehen sie mich in Tiefen mal fallen
freuen sie sich, wie dumm ich doch bin
hören es ganz weit noch knallen
wenn sie denken, dass er nun ruht
plötzlich steht er da, am Lachen
es geht mir einfach wieder gut
mein Glück, es kann sie rasend machen

So bin ich leider oft allein
sie lassen mich im Regen stehen
nicht einsam, so wie ich zu sein
sehe von hinten, wie weit sie gehen
hat man mal zu viel von allen
soll ich mich nicht entfernen
komme ich, um ihren Hals zu fallen
oder fliehe zu den Sternen

In der nächsten, dunklen Nacht
stehen sie alle an den Scheiben
freuen sich, kein Narr, der lacht
es tut so gut, es weit zu treiben
bis mir meine Tränen tropfen
als atmeten sie sie einfach ein
beginnt danach ihr Schulterklopfen
wie toll es sei, nicht ich zu sein

So muss ein Narr es verstehen
wie gerne sehen sie ihn liegen
beginnt durch sie hindurchzusehen
den Wunsch, Kurven nicht zu kriegen
so erfreut man sich, an den Stürzen
die offenen Wunden, wie sie bluten
sie mit Salz, wie ihre Suppe zu würzen
der Narr trennt so das Böse vom Guten

Die Guten, mit Mündern offen, staunen
wie ich noch lache, nur unter Hetzern
bei meinen Saltos geht ein Raunen
dann fließt die Träne bei den Ketzern
die mich weiter wie die Beute jagen
sehen mich tanzen, singen, tanzen, swingen
ja, folge mir nur und lasse dich tragen
und vom Narren an die Grenzen bringen!

15
Dez
11

Aus-Wege

Die Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
Kinder, die im Blut ertrinken
Mütter, die zum Abschied winken
teures Öl und Diamanten
tote Kinder, die sie fanden
die Tat, sie macht den Täter groß
wofür tausend Opfer leiden bloß
es fließt das Geld so zu den Reichen
belebt das Spiel von reichen Scheichen
die gut geölt am schönen Strande
vernehmen gut gebräunt, am Rande
die armen Menschen, die verbleichen
für die Sonnenbräune ihresgleichen
unter Türmen aus gehäuften Zahlen
werden Menschenrechte so zermahlen
zwischen Banken, bis auf´s letzte leer
der mit der Macht trabt nebenher
die Banken, bis auf´s Letzte leer
verleih´n ganz einfach immer mehr
so wird’s am Ende denen bleiben
die die Aktien und die Heere treiben
wenn Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
für unsereins, viel Feind, viel Ehr´
für unsereins? Ach woher?
Gemeinsam auf dem Weg zum Ende
sucht sich jeder seine eig´ne Wende
auf den Strassen, unter Linden
will jeder seinen Aus-Weg finden
und will einer ihn mal anders sehen
hören alle auf, den Weg zu gehen
lassen Hoffnungen und Zeit verstreichen
während Menschen sterben und verbleichen
doch Zeit ist´s längst, könnt ihr es sehen
für uns GEMEINSAM aufzustehen!

11
Dez
11

Oh Gott (2)

oh gott
seit ich
verstehe
verstehe ich
nur noch
den bahnhof
von dem ich
ständig predige
es sei winter
dort
der vor mir
schmilzt
auf der flucht
in den süden

er nicht
sie nicht
du nicht
ich nicht
nur wir
sind
alle nicht
gleich

07
Dez
11

Tipanic (2)

Was der Kit ist, wie er wirklich heißt
dem einem Mammon, eher schnöde
der den Kahn zusammen schweißt
des anderen Geltung, ohne blöde
obwohl wir es doch alle wissen
machte Hoffnung mich noch glauben
die Überzeugung hat mich hingerissen
niemand müsste auch noch rauben
wenn er eh schon mehr als alle hat
mein Glauben an die Menschlichkeit
machte sie dumm und nicht nicht satt
doch gestern Abend war´s soweit

Es überraschten mich auf der Brücke
von denen ich dachte, sie erbauten nur
ganz genauso wie Frau Kanzlerin Krücke
die als Kapitänin verkaufte sich so stur
ist wahren Lenkern nur Dienerin pur
setzte sie mächtig doch noch Segel
bis die Herren Standard and Poor
dann pfiffen einfach auf die Regel
gibt man den Griechen wirklich essen
dann könne man bald runtergehen
was man kriegt dann noch zu fressen
wird man unter Deck dann sehen

Und so wird sie brav lieber lungern
an der Sonne, mit oben am Deck
bis wir alle dann bald hungern
unter Deck als Menschendreck
der dem Ungewissen Ufer glaubte
dort gäbe es den Menschen nicht
der einem daheim als Heimat raubte
damit man mit ins Nichts aufbricht
doch ihnen gehört selbst die Luft
so zeigte es dann das wahre Gesicht
an der Schwelle zur kalten Gruft

Kann sie nicht mehr Menschen nennen
deren Frau´n und Kinder zuerst kommen
die´s nächsten Kind als wertlos erkennen
„AB INS MEER, HEIM GESCHWOMMEN!“
nur weil´s ja kam aus wertloser Masse
vielleicht kann´s ja, wo sonst Nichts ist
wenigstens schwimmen gehobener Klasse
wenn ihre kleinen Augen erst verschwanden
wird damals wie heute, klar, wem´s nie reicht
die´s Rettungsbott nicht für nötig befanden
fällt´s gerettet werden doch dann leicht

Bis gestern wollte ich es nicht glauben
denen erst die Konten überlaufen
werden uns die Welt gar rauben
gibt es nichts mehr noch zu kaufen
sticht man in See zur alten Tour
auf der neue Ufer als Ziel verheißen
wenn auch eines ist heut´ anders nur
das man will mehr noch auf uns scheißen

Ahoi, Käpt´n Standardandpoor, dafür Danke
so könnten die Boote doch gerade reichen
bauen wir euch daraus jetzt eine Planke
könnten wir dem Ende noch weichen
wirklich nichts für Ungut, ihr Ungeheuer
doch den guten Rat macht ihr zu teuer.

