16
Apr
14

geschätztesglück

Wenn wir uns auf Erden glücklich nennen -
dann sagen wir, dass wir uns glücklich schätzen!
Weil wir diesen Rest als Glück erkennen,
wenn wir uns zum Unglück ins Verhältnis setzen?

15
Apr
14

wannendlichreichtes?

Geld macht die Reichen reich
Geld macht die Birne weich
Geld hält manchen Reichen warm
Geld macht viele Arme arm
Geld macht manchen Schwachen kalt und hart
Geld macht manchen Starken kalt und zart
Geld macht Sinn für die Gewinne-Spinner
Geld – Dank ihm. Durch es. Spinnen Gewinner.

Weil durch Geld Verlierer hier Gewinner sind
sind nur Verlierer hier nicht komplett blind
denn: wer ohne Geld verloren ist an Rändern
der erkennt: diese Welt, sie muss sich ändern!
Und sie entlarvten die Gewinner als Spinner
enpuppten sie sich als echte Gewinner.

Doch es reichen keine bunten Schildchen
und es reichen keine grellen Bildchen
und es reichen nicht gesagte Worte
und es reichen nicht besuchte Orte.
Bis auf dich, Verlierer. Ist bereits alles bekannt.
Nur deine Wahrheit. Sie ist bis heute ungenannt.
Ihr alle klagt
ihr alle sagt
von anderen Orten
in anderen Worten
vom Bettler bis zum König, vom Sklave bis zum Scheichen:
Schuld sind die Dummen. Und verantwortlich die Reichen.

Verlust, Verlierer – machte Sinn!
Nähmst du, Verlierer – nicht bloß hin!
Würdest du nicht bloß wie die Spinner
dich selbst verkennen zum Gewinner.
Sagtest du zu einem Verlierer wie mir
diese Welt gehört uns. Nur uns! Mir und dir
dann müssten wir nicht als die Deppen
auf’s Bahnhofsklo die Scheiße schleppen.
Regierte das Geld nur König und Scheiche
machte Armut am Ende aus Armen noch Reiche.

 

15
Apr
14

kalterglanz

In bittrer Kälte leerer Räume
verwachsen Äste junger Bäume
ohne Sonne, die sie jemals säume
in harten Enden kahler Träume

Des zarten Pflänzchens ganzer Glanze
er tropft getaut in Perlen ab
von der Spitz’ der kalten Lanze
sinken Tränen in ihr nasses Grab

Sie steht allein am reißenden Fluss
mit gesenktem Kopf und nur der Steg
trennt noch vom letzten Abschiedskuss
auf ihrer Suche nach dem Heimweg

14
Apr
14

wunderbardunkel.wunderbarkalt.

In diesem Raum. Der wunderbar dunkel und kalt
wird junges Leben ungebrochen nicht alt.
Die winselnden Lieder von geplatzten Träumen
erklingen hier in Zungen zu Schäumen -

in diesem Raum. Der wunderbar dunkel und kalt.
Wo die Lieben suchen schreiend Halt,
bis das letzte Wort, das sie nach mir senden,
mit Menschen fällt. Von ihren Händen

bleiben im Blute abgedrückt auf  kalten Wänden
Zeugen der Kämpfe. Die in ihnen enden.

Zwischen Lieben an der Wand. Die wie Trophäen
lebendig wirkend nach dem Leben flehen
bleib ich regungslos. Einen Moment bloß stehen
und kann ihn im Spiegel vor mir sehen:

Diesen dunklen Raum. Und ein grinsender Spalt
spricht : „Einsam? Komm! Wir werden halt
einfach wunderbar dunkel! Und wunderbar kalt!
Ach komm wir werden! Gemeinsam nicht alt!“

08
Apr
14

Richtungswechsel

Weil bezahlend Menschen Zechen blechen
den Sinn im Wort beim Sprechen brechen
produzieren fleißig wie die Bienen ihnen
die Schweigen brechend den Maschinen dienen

Melodie

Weil Musik im Rhythmusfluss
hinführend zum guten Schluss
im Gedankenbus an sein muss.

08
Apr
14

vomaltenwald

Im alten Wald dort stand ein Baum
und seine Eicheln lagen kaum
da kam herbei das wilde Schwein
und haute sich die Eicheln rein

Im Laufe von vielen Jahren
Tiere und Pflanzen waren
im alten Walde ungestört
bis der Mensch kam, der empört

zuerst erlegte wildes Schwein -
weil Anblicke beleidigt sei’n.
Wälder fällend schuf er Räume
rodete Land, fällte Bäume,

bis den Rest vom Wald stellte dar
der Baum, der einst der Erste war.
Als kurz darauf war ausgestorben
Mensch der alten Wald verdorben

musst lang der Baum allein stehen
im toten Boden eingehen -
ohne Schweine, Eicheln, Blätter -
Dank saurem Regen. Das Wetter

war alles, was vom Menschen blieb.
Und dieses Schild, dass man beschrieb.
Und eine Mauer. Und ihr Putz.
Ein toter Baum. Und Denkmalschutz.

07
Apr
14

derhöhepunktimtraumzuzweit

Ich WEISS-WEISS-WEISS-WEISS
du bist HEISS-HEISS-HEISS-HEISS!
Wenn du SINGST-SINGST-SINGST-SINGST
KLINGST-KLINGST-KLINGST-KLINGST!
Durchfährst du im LIED-LIED-LIED-LIED
mir jedes GLIED-GLIED-GLIED-GLIED!

Doch zwischen uns steht dort im Raum
eine Grenze, die du nicht erkennst!
Es stellt Wirklichkeit ständig dem Traum
in den Weg, was du Logik nennst!

Die Regel steht dir hier in diesem Spiel
weil du hin und her bloß fliehst
durch Welten, die zu einen einst war Ziel -
die du nun auseinander ziehst,

im Weg! Wenn grade genug viel zu viel
und beinah viel zu wenig ist!
Dann vergisst der Zug um Zug das Spiel
der geregelt jeden Schritt bemisst!

Kannst du denn Tage noch verpennen
wenn schlaflos drückt der Schuh
und nur um des Rennens Willen rennen
bis das schlagend Herz gibt Ruh?

Kannst du denn noch laut schreien: „FAST!“,
wenn’s Leben traum-fangend gekommen?
Weil du „FANG MICH DOCH“ gerufen hast
und Flucht nach vorn dir vorgenommen?

Im Verstand kann man geschickt sich wenden!
Doch mit vier heiß sich streichelnd Händen -
vom Mund – zur Brust – hin zu den Lenden
kann man überall! Im Freien, in vier Wänden -

wenn leidenschaftlich Lippen küssen
die sich leidenschaftlich küssen müssen;
wenn man Lippen küssen spürt,
wohin Küsse bisher nie geführt -

kann man überall! In vier Wänden! Im Freien!
Höhepunkte besorgen! Und sie laut beschreien!
Es muss nur Verstand sein, bis er dahin führt
dorthin. Wo man die Lust verspürt!

Ich WEISS-WEISS-WEISS-WEISS
wir sind HEISS-HEISS-HEISS-HEISS!
wenn wir SINGEN-SINGEN-SINGEN
ERKLINGEN-KLINGEN-KLINGEN!
Doch wird unsre MELO-DIE-DIE-DIE
erklingen: JETZT! Oder NIE-NIE-NIE!




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