07
Dez
11

Ach Mensch, was bist du dämlich (3)

Ist er denn wirklich der Klügste, der Satte
sagt er: „Mach´s wie ich“, weil er´s hat
ist es wirklich gekonnt, gepackt in Watte
oder kriecht voran bloß Nimmersatt?

Ach, könnten sie´s doch selbst erkennen
die alles haben, doch Nichts nie hatten
und diese eine Wahrheit mehr so nennen
hinterließe ihr Eindruck nur die Platten

Ohne den Seidenstrumpf im Goldpantoffel
doch um die eine Einsicht schlauer:
Es erntet zu Recht die dickste Kartoffel
nur der allerdümmste Bauer!

27
Nov
11

Was mich krank macht

Im Fernsehen ist die Modepuppe
ihre Magersucht, als Salz zur Suppe
anderen Menschen, mitten im Leben
mitzuteilen, „das darf´s nicht geben!“
um ihnen ein Leben zu kreieren
lässt sie Eigenart im Trend verlieren
verzweifelt suchend, nach einer Frau
herablassend, nett, wie sie, etwa, genau
lässt man einfach sich neu passieren
sich vom Grunde her neu strukturieren
alles was selbst ist und jemals war
war einfach mal niemals je da
der Nerd, er will es nicht kapieren
lässt die Chance sich wegfrisieren
ihr zu sagen, „dein Mensch? Bin ich!“
eine Frau zu finden, nur für sich
denkt keinen Moment im Spiegel dazu
„du, machten´s alle so wie ich und du
gebt ihr doch einfach scharfe Waffen
alle die sind wie wir, sie dahinzuraffen
und wenn der letzte von uns schied
lief mit Erfolg „Das Model und der Typozid!“

Warum nimmt nicht diese Supernanny
den armen, kleinen, irren Benny
tut in sein Sparschwein zwei mehr Penny
nimmt dazu Nachbar´s Jenny
um mit der Kamera schon ranzufahren
könnten sie sich in der Wuthöhle paaren
um vom ersten bis zum Allerletzen
den Kindern das Leben zu zerfetzen
am Besten geboren in dem Glauben
sie seien halt, wie gehämmerte Schrauben
selbst wenn sie bis zum Kopfe stecken
als passte´s nicht, um´s Verrecken
selbst mit Ritalin und der Begleitung
bringt über sie Klarheit, jede Tageszeitung
also macht´s, wie ich es sage
eine Show und weg die Plage
sind´s doch lange schon zwei Welten
in der die Einen als Kranke nur gelten
um´s kranke Bild noch abzurunden
für ein Ruhekissen, zwei ganzer Stunden
auf dem wir´s uns gemütlich machen
lässt man am Schulhof Benny auslachen
und hat er sich mal in den Traum gestohlen
kann er sich´s auf Band ja hohlen
wie er rumflippt, seine Familie zerreißt
eine ganze Nation, die auf ihn scheißt
während die Nanny sich die Ehr´ erweist
Applaus, der Frau, die gut bezahlt weiter reist!

Fällt euch wirklich dann Nichts ein
um´s große Blatt im falschen Spiel zu sein
zeigt ihr einfach mit dem Finger dann
nehmt, was ihr nicht versteht, zur Wahrheit ran
bei Gelegenheit, jeden noch mit Selbstvertrauen
um gemeinsam auf ihn draufzuhauen
so wie´s passt, wird ein Urteil gefällt
wird an fremden Uhren rumgestellt
„sie ticken nicht richtig“, zu erkennen
reichen euch Zeilen, sie so zu nennen
ohne Denkanstoss und Hinterfragen
„der Fremde scheint irr´, weitersagen!“
um dann Abends schön zu lachen
seht Kinder wie ihn, euer Bettchen vollmachen
oder, die am schlimmsten sind
glauben ihr Mitleid, noch für´s kranke Kind
doch kaum am Boden, mit einem Bein
„danke dir Gott, nicht, wie die, Assi zu sein!“
selbst wer lügt, verschweigt und verhehlt
macht´s nicht schlimmer, weit gefehlt
für diesen Wahn gibt’s keine Worte
zu dieser Zeit, an diesem Orte

Deshalb hier von mir ein Tipp für lau
macht´s am Besten, wie meine Frau
nennt mich dumm, euch halt schlau
und bekämpft mich wie den Supergau
nennt ihr mich „krank“, sag ich „genau!“
benennt den Gewinner eurer Fleischbeschau
ja, an allem Schuld, ganz genau…!
macht den Metzger aus der eig´nen Sau
selber Schuld, ich weiß, genau…!
dreht euch rum und glotzt Hartz-IV-TV!




